

Widerstandskraft und bessere Lebensbedingungen
Überblick
Klima
7,45 Millionen Schweizer Franken
01.04.2022 - 31.03.2027
Oberes Rasht-Tal, Tadschikistan
Ländliche Bevölkerung, die Regierungen der Distrikte
P220022
Projekt im Detail
Der Zugang zu Nahrungsmitteln und Wasser ist im armen Tadschikistan ein ständiges Problem. Die Gründe dafür liegen unter anderem in der schwierigen Kombination aus rauen Umweltbedingungen und unzureichender öffentlicher und privater Förderung einer modernen und nachhaltigen Landwirtschaft. Im Rasht-Tal bedeutet dies unter anderem:
- eine kurze landwirtschaftliche Saison mit einer Haupt-Kultur (Kartoffel) mit häufigen Verlusten nach der Ernte, die wiederum zu Einkommensverlusten und eingeschränktem Zugang zu Nahrungsmitteln führen, insbesondere während der langen Wintersaison.
- Katastrophenrisiko durch Naturgefahren, verstärkt durch anthropogene Landverödung
- eine alarmierende Häufigkeit Kleinwuchs bei Kindern
- ein Mangel an Koordination zwischen Entwicklungsinitiativen und nationalen und Bezirksregierungen
Diese Probleme können nur durch einen ausgewogenen Multistakeholder-Ansatz erfolgreich angegangen werden, der die landwirtschaftliche Produktivität nachhaltig verbessert. Es braucht eine integrierte Planung in Wassereinzugsgebieten und auf Bezirksebene. Das Bewusstsein der Menschen und ihre Fähigkeit zur Verbesserung der Landwirtschaft muss gestärkt werden, um die Ernährung nachhaltig sicherzustellen. Die effektive Nutzung von Wasser und natürlichen Ressourcen muss zudem gefördert werden.
Dieses Projekt zielt auf ein integratives Wachstum ab, das auf verbesserten landwirtschaftlichen Produktionsverfahren und einer nachhaltigen Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen beruht. Sie sollen zur Widerstandsfähigkeit gegenüber (künftigen) klimatischen Herausforderungen und zur Steigerung des Wohlbefindens (in wirtschaftlicher, sozialer, gesundheitlicher und ökologischer Hinsicht) in ländlichen Gemeinschaften beitragen. Das Projekt nutzt Wetter-, Wasser- und Klimadienstleistungen (WWCS) aus dem Flagship-Projekt der Caritas in Tadschikistan (P210033) und fördert die breite Anwendung klimaresistenter Praktiken, um den Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln, sauberem Wasser und ressourcen- und energieeffizienten Lösungen in risikoanfälligen und armen Wassereinzugsgebieten zu verbessern.
In Anbetracht der knappen öffentlichen Ressourcen zielt dieses Projekt darauf ab, die ländlichen Gemeinschaften zu befähigen, ihre eigenen Ressourcen und Kapazitäten zu mobilisieren. Die Aktivitäten stützen sich weitgehend auf bewährte Ansätze zur Verbesserung der ländlichen Lebensgrundlagen in Tadschikistan: Diversifizierte Landwirtschaft, integrierte Planung von Wassereinzugsgebieten und Weidemanagement, Integration dieser Themen in die Lehrpläne der Schulen und effektive Wassermanagementsysteme. Zivilgesellschaftliche Organisationen spielen bei der Verwirklichung dieser Ziele eine zentrale Rolle.
Die Schaffung wirtschaftlicher Anreize, die sich aus den Nettogewinnen aus verbesserter Produktivität und verringerten Verlusten für alle erforderlichen Interessengruppen ergeben, ist für nachhaltige Verbesserungen unerlässlich. WWCS, die in die Entscheidungsfindung von Landwirten und Bezirks-/Nationalregierungen gleichermassen einfliessen, können wesentlich zu solchen wirtschaftlichen Gewinnen beitragen und gleichzeitig eine nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen vorantreiben. Die in den letzten zehn Jahren sorgfältig vorbereiteten, funktionierenden Arbeitsbeziehungen mit Regierungspartnern ermöglichen nun die Umsetzung des erforderlichen Multistakeholder-Ansatzes.
Dieses Projekt profitiert von der reichen Erfahrung von Caritas Schweiz in der Zusammenarbeit mit ländlichen Gemeinschaften in Tadschikistan. Integriertes Wassereinzugsgebietsmanagement (WWCS) ist seit mehr als einem Jahrzehnt ein wichtiger Ansatz, der nun mit dem Konzept der «blue schools» kombiniert werden soll, um die Bildung von Schulkindern zu verbessern und ihnen gleichzeitig einen besseren Zugang zur Ernährung zu ermöglichen.
WWCS ist ein innovativer Systemansatz, der die Produktivität von Landwirtschaft, Weideland und Wasser verbessert und gleichzeitig gesunde Ökosysteme fördert. Die Logik der zirkulären Wertschöpfungskette, die in WWCS eingebettet ist, unterstützt die langfristige Nachhaltigkeit der Vorteile des Projekts. Ein Multistakeholder-Ansatz, der die Ebenen vom ländlichen Raum über den Bezirk bis hin zur nationalen Ebene einbezieht, ist für die Erzielung der angestrebten Wirkungen unerlässlich.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Das Projekt wird finanziert durch:
- EU*
- DEZA
*Dies wird von der Europäischen Union finanziert/kofinanziert. Der Inhalt liegt in der alleinigen Verantwortung von Caritas Schweiz und spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung der Europäischen Union wider.


