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Bangladesch

Hilfe für nach Bangladesch geflüchtete Rohingya

Fast eine Million Angehörige der Rohingya sind vor Gewalt und Unterdrückung aus Myanmar ins benachbarte Bangladesch geflohen. Ihre Lage ist prekär. Caritas Schweiz leistet Nothilfe für 11'700 Flüchtlinge. 

 

Der Alltag der Rohingya in Myanmar ist seit Jahrzehnten von Unterdrückung, Ausgrenzung und Gewalt geprägt. Beim letzten gewaltsamen Angriff durch das Militär Ende August 2017 kam es zu einer Massenflucht nach Bangladesch. Gegen eine Million Rohingya, darunter sehr viele Frauen und Kinder, habenin der Grenzregion um Cox’s Bazar im Distrikt Chittagong im Südosten Bangladeschs Schutz gesucht. Sie sind massiv traumatisiert von der Gewalt in Myanmar und haben alles verloren.

Doch auch in Bangladesch ist ihre Situation höchst prekär. Die Flüchtlinge unterliegen strikten Auflagen, dürfen sich nicht frei bewegen und nicht arbeiten. Die meisten leben in provisorischen Camps, viele müssen unter freiem Himmel schlafen. Es fehlt überall an sauberem Trinkwasser, sanitären Anlagen und medizinischer Versorgung. Auch Nahrungsmittel sind knapp. Besonders gefährdet sind verwundbare Menschen wie unbegleitete Frauen mit Kindern. «Mütter mit zwei oder mehr Kindern geraten in akute Notsituationen. Kleinkinder bekommen nicht genug zu essen. Mädchen und Frauen sind grossen Risiken ausgesetzt», sagt Amrita Rozario, Mitarbeiterin von Caritas Schweiz in Bangladesch. «Die Bedürfnisse sind immens.» Mit der bevorstehenden Monsunzeit droht eine massive Verschlimmerung der Situation in den Camps.

 

Die Caritas vor Ort

 

20. Mai 2018: Fabrice Boulé, Leiter Kommunikation Westschweiz, berichtet von der Lage im Flüchtlingslager Kutupalong bei Cox's Bazar.

 

Das Caritas-Netz versorgt Flüchtlinge in der Grenzregion

Caritas Bangladesch versorgt mit Unterstützung der Caritas Schweiz und anderen Organisationen aus dem internationalen Caritas-Netz Rohingya-Flüchtlinge in der Region um Cox’s Bazar und in weiteren Gegenden. Sie verteilt Nahrungsmittel und Haushaltsartikel wie Plastikplanen, Geschirr oder Decken an tausende Familien. Zudem versorgt sie die Menschen mit Hygienekits, die Seifen, Windeln, Wasserkanistern, Eimern und andere grundlegende Hygieneartikel enthalten. Die Hilfe von Caritas Bangladesch erreicht rund 250‘000 Menschen.

Die Hilfe von Caritas Schweiz

Die Caritas Schweiz hat zudem ein Projekt im Umfang von 870'000 Franken gestartet. In Zusammenarbeit mit Caritas Bangladesch verteilt sie Hygiene- und Schutzausrüstungen für 11'700 Personen (1800 Familien). Jede Familie erhält Hygiene-Ausrüstungssets mit Wasserbehältern und Trinkbechern, Reinigungsartikel, Toilettenartikel insbesondere für Kinder, Nagelklipper sowie Hygieneartikel für Mädchen und Frauen. Zudem erhalten die Familien Moskitonetze, Koch- und Essutensilien und diverse Materialien für den Aufbau von Zelten.

Mit der Hilfe von lokalen Handwerkern baut Caritas Schweiz 10 Grundwasser-Brunnen. Die Brunnen verschaffen insgesamt 500 Familien Zugang zu Trinkwasser. Zudem werden 40 Latrinen errichtet, die von insgesamt 2000 Personen genutzt werden können. Im Weiteren entstehen 20 Waschhäuser, die 1000 Bewohnerinnen und Bewohnern der Flüchtlingscamps für die persönliche Hygiene zur Verfügung stehen. Die Glückskette unterstützt das Projekt.

Immer noch fliehen weitere Menschen aus Myanmar nach Bangladesch. Um ihre Hilfe auszuweiten, ist Caritas Schweiz auf Unterstützung angewiesen. Besten Dank für Ihre Spende auf das Konto 60-7000-4 (Vermerk: «Rohingya»).

 

Impressionen aus Südbangladesch

 

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