Bosnien und Herzegowina: Projekt P220056

Bekämpfung von Klimawandel und Energiearmut durch Energieeffizienz und erneuerbare Energien

 
 

Kontext und Problemstellung

Die aktuelle globale Krise macht die Notwendigkeit zur Bekämpfung des Klimawandels und exponentiell steigender Energiekosten der Haushalte dringlicher denn je. Die Caritas Schweiz bietet lokalen institutionellen und zivilgesellschaftlichen Akteuren Lösungen zur praktischen Linderung der Energiearmut bei gleichzeitiger Anpassung an die Folgen des Klimawandels an. Das Projekt bietet innovative Alternativen zur Nutzung fossiler Brennstoffe für die Beheizung öffentlicher Gebäude wie etwa die Nutzung geothermischer Energie. Innovative Refinanzierungsansätze wie Verträge mit Energiedienstleistern bilden eine praktikable Grundlage zur Erreichung der Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen. 

Aktuelle Krisen wie Krieg in Europa, Pandemie, und Fachkräftemangel in Westeuropa beschleunigen die Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte aus Bosnien und Herzegowina (BiH) exponentiell. Ohne die benötigten Fachkräfte wird die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende aber nicht möglich sein. Das vorliegende Projekt verstärkt deswegen auch die Anstrengungen für eine praxis- und bedarfsorientierte Berufsausbildung. Durch intensive Kooperation mit dem Privatsektor wird die Attraktivität der Arbeit im Energiesektor in Bosnien-Herzegowina gesteigert und dem auf der Bevölkerung lastenden Abwanderungsdruck entgegen gewirkt.

 

Unsere Ziele

24 öffentliche Gebäude werden ihren Energieverbrauch, Kosten und Treibhausgasemissionen durch die Nutzung erneuerbarer Energiequellen erheblich senken. Darüber hinaus wird das Projekt mit ausgewählten Kommunalverwaltungen zusammenarbeiten, um den Zugang der lokalen Haushalte zu modernen und erschwinglichen Energiedienstleistungen und -quellen zu verbessern und ihre Energiearmut zu verringern. Bestehende und künftige Fachkräfte, die auf Energieeffizienz und Technologien für erneuerbare Energien spezialisiert sind, werden mehr praktisches Wissen erwerben und ihre lokale Beschäftigungsfähigkeit verbessern.

 

Unsere Wirkung

Das Projekt basiert auf einem systemischen Ansatz mit verstärktem Einbezug lokaler Behörden als Hauptverantwortliche für die Linderung der Energiearmut. 

Ein für die Nachhaltigkeit ausschlaggebender Aspekt ist die enge Einbindung von und Zusammenarbeit mit Zielgemeinden und lokalen Schulbehörden sowie dem Ministerium für Raumplanung, das dieses Projekt maßgeblich mitfinanziert. Die starke und partizipative Einbindung dieser öffentlichen Behörden ist für die notwendige Eigenverantwortung, Wartung und Nachhaltigkeit der Maßnahmen essenziell. 

Bei der Erwachsenenbildung im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien ist neben verschiedenen Berufsschulen eine enge Zusammenarbeit mit dem Privatsektor vereinbart: dadurch wird bestmögliche Nachhaltigkeit in Bezug auf angebotene Ausbildungen mit anschließend gesicherter Beschäftigung gewährleistet.

 

Themen und Ansätze

Bereits seit 2016 fokussiert die CACH IZA Strategie die Bekämpfung des Klimawandels unter starker Bezugnahme auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz. In BiH setzte die CACH bereits seit über 10 Jahren diverse Projekte im Bereich Energieeffizienz um und genießt diesbezüglich eine ausgezeichnete Reputation in Bosnien-Herzegowina.

Die Erfahrungen insbesondere in den Bereichen der Bekämpfung von Energiearmut und der Förderung von innovativen Refinanzierungsmodellen für Investitionen in die Themen erneuerbaren Energien und Energieeffizienz, wurden in einer ersten Projektphase ab 2016 etabliert und seit 2019 ausgebaut. 

Diese Ansätze und Projektstränge wurden ergänzt durch Investition in kontinuierliche Bemühungen mit dem Privat- und Bildungssektor, um die Ausbildung von Fachkräften in diesen Bereichen generell zu verbessern und sie praxisnah und relevant für die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu machen. 

In Fortsetzung des 2016 lancierten 3-phasigen Programmes wird besonderes Augenmerk auf eine stärkere Institutionalisierung und Verankerung in den Strategien und der Budgetierung lokaler Behörden, der Privatwirtschaft und der lokalen Zivilgesellschaft gelegt.

 

Projekt P220056

Thema
Klimawandel, Einkommen und Migration


Projektdauer
01.07.2022 – 31.12.2024


Budget
1 900 000 Schweizer Franken


Projektgebiete
Kantone Tuzla und Zenica-Doboj (Föderation BiH) 
und Stadt Bijeljina (Republika Srpska)


Zielgruppen
Städtische und ländliche Bevölkerung, Gemeindeverwaltungen


Finanziert durch
DEZA, verschiedene Gemeinde- und Kantonalverwaltungen sowie Ministerien auf föderaler Ebene

 

Die Klima-Projekte der Caritas

Bei unseren Klimaprojekten stehen der Mensch und seine Lebenssituation im Zentrum. Unsere Projekte helfen den ärmsten Betroffenen, mit den Folgen des Klimawandels und den daraus entstehenden Wetterextremen wie Dürren und Wirbelstürmen umzugehen. Wir unterstützen Kleinbauernfamilien dabei, trotz der stark veränderten Bedingungen eine ertragreiche Ernte zu erzielen und neue Einkommensquellen zu erschliessen. Gemeinsam mit der Bevölkerung schützen, erhalten und rehabilitieren wir die natürlichen Lebensgrundlagen wie Seen, Wälder oder Böden. Wir fördern zudem die nachhaltige und effiziente Nutzung von Energie, die Familien und ganzen Gemeinschaften Wege aus der Armut ermöglicht.

 

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