Wasser und Hilfe bei Unterernährung für die Menschen im Südsudan

beendet

Südsudan: Projekt P190042
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Projekt im Detail

Eine verheerende Kombination aus Dürre, jahrelangen politischen Unruhen und bewaffneten Kämpfen stürzte den Südsudan in eine humanitäre und wirtschaftliche Krise. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist heute von einer akuten Lebensmittelknappheit betroffen. Ausserdem fehlt es überall an ausreichendem Zugang zu sauberem Wasser. Die Caritas verbessert die Lebensgrundlage in ländlichen Gegenden im Süden des Landes.

Nach jahrzehntelangem Krieg mit dem Sudan erreichte der Südsudan 2011 die Unabhängigkeit. Doch auch danach kehrte keine Ruhe ein: Das junge Land stürzte in einen bewaffneten internen Konflikt entlang ethnischer Linien, unter denen auch die wehrlose Zivilbevölkerung massiv litt. Auch wenn im September 2018 ein neuer Friedensvertrag unterzeichnet wurde, ist die Situation noch lange nicht stabil.

Viele Bauern hatten aufgrund der verheerenden Sicherheitslage Angst davor, ihre Felder zu beackern. Die lokalen Märkte bleiben wegen ausbleibender Ernten und der politischen Unsicherheit leer. Die wirtschaftliche Krise und der Wertverlust des südsudanesischen Pfund haben dazu beigetragen, dass die Menschen sich keine Lebensmittel leisten können. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung im immer wieder von Dürre geplagten Land hat nicht genug zu essen. Über eine Million Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt.

Hinzu kommt, dass die Menschen kaum Zugang zu sauberem Wasser haben. Dem gebeutelten Land gelingt es wirtschaftlich nicht, eine funktionierende Wasserversorgung sicherzustellen. Viele Bohrlöcher und Wassersysteme sind veraltet und funktionieren nicht mehr. Frauen in den ländlichen Gebieten müssen täglich 3-5 Stunden zu Fuss gehen, nur um aus Drecklöchern und Tümpeln Wasser zu schöpfen. Besonders Kinder leiden vermehrt unter lebensbedrohlichen Durchfallerkrankungen, weil sie verschmutztes Wasser trinken.

Kinder sind immer noch besonders gefährdet und im Projektgebiet, der Region Torit im Süden des Landes, stark von Unterernährung und mangelndem Zugang zu Wasser und Hygiene betroffen. Deshalb setzt die Caritas einen Fokus auf Kinder.

Die Caritas repariert nicht mehr funktionierende Wasserhandpumpen und installiert neue Solarpumpen. In Schulen repariert und erweitert sie Toiletten- und Trinkwasseranlagen. Hygienetrainings werden in den Schulunterricht integriert, sodass die Kinder lernen, wie sie mit guter Hygiene Krankheiten verhindern können.

Um Unterernährung bei Kindern zu bekämpfen, besuchen Freiwillige regelmässig Kleinkinder und registrieren Anzeichen von Unterernährung. Kinder mit akuter Unterernährung bringen sie ins Spital oder leiten andere Schritte ein, damit die Kinder die richtige Behandlung erhalten. Kleinkindern, die von moderater akuter Unterernährung betroffen sind, wird mit Nahrungsergänzungsmitteln geholfen. 

Die Caritas unterstützt Mütter dabei, Gemüsegärten anzulegen und verteilt Setzlinge. So lernen die Mütter, vitaminreiche Gemüsesorten anzupflanzen, zu ernten, richtig zuzubereiten und ihre Kinder gut zu ernähren. Um den Kindern direkt nachhaltige Anbaumoden und Wissen um Ernährung zu vermitteln, werden auch an 14 Schulen Gärten eingerichtet und Nadel- sowie Fruchtbäume gepflanzt.

Fakten und Zahlen

Thema

Einkommen

Budget

4'340'052 Schweizer Franken

Projektgebiet

Südsudan / Ikwotos im Torit State, Region Eastern Equatoria

Zielgruppen

Etwa 105'000 Personen in ländlichen Gebieten, die von Ernährungsunsicherheit und Wasserknappheit betroffen sind

Finanziert durch

DEZA

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