Warm für den Winter: Ukraine Überwinterungshilfe 2022/2023

beendet

Ukraine: Projekt P220073
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Projekt im Detail

Seit Beginn der russischen Invasion wurde ein Drittel der ukrainischen Bevölkerung aus ihren Häusern vertrieben, was diese Krise zur größten Vertreibungskrise der Welt macht. Etwa 7 Millionen Menschen wurden innerhalb der Ukraine vertrieben, und schätzungsweise 13 Millionen Menschen sitzen in den betroffenen Gebieten fest oder sind nicht in der Lage, das Land zu verlassen, weil die Sicherheitsrisiken gestiegen sind, Brücken und Straßen zerstört wurden und es an Ressourcen oder Informationen darüber mangelt, wo sie Sicherheit und Unterkunft finden können.

Viele Familien, die nun allmählich in ihre Häuser in sicheren Regionen des Landes zurückkehren, stehen vor der völligen Zerstörung. Bis April 2022 wurde der Schaden an der Infrastruktur auf rund 100 Milliarden USD geschätzt. Nun steht der Winter vor der Tür und mit ihm die dringende Notwendigkeit, Häuser und Unterkünfte gegen die Kälte zu sichern. Auf der Grundlage ihrer bestehenden Partnerschaft planen Caritas Ukraine und Caritas Schweiz ab November 2022 für einen Zeitraum von sieben Monaten die Umsetzung eines sektorübergreifenden Projekts, das Unterkünfte, Mehrzweck-Bargeldhilfe für Grundbedürfnisse und Überwinterung sowie ergänzenden Schutz und psychosoziale Unterstützung für konfliktbetroffene Haushalte in vier Oblasten der Ukraine umfasst.

Beitrag zum Schutz und zur Resilienz von gefährdeter, vom Konflikt betroffener Binnenvertriebener, Rückkehrer und Haushalten der Aufnahmegemeinschaften durch Bereitstellung von Grundbedürfnissen, Überwinterungshilfe und Hilfe bei der Unterbringung.

Unterstützung von Unterkünften: CACH und CUA schlagen vor, Geldmittel für die Reparatur von leichten und mittleren Unterkünften für 1'000 Haushalte bereitzustellen und zusätzlich 20 der 67 bestehenden Kollektivzentren von CUA in der gesamten Ukraine zu modernisieren, damit die Bewohner von sicheren und angemessen beheizten Wohnräumen profitieren können.

Grundbedürfnisse: Um die eingeschränkte Fähigkeit der von Konflikten betroffenen Haushalte zur Deckung ihrer Grundbedürfnisse, einschließlich der Kosten für die Überwinterung, zu verbessern, verfolgt das Projekt einen auf der Gefährdung basierenden Ansatz: 1'384 von Konflikten betroffene Haushalte erhalten eine einmalige, vielseitige Bargeld-Nothilfe (Emergency Cash Assistance - ECA) zur Deckung der Grundbedürfnisse und eine zusätzliche, gekennzeichnete Bargeldaufstockung zur Deckung der Kosten für die Überwinterung. 1'935 mäßig gefährdete Haushalte erhalten eine gekennzeichnete Überwinterungshilfe und 645 stark gefährdete Haushalte eine Kombination aus einer Mehrzweck-Bargeldhilfe (SCA) und einem zusätzlichen Bargeld für die Überwinterung.

Psychische Gesundheit und psychologische Unterstützung: Für schwere Fälle in stabileren Oblasten werden die Psychologen der CUA bis zu 576 Personen Einzelberatungen anbieten. Über das Fallmanagementsystem der CUA werden auch Überweisungen zu speziellen Diensten organisiert, sofern diese verfügbar sind; es wird erwartet, dass mehr als 300 Personen in das Fallmanagement aufgenommen werden.

Unterstützung des Kapazitätsaufbaus bei Caritas Ukraine: Der Plan zum Aufbau von Kapazitäten wird in enger Zusammenarbeit mit der CUA entwickelt und konzentriert sich auf die Bereiche Unterkünfte, Bargeld- und Gutscheinhilfe (CVA), gefährdungsabhängige Zielsetzung und Überwachung, Bewertung, Rechenschaftspflicht und Lernen (MEAL).

Mit ihrem Cash-First-Ansatz helfen Caritas Ukraine und Caritas Schweiz Binnenvertriebenen und Aufnahmegemeinschaften in befriedigen und sich auf den Winter vorzubereiten, indem sie die Märkte mit zusätzlichen Bargeldspritzen für die lokale Wirtschaft beleben. Mit einem integrierten Cash-Plus-Ansatz werden die Bedürfnisse der gefährdeten Bevölkerungsgruppen ganzheitlich angegangen, indem Hilfspakete zur Deckung der Grundbedürfnisse, der psychischen Gesundheit und der psychosozialen Unterstützung sowie zur Bereitstellung von Schutzdiensten kombiniert werden. Die gezielte Ausrichtung auf Schutzbedürfnisse ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Intervention. Caritas Schweiz hat sich im Rahmen der Grand Bargain-Verpflichtungen der Lokalisierungsagenda verschrieben, insbesondere was die Bereitstellung von Bargeldhilfe in Notsituationen betrifft. Das Ernstnehmen der Partnerschaftsarbeit und die Zusammenarbeit in einer gleichberechtigten Partnerschaft ermöglichen die Bündelung von technischen Ressourcen und Investitionen in die organisatorische Entwicklung der Caritas Ukraine als nationales Hilfswerk. Die enge Zusammenarbeit zwischen Caritas Ukraine und Caritas Schweiz und die damit verbundene technische Begleitung stellen ein praktikables Modell für die Lokalisierung der Hilfe in der Ukraine dar.

10'951 vom Konflikt betroffene Ukrainerinnen und Ukrainerinnen und Ukrainer profitieren vom Projekt

10'227 Menschen werden erreicht mit direkter Unterstützung bei der Überwinterung

3'571 Menschen werden mit Bargeld-Nothilfe unterstützt

1'664 Menschen erhalten Stabilisierungshilfe

576 traumatisierte Menschen werden psychologisch betreut

Fakten und Zahlen

Thema

Humanitäre Hilfe

Budget

CHF 8'539'012

Projektgebiet

Kharkivska, Mykolaivska, Zaporizhska, and Dnipropetrovska oblasts

Zielgruppen

10'951 vom Konflikt betroffene Personen (4'484 Haushalte); davon sind 7'692 (70%) Frauen/Mädchen und 3'260 Männer/Jungen (30%).

Finanziert durch

DEZA, Glückskette, Caritas Luxembourg

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