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Bangladesch

Hilfe für nach Bangladesch geflüchtete Rohingya

Fast eine Million Angehörige der Rohingya sind vor Gewalt und Unterdrückung aus Myanmar ins benachbarte Bangladesch geflohen. Ihre Lage ist prekär. Caritas Schweiz leistet Nothilfe für 50'000 Flüchtlinge. 

 

Der Alltag der Rohingya in Myanmar ist seit Jahrzehnten von Unterdrückung, Ausgrenzung und Gewalt geprägt. Beim letzten gewaltsamen Angriff durch das Militär im August 2017 kam es zu einer Massenflucht nach Bangladesch. Gegen eine Million Rohingya, darunter viele Frauen und Kinder, haben in der Grenzregion um Cox’s Bazar im Distrikt Chittagong im Südosten Bangladeschs Schutz gesucht. Sie sind massiv traumatisiert von der Gewalt in Myanmar und haben alles verloren.

Doch auch in Bangladesch ist ihre Situation sehr schwierig. Die Flüchtlinge unterliegen strikten Auflagen, dürfen sich nicht frei bewegen und nicht arbeiten. Die meisten leben in Zelten auf engstem Raum. Die Hygienezustände sind desolat. Es gibt kaum fliessendes Wasser oder Trinkwasser, und es fehlt überall an sanitären Anlagen. Menschenhändler machen sich die Situation zu Nutze. «Gerade Mädchen und Frauen sind grossen Risiken ausgesetzt», sagt Amrita Rozario, Mitarbeiterin von Caritas Schweiz in Bangladesch. «Die Bedürfnisse sind immens.»

 

Impressionen aus den Camps

 

Die Hilfe von Caritas Schweiz

Caritas Schweiz hat im Camp Kutupalong zwei Projekte im Umfang von insgesamt 1,3 Millionen Franken gestartet. In Zusammenarbeit mit Caritas Bangladesch und mit Unterstützung der Glückskette investieren wir in die Infrastruktur. Um die Hygienesituation langfristig und signifikant zu verbessern, reparieren wir mit Hilfe von lokalen Handwerkern 115 Grundwasser-Brunnen, 275 Latrinen und 180 Waschhäuser und schulen die Camp-Bewohnerinnen und -Bewohner in deren Unterhalt. Des Weiteren werden 405 mittelfristige Hütten mit einer Lebensdauer von etwa drei Jahren gebaut. Sie halten auch leichteren Stürmen stand. Damit nicht nur die Gebäude, sondern auch das Siedlungsgebiet insgesamt stabiler und sicherer werden, verbessern wir Abwasserkanäle und Fusswege oder festigen das Gelände, um Erdrutschen und Überschwemmungen vorzubeugen.

Zudem verteilt die Caritas Kochgas, damit die Familien Mahlzeiten zubereiten können ohne langwierige und im komplett abgeholzten Umland ohnehin nicht nachhaltige Holzsuche.

Die verschiedenen Massnahmen kommen insgesamt etwa 50'000 Flüchtlingen zugute.

Die Hilfe des Caritas-Netzes

Caritas Bangladesch versorgt mit Unterstützung der Caritas Schweiz und anderen Organisationen aus dem internationalen Caritas-Netz Rohingya-Flüchtlinge in der Region um Cox’s Bazar und in weiteren Gegenden. Sie verteilt Nahrungsmittel und Haushaltsartikel wie Plastikplanen, Geschirr oder Decken an tausende Familien. Zudem versorgt sie die Menschen mit Hygienekits, die Seifen, Windeln, Wasserkanistern, Eimern und andere grundlegende Hygieneartikel enthalten. Die Hilfe von Caritas Bangladesch erreicht rund 275‘000 Menschen.

 

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