Empowering Rural Economies in Agriculture (EREA)

Projekt in Kosovo
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Das Ziel des Projekts ist die Förderung von nachhaltiger und inklusiver ländlicher Entwicklung und Einkommensschaffung. Dies wird erreicht durch drei Unterziele:

  1. Verbesserter Zugang zu Märkten und Ressourcen für lokale Kleinbauern und -bäuerinnen, verarbeitende Betriebe und weitere Marktakteure.
  2. Verbesserter Zugang zu ökonomischen Möglichkeiten für Frauen und marginalisierte Gruppen.
  3. Aufnahme ökologisch nachhaltiger Praktiken durch die Marktakteure.

Überblick

Thema

Einkommen

Budget

3'693’065 Schweizer Franken

Dauer

01.10.2023 - 31.12.2026

Projektgebiet

12 Gemeinden in Kosovo:

Dragash/Dragaš, Graçanicë/Gračanica, Kamenicë/a, Novobërdë/Novo Brdo, Peja/Pec, Podujeva/Podujevo, Prishtinë/Priština, Prizren,Ranil(l)ug, Shtërpcë/Štrpce, Suharekë/Suva Reka, Viti/Vitina

Zielgruppen

Kleinbauern und -bäuerinnen, Kooperativen und Verbände, Marktakteure (z.B. verarbeitende Betriebe), das Landwirtschaftsministerium und Projektgemeinden

Projektnummer

P230046

Projekt im Detail

Kosovo ist eines der ärmsten Länder Europas und ist mit immensen sozio-ökonomischen Herausforderungen konfrontiert. Neben der starken Abwanderung, schwachen Regierungsinstitutionen, traditionellen Geschlechterrollen und Diskriminierung von ethnischen Minderheiten ist die Armut in Kosovo weit verbreitet. Gemäss einer neueren Studie, leben 40% der Bevölkerung unter der nationalen Armutsgrenze, 17% davon sogar in extremer Armut. Die Arbeitslosenrate ist hoch (20%). Besonders betroffen sind Frauen; jede Vierte ist arbeitslos.

Der Landwirtschaftssektor spielt eine bedeutende Rolle in der Wirtschaft des Landes und beschäftigt etwa ein Viertel der Arbeitskräfte. Ungefähr zwei Drittel der Bevölkerung Kosovos leben in ländlichen Gebieten und sind auf landwirtschaftliche Tätigkeiten angewiesen. Oft werden diese jedoch nur für den Eigenbedarf betrieben.

Die Produktivität ist zudem im Vergleich zu anderen Ländern niedrig, aufgrund einer Kombination unterschiedlicher Faktoren. Dazu gehören das Fehlen moderner landwirtschaftlicher Technologien und Fachwissen über gute landwirtschaftliche Praktiken, begrenzter Zugang zu Märkten sowie Finanzen. Auch der Klimawandel und Umweltrisiken beeinflussen den Agrarsektor negativ.

Das Projekt zielt auf systemische Veränderungen ab. Durch inklusivere und nachhaltigere Marktsysteme soll die Armut der ländlichen Bevölkerung, insbesondere von Frauen und ethnischen Minderheiten, reduziert werden. Neben der Schaffung von Arbeitsplätzen soll auch das Einkommen der Bauern gesteigert werden. Dabei sollen die Marktakteure und die Produzentenorganisationen ihr Fachwissen in agro-ökologischen Praktiken vertiefen und ihr Zugang zu ökologischen Landwirtschaftsprodukten gestärkt werden, was die Produktionskapazität und die Qualität der Produkte erhöht und sie klimaresistenter macht.  Durch Dienstleistungen der Marktakteure wie Wissensvermittlung an Kleinbauern kann der Landwirtschaftssektor professionalisiert und die Lücke innerhalb der Wertschöpfungskette geschlossen werden. Durch diese diversen Massnahmen wird die Rolle der Produzenten und Produzentinnen im Marksystem gestärkt und gleichzeitig der Zugang zum internationalen Handel, insbesondere von organischen Produkten, gefördert. Auch der lokalen Vermarktung kosovarischer Produkte, einschliesslich gesunder Bioprodukte, wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Das Ziel von Caritas Schweiz ist es, das Einkommen von verletzlichen Personen, wie z.B. Kleinbauern und marginalisierten Gruppen in ländlichen Gegenden längerfristig zu erhöhen und zu diversifizieren, indem ihr Marktzugang mit Hilfe des Market System Development Ansatzes (MSD/M4P) verbessert wird. Dabei spielen die Verbesserung der Produktivität und Qualität der Produkte sowie Zugang zu Fachwissen eine Rolle, wodurch die Produzentinnen und Produzenten einen verbesserten Marktzugang erhalten. Da der Landwirtschaftssektor besonders vom Klimawandel betroffen ist, fördert Caritas Schweiz agro-ökologische und nachhaltige Anbaumethoden, die klimaresistenter sind und die Kleinbauern somit besser vor klimabedingten Verlusten schützen.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit fachspezifischen Partnerorganisationen wie der Initiative for Agricultural Development in Kosovo (IADK), dem Forschungspartner FiBL Schweiz, dem Ministerium für Land- und Forstwirtschaft und ländliche Entwicklung (MAFRD), EcoKos-
Women (EKW) sowie verschiedenen Produzentenverbänden und nationalen Verbänden umgesetzt.

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Das Projekt wird finanziert durch:

  • DEZA
  • Austrian Development Cooperation