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Südsudan

Verbesserung der sanitären Anlagen und Einrichtung von Schulgärten in elf Schulen («Blue Schools»)

Aufgrund der verheerenden Kombination aus Krieg, Gewalt und Dürre sind im Südsudan mehr als sechs Millionen Menschen von einer akuten Lebensmittelknappheit betroffen. In diesem Projekt stellt die Caritas die Kinder in den Fokus. In elf Schulen sollen in der Region Ikwotos durch den holistischen Ansatz «Blue School» sowohl die Wasserversorgung, die Hygiene, die sanitären Einrichtungen sowie das Wissen der Schülerinnen und Schüler um Ernährung, biologische Anbaumethoden und nachhaltige Land- und Wassernutzung mithilfe spielerischer Lernmethoden verbessert werden.

 

Land / Region / Ort
Ikwoto, Geria und Kidepo Valley in der Provinz Torit, Region Eastern Equatoria, Südsudan


Zielgruppe
Etwa 7'500 Schulkinder und Lehrer


Mittelbedarf
472'392 Schweizer Franken


Projektdauer
1.10.2018 bis 31.07.2019


Projektnummer
P180045


Projektziel
In elf Schulen die Wasserversorgung sicherstellen, die sanitären Einrichtungen verbessern und durch Schulgärten und nachhaltige Landnutzung die Verbreitung von Unterernährung bei Kindern reduzieren


Projektverantwortliche
Pamela Stathakis, Tel: 041 41922 88, pstathakisnot shown@caritasto make life hard for spam bots.ch


Abteilung
Katastrophenhilfe Ausland

 
 

Worum geht es?

Seit im Dezember 2013 bewaffnete Kämpfe zwischen Anhängern des Präsidenten und des zuvor abgesetzten Vize-Präsidenten ausgebrochen sind, ist der Südsudan von grossen politischen und sozialen Unruhen betroffen. Auch wenn im September 2018 ein neuer Friedensvertrag unterzeichnet wurde, ist die Situation im Lande noch lange nicht stabil und friedlich. Die Zivilbevölkerung war von der generellen Unsicherheit und den Kampfhandlungen stark betroffen, was sich in rasant anwachsenden Zahlen intern Vertriebener niedergeschlagen hat. Aufgrund des Konfliktes hatten viele Bauern Angst davor, ihre Felder zu beackern; die lokalen Märkte werden seit langem wegen ausbleibender Ernten und der politischen Unsicherheit nicht mehr mit Lebensmitteln versorgt.

Im Projektgebiet sind viele Marktstände leer; die Geschäfte sind geschlossen. Die wirtschaftliche Krise und der Wertverlust des südsudanesischen Pfund haben dazu beigetragen, dass die Bevölkerung sich keine Lebensmittel leisten kann, um die ausfallende Ernte zu kompensieren und damit ihre Grundbedürfnisse zu sichern. Ein Grossteil der Bevölkerung ist von der Lebensmittelknappheit betroffen und kaum dazu fähig, die eigene Ernährung sicherzustellen: gemäss Analysen vom März 2018 ist weniger als die Hälfte der Bevölkerung in der Lage, genügend Lebensmittel zu produzieren oder zu erwerben, um die eigenen Bedürfnisse abzudecken. Zudem leidet über eine Million Kinder unter fünf Jahren an Unterernährung. 

Im Projektgebiet stellt zusätzlich zur Lebensmittelknappheit auch der mangelnde Zugang zu Wasser ein grosses Problem dar. Gemäss offiziellen Statistiken hat mehr als die Hälfte der südsudanesischen Bevölkerung (mehr als sechs Millionen Menschen) keinen genügenden Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen. Mit der wirtschaftlichen Krise sind die Behörden auch nicht in der Lage, die bestehende Infrastruktur in Stand zu halten, vor allem in ländlichen Gebieten. Besonders Kinder sind dadurch vermehrt Krankheiten wie Cholera ausgesetzt, die durch den Mangel an Wasser und Hygiene verursacht werden. 

 

Was tun wir?

Caritas Schweiz ist seit mehr als 40 Jahren im Südsudan aktiv tätig. Seit 1999 konzentrieren sich die Aktivitäten im Bereich Entwicklung und Nothilfe auf die Region Eastern Equatoria. In den vergangenen Monaten wurde ein Nothilfeprojekt durchgeführt mit dem Ziel, der von Dürre und Krieg betroffenen Bevölkerung in der Region Ikwotos in Eastern Equatoria einen verbesserten Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen und die Ernährungssicherheit in den Projektgebieten zu verbessern. Dieses Nothilfeprojekt wurde Ende September 2018 abgeschlossen.

Weil Kinder immer noch zu der verwundbarsten Bevölkerungsgruppe gehören und im Projektgebiet stark von Unterernährung und mangelndem Zugang zu Wasser und Hygiene betroffen sind, möchte Caritas in diesem neuen Projekt den Fokus auf Kinder setzen. Mit dem Projekt soll einerseits für Schulkinder der Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen verbessert und andererseits auch eine bessere Ernährung der Kinder und eine nachhaltigere Nutzung der landwirtschaftlichen Ressourcen erreicht werden. Der «Blue School»-Ansatz, der hierfür genutzt wird, wurde vom Swiss Water & Sanitation Consortium (SWSC), dem auch Caritas Schweiz angehört, entwickelt und von der Caritas bereits in mehreren Ländern erfolgreich angewendet.

Das Projekt hat zum Ziel, in 11 Schulen in der armen und von der Dürre betroffenen Region Ikwotos durch den holistischen «Blue School» Ansatz sowohl die Wasserversorgung, die Hygiene, die sanitären Einrichtungen sowie das Wissen der Schülerinnen und Schüler um Ernährung, biologische Anbaumethoden und nachhaltige Land- und Wassernutzung zu verbessern.

Die erste Komponente des Projektes (Wasser und Hygiene) beinhaltet die Reparatur und Ausweitung der sanitären Infrastruktur und der Trinkwasseranlagen in den Schulen. Einige der Schulen haben überhaupt keine sanitären Anlagen; in diesen Schulen sollen deshalb neue Latrinen - getrennt für Mädchen, Buben und Lehrer - gebaut werden. Zusätzlich geht es hier auch um die Unterrichtung von Methoden zur Verbesserung der Hygiene. Für die Vermittlung von Wissen um Hygiene soll die von Caritas Schweiz speziell für Kinder entwickelte CHAST-Methodik (Children's Hygiene and Sanitation Training) eingeführt werden. Damit werden die Kinder spielerisch an die Thematik herangeführt. Sie werden mit den Ursachen von Krankheiten vertraut gemacht und lernen beispielsweise in Rollenspielen oder über Memorys gute von schlechten Hygiene-Praktiken zu unterscheiden.

Die zweite Komponente des Projektes beinhaltet die Einrichtung von Schulgärten, mit denen den Lernenden eine nachhaltige Nutzung von Land und Boden, ein verbesserter Umgang mit Abfall durch Kompostieren, verbessertes Wissen um Ernährung und vitaminreiche Lebensmittel und umweltfreundliche Anbaumethoden beigebracht werden sollen. Auch die Pflanzung von Nadel- und Fruchtbäumen um die Schulen herum soll dazu beitragen, dass die Schüler die Grundelemente einer guten Bodenbewirtschaftung erlernen. Durch das neu erlernte Wissen der Schülerinnen und Schüler über die Zusammenhänge der Umwelt und die nachhaltige Nutzung von Wasser und Land werden sich indirekt auch die Familienmitglieder der Lernenden und somit auch die Bevölkerung in den Dörfern ein verbessertes Bewusstsein für nachhaltige Wassernutzung und umweltfreundliche Anbaumethoden aneignen. 

Die von Caritas Schweiz bereitgestellte Unterstützung in den Schulen folgt dem staatlichen Lehrplan und den Richtlinien der Regierung. Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen und dem Ministerium für Bildung wird sichergestellt, dass die neu eingeführten Lektionen in Hygiene, Wasser- und Landnutzung und Ernährung eng in den bestehenden Unterricht eingebettet werden. 

 

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