Armutsbekämpfung

Eine Schweiz ohne Armut ist möglich. Unser Engagement.

In der Schweiz leben über 700'000 Menschen in Armut, darunter mehr als 100'000 Kinder. Noch einmal so viele Personen leben nur ganz knapp über der Armutsgrenze. Überdurchschnittlich stark betroffen sind alleinerziehende Mütter und Menschen mit fehlendem oder tieferem Bildungsabschluss. Viele von ihnen arbeiten zu tiefen Löhnen oder in unsicheren, prekären Anstellungsverhältnissen.

Die Caritas engagiert sich für eine Schweiz ohne Armut. Mit vielfältigen Projekten und Angeboten unterstützt sie Menschen mit kleinem Budget finanziell, stärkt ihre soziale Teilhabe und setzt sich für faire politische Rahmenbedingungen ein. Ziel ist es, dass Betroffene ihre Lebenssituation nachhaltig verbessern und am gesellschaftlichen Leben aktiv teilhaben können.

0

Menschen

gelten in der Schweiz als armutsbetroffen oder -gefährdet. Sie haben ein deutlich tieferes Einkommen als die Gesamtbevölkerung – weniger als 60 % des mittleren Einkommens.

(2023)

0

Kinder

in der Schweiz sind arm. Diese Kinder haben bereits bei Kindergarteneintritt schlechtere Startchancen. Das hat schwerwiegende Folgen, weil mangelnde Bildung das Armutsrisiko erhöht.

(2023)

0

Personen

sind trotz Erwerbsarbeit arm – sie sind sogenannte Working Poor. Familien sind besonders häufig betroffen, weil sie Job und Betreuung unter einen Hut bringen müssen und Kinder hohe Kosten mit sich ziehen.

(2023)

0

francs

4051 Franken hat eine von Armut betroffene vierköpfige Familie zur Verfügung, während es für eine alleinstehende Person 2'315 Franken sind. Damit müssen die Kosten für Unterkunft und Gesundheit, Lebensmittel, Kleidung, Transport usw. bezahlt werden.

(2023)

Häufig unsichtbar, aber mit schwerwiegenden Folgen

Doch was bedeutet Armut in einem reichen Land wie der Schweiz überhaupt? Als arm gilt, wer nicht genug Geld zur Verfügung hat für den Lebensunterhalt. Das bedeutet beispielsweise, dass Familien in einer zu kleinen Wohnung leben oder und sich keinen Zahnarztbesuch leisten können.

Armut ist den betroffenen Personen meist nicht anzusehen und bleibt damit unsichtbar. Die Folgen sind jedoch schwerwiegend: Soziale Kontakte gehen verloren, der Anschluss an die Gesellschaft wird immer schwieriger und Perspektiven fehlen. Zudem wird Armut oft von einer Generation auf die nächste übertragen.

Plattform Armut in der Schweiz

Wann spricht man von Armut? Was heisst es, in der Schweiz arm zu sein? Und was kann die Politik gegen Armut tun? Auf der Plattform Armut in der Schweiz bieten wir fachlich fundierte Antworten mit Erklärungen, Fakten, Zahlen und Fallbeispielen aus unserer täglichen Arbeit mit Menschen, die von Armut betroffen sind.

Armut kann alle treffen

Armut ist kein persönliches Versagen. Sie ist vielmehr das Resultat von Umständen, die Betroffene kaum beeinflussen können. Wenn ein Bildungsabschluss fehlt, die körperliche oder psychische Gesundheit eingeschränkt oder der Aufenthaltsstatus unsicher ist, gestaltet sich die Existenzsicherung schwieriger.

Treffen solche individuellen Faktoren auf strukturelle Hürden wie mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf, fehlenden bezahlbaren Wohnraum, prekäre Arbeitsverhältnisse oder steigende Krankenkassenprämien, beginnt sich die Armutsspirale zu drehen. Auch plötzliche Lebensereignisse können in die Armut führen, beispielsweise eine Scheidung, eine schwere Erkrankung oder die Flucht in ein anderes Land.

Ihre Spende gegen die Armut in der Schweiz
Ihre Daten sind bei uns sicher.

Ausgewählte ProjekteUnser Engagement für eine Schweiz ohne Armut

Alle anzeigen

Weitere Informationen

Titelbild: © Dominic Wenger