Ukraine, Polen, Moldawien, Rumänien und Slowakei

Hilfe für die vom Krieg in der Ukraine betroffenen Menschen

Caritas Schweiz leistet humanitäre Hilfe und versorgt Menschen in der Ukraine mit dem Nötigsten. In den Nachbarländern Polen, Moldawien, Rumänien und der Slowakei unterstützt die Caritas Aufnahme, Unterbringung und Versorgung der Geflüchteten.

 

Der Krieg in der Ukraine hat eine humanitäre Katastrophe ausgelöst. Die Menschen haben ihre Lebensgrundlage verloren, Familien wurden auseinandergerissen. Geflüchtete und Zurückgebliebene sind traumatisiert von den Schrecken des Krieges.

 

Durch die neusten Entwicklungen hat sich die humanitäre Lage in der Ukraine massiv verschärft. Teile der zivilen Infrastruktur wurden zerstört – viele Häuser, Schulen und medizinische Einrichtungen beschädigt. Ganze Gebiete betroffener Städte waren ohne Strom, Wasser, Internet oder Mobilfunkverbindung. 

Die Versorgung der Betroffenen ist unter den aktuellen Umständen mit grossen Herausforderungen verbunden. Denn die Sicherheitslage ist angespannt, Kommunikationswege sind immer wieder unterbrochen und die Energieversorgung wurde stark beschädigt.

Die Situation spitzt sich zu, besonders was die dringlichen Vorbereitungen für den Winter betrifft. Trotz schwierigsten Bedingungen führt die Caritas ihre Hilfe in der Ukraine fort, wo immer möglich. Danke, dass Sie mit uns an der Seite der Menschen in Not stehen.

 

Die Caritas hilft Notleidenden in der Ukraine

Die Lage in der Ukraine ist katastrophal. 17,7 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Es fehlt an notwendigen Gütern wie Nahrung, Wasser und Medikamenten. Das tägliche Leben ist schwierig. Wichtige Infrastruktur ist zerstört, die Stromversorgung nicht überall gewährleistet.

Überlebensnotwendige Güter

Die Caritas in der Ukraine versorgt in über 70 Zentren und mit mobilen Teams Menschen im ganzen Land mit Lebensnotwendigem: mit Schlafplätzen, Essen, sauberem Trinkwasser, Hygieneartikeln und Medikamenten. Vor allem Frauen und Kinder bekommen wichtige Unterstützung, zum Beispiel durch kinderfreundliche Räume, in denen Kinder an Freizeitaktivitäten teilnehmen können, um mit der psychischen Belastung besser umgehen zu können. Die lokalen Caritas-Zentren unterstützen Personen auch bei den Vorbereitungen für den Winter, dem viele mit grosser Sorge entgegenschauen.

Seit Kriegsbeginn hat die Caritas in der gesamten Ukraine über 4 Millionen Menschen unterstützt. In unermüdlichem Einsatz leisten über Tausend Caritas-Mitarbeitende und unzählige Freiwillige diese Hilfe. Aufgrund der Kriegshandlungen muss die humanitäre Arbeit an manchen Orten zur Sicherheit der Mitarbeitenden und der begünstigten Personen unterbrochen oder angepasst werden.

 

Bargeldhilfe

War die Hoffnung auf ein schnelles Kriegsende zu Beginn gross, ist die Bevölkerung in der Ukraine heute gezwungen, längerfristige Lösungen zu finden. Die Ersparnisse vieler Familien neigen sich inzwischen dem Ende zu, Tausende haben ihren Job verloren. Im Südosten der Ukraine unterstützt Caritas Schweiz schutzbedürftige Familien auf der Weiterreise mit Bargeld-Soforthilfe. In und um die Stadt Odessa lassen sich vertriebene Familien auch längerfristig nieder. Sie und ihre Gastfamilien erhalten über sechs Monate finanzielle Unterstützung, um sich eine neue Lebensgrundlage aufbauen zu können und dringend nötige Vorbereitungen für den Winter zu treffen.

«Die Bargeldhilfe ermöglicht den Familien, in Würde für sich selbst aufkommen zu können. Gleichzeitig wird die lokale Wirtschaft gestärkt», erklärt Lukas Voborsky, Direktor Ukraine Crisis Response bei Caritas Schweiz. Ergänzend dazu bietet die Caritas den Menschen psychosoziale Unterstützung an, um die Erfahrungen im Krieg und traumatische Erlebnisse besser verarbeiten zu können.

 

«Ich hatte grosse Angst um meine Tochter.»
Tatyana Arvat flüchtete mit ihrer Tochter aus der Stadt Mykolaiv am Schwarzen Meer nach Moldawien. Die 33-Jährige zögerte lange vor der Flucht, denn sie liess Ehemann und Mutter zurück. «Als die Häuser und Strassen im Stadtzentrum zerbombt wurden, mussten wir trotzdem über eine Flucht nachdenken. Es ist beängstigend. Du weisst nicht, was dich erwartet und hast dein Kind auf dem Arm. Ich hatte weniger Angst um mich selbst, aber um meine Tochter.» Nach einer beschwerlichen Reise fanden die beiden in einem Caritas-Zentrum in Moldawien Sicherheit und freundlichen Empfang. «Ich träume davon, dass der Krieg aufhört», sagt Tatyana und hofft darauf, irgendwann in ihre Heimatstadt zurückzukehren. 

 


Hilfe in den Nachbarländern

7,4 Millionen Menschen sind auf der Suche nach Schutz aus der Ukraine über die Grenze geflüchtet. Die Versorgung und längerfristige Unterbringung der Geflüchteten stellen die Nachbarländer vor grosse Herausforderungen.

Caritas Schweiz leistet in Zusammenarbeit mit den lokalen Caritas-Organisationen in Polen, Rumänien, Moldawien und der Slowakei Unterstützung. Geflüchtete werden mit dem Nötigsten versorgt, wie Essenspaketen, Medikamenten oder Hygieneprodukten. In ihren Zentren unterstützt die Caritas diese Menschen zudem mit Angeboten wie Sprachkurse, Berufsberatung und Kinderbetreuung. Darüber hinaus wurden längerfristige Unterkünfte eingerichtet. Hier kommen beispielsweise evakuierte Kinder aus Waisenheimen in der Ukraine unter. Psychologische Unterstützung und rechtliche Beratungen sind weitere Pfeiler der Hilfe.

 
 

(Klick aufs Fähnchen für mehr Infos pro Land)

 

Die Glückskette, die DEZA und Cordaid unterstützen die Bargeldhilfe in der Ukraine. Das Projekt in Polen wird ebenfalls von der Glückskette unterstützt.

Die Bedürfnisse werden auch in den nächsten Monaten enorm sein und noch jahrelang weiterbestehen. Caritas Schweiz engagiert sich daher langfristig in der Ukraine und Nachbarländern und ist dafür weiterhin dringend auf Unterstützung angewiesen.

 

Ihre Spende

 
 

Nothilfe an der ukrainisch-polnischen Grenze, März 2022

 

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