Syrien

Bargeldhilfe in regenerierenden Märkten in Syrien

Über drei Viertel der syrischen Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Wirtschaft im kriegsgebeutelten Land ist komplett zusammengebrochen. Die Menschen müssen zunehmend hohe Risiken in Kauf nehmen, um ihren Lebensunterhalt sichern zu können. Mit diesem Projekt werden über ein Jahr hinweg besonders gefährdete, verletzbare Familien mit Bargeld unterstützt. Sie können so selbst entscheiden, welche Ausgaben sie tätigen möchten.

 

Land / Region / Ort
Aleppo und Damaskus, Syrien


Zielgruppe
1‘050 vulnerable syrische Haushalte (ca. 6‘000 Personen) und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zwei lokalen Hilfsorganisationen


Mittelbedarf
1‘404‘633 Schweizer Franken


Projektdauer
01.06.2019 bis 31.05.2020 


Projektnummer
P190039


Projektziel
Beitrag zur Resilienz und zum Schutz von mehr als 1‘050 vulnerablen syrischen Haushalten


Projektverantwortlicher
Richard Asbeck, Tel: 041 419 22 29, rasbecknot shown@caritasto make life hard for spam bots.ch

 
 

Worum geht es?

In Syrien sind weiterhin 6,2 Millionen Menschen intern vertrieben. Selbst im Jahr 2018, dem achten Kriegsjahr, wurden mehr als 1,5 Millionen Personen neu vertrieben. Nach Angaben der Vereinten Nationen leiden immer noch mehr als 30% der Einwohnerinnen und Einwohner unter Ernährungsunsicherheit. Darunter befinden sich auch Teile der Bevölkerung, die von akuter und chronischer Unterernährung betroffen sind.

Die Resilienz der Syrerinnen und Syrer hat erheblich abgenommen. Geschätzte 83% der syrischen Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Diesen Umstand verdeutlicht, dass beispielsweise ungelernte Arbeiterinnen und Arbeiter bis zu 80% ihres Einkommens allein für die Nahrungsversorgung ausgeben müssen.
Die Belastung der Haushalte durch Mangel und Armut hat zunehmend erhebliche negative Reaktionen und Verhaltensweisen bei der betroffenen Bevölkerung hervorgerufen. So reduzieren Haushalte ihren Nahrungsmittelkonsum, die Medikamenteneinnahme und andere lebensnotwendigen Ausgaben, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Auch werden zunehmend Kinder für den Einkommenserwerb der betroffenen Haushalte eingesetzt. Mädchen werden oftmals vor Erreichen der Volljährigkeit verheiratet.

Die Basisunterstützung der syrischen Bevölkerung ist nicht gewährleistet und die staatliche Versorgung der Bevölkerung reicht nicht aus, um den hohen Anteil an vulnerablen Haushalte vor einer weiteren Verelendung zu schützen. Die Menschen sind trotz einer Abnahme der militärischen Gewalt in Syrien stark gefährdet und für das Überleben auf die Unterstützung von Hilfswerken angewiesen. 

Die Krise bedroht grosse Teile der Bevölkerung und lässt eine Rückkehr von Flüchtlingen derzeit noch nicht zu.

 

Was tun wir?

Im Rahmen dieses Projekts fördert Caritas Schweiz gemeinsam mit den beiden lokalen Partnern Caritas Syrien (CS) und dem Griechisch-Orthodoxen Patriarchat von Antiochia (GOPA) die Resilienz von ca. 1‘050 von Armut betroffenen Haushalten. Etwa 6‘000 Personen werden durch die Verteilung von sogenannten cash grants 12 Monate lang versorgt. Die Entscheidung über die konkrete Verwendung dieser Hilfszahlungen liegt allein und frei beim Empfänger. So kann der Haushalt selbstständig und effizient nötige Ausgaben tätigen. Das Projekt wird durch ein Konsortium von kirchennahen Organisationen unter der Führung von Caritas Schweiz geleitet. Zu den technischen und unterstützenden Partnerorganisationen gehören auch Caritas Österreich, die holländische Cordaid und die deutsche Diakonie Katastrophenhilfe.

Das Projektkonsortium identifiziert zunächst betroffene Haushalte. Hierfür wird der minimum expenditure basket festgestellt, der die Höhe des cash grants bestimmt. Ebenso wird bei der Registrierung der Haushalte die Vulnerabilität des jeweilig betroffenen Haushaltes determiniert. Im Anschluss daran wird über eine Geldkarte oder einen anderen Transaktionsmechanismus regelmässig eine Zahlung an die Haushalte getätigt. 

Ein weiteres Projektziel ist die institutionelle Förderung der beiden lokalen Partner CS und GOPA. Im Sinne einer stärkeren lokalen Verankerung der Hilfe werden die Kapazitäten der beiden Partnerorganisationen bei der Konzeption, Implementierung und Monitoring von Bargeld-basierten Interventionen gefördert. Caritas Schweiz und die anderen Konsortiumspartner bereiten daher die lokalen Organisationen regelmässig durch Training, Beratung und Prozessoptimierung auf eine grössere Selbstständigkeit vor. Letztendliches Ziel des Projekt ist es, die Resilienz von syrischen Haushalten mit einer stärkeren Förderung von Kapazitäten syrischer Hilfswerke zu kombinieren.

 

Ihre Spende

 
Ersatzinhalt-Startseite-Standard-DE
 
 

Caritas Schweiz
Adligenswilerstrasse 15
Postfach
CH-6002 Luzern

 

PC 60-7000-4
IBAN CH69 0900 0000 6000 7000 4
Spenden können bei den Steuern in Abzug gebracht werden.

 

Spenden­beratung

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne persönlich. 

MEHR