Corona-Krise: Unsere Solidarität mit armen Ländern ist gefordert

Für die Ärmsten in Entwicklungsländern sind die Folgen der Corona-Krise gravierend. Weltweit steigt derzeit die Armut. Und immer mehr Menschen leiden an Hunger. Zum Schutz der verletzlichsten Menschen sind Hygienemassnahmen, medizinische Unterstützung und humanitäre Nothilfe nötig. Der Kampf gegen Armut erhält neue Dringlichkeit.

 

Die zweite Welle der Corona-Pandemie trifft viele Entwicklungs- und Schwellenländer heftig. In Indien und Nepal ist die Lage in den vergangenen Wochen komplett ausser Kontrolle geraten. Beinahe 30 Millionen Menschen sind allein in Indien schon an Covid-19 erkrankt. In Lateinamerika sind bereits mehr als eine Million Menschen an Corona gestorben, die Dunkelziffer der Todesopfer dürfte weitaus höher liegen. Gerade ein Prozent aller Covid-19-Impfungen weltweit wurde in afrikanischen Ländern verabreicht, versprochene Lieferungen verzögern sich oder fallen aus.

 

Die ärmsten Menschen trifft es am härtesten

In den Entwicklungsländern wirkt sich die Covid-19-Pandemie fatal aus: Vielerorts mangelt es an den einfachsten Behandlungsmöglichkeiten. Angemessene Gesundheitssysteme fehlen. Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Lockdown-Massnahmen sind katastrophal. Viele Menschen haben weder geregelte Arbeitsverhältnisse noch Ersparnisse, auf die sie zurückgreifen können. Ohne ein öffentliches, funktionierendes Sozialsystem verlieren sie rasch jede Existenzgrundlage.

Wie immer trifft es auch in der aktuellen Krise die ärmsten und verletzlichsten Bevölkerungsteile besonders schlimm. Schon in normalen Zeiten leben sie von der Hand in den Mund. Nun werden die Ärmsten gänzlich in Hunger und Not getrieben: Sie leiden an staatlich verordneten Ausgangssperren und der einbrechenden Wirtschaft. Ohne Einkommen haben sie kein Geld für Medikamente, kein Geld für genügend Nahrung. Die Menschen leiden unter höheren Lebensmittelpreisen und daran, dass ihnen ihre Angehörigen im Ausland weniger Geld (sogenannte Rimessen) zurücküberweisen können.

 

Massnahmen von Caritas Schweiz in den Projektländern

Caritas Schweiz engagiert sich dafür, die fatalen Folgen für die Schwächsten der Gesellschaft abzumildern. Wir verstärken in den Projektländern die Hygienemassnahmen, sensibilisieren und leisten Überlebenshilfe. Für diese Hilfe setzt Caritas Schweiz 5,6 Millionen Franken ein.

Erfahren Sie, wie die Caritas seit Beginn der Krise weltweit konkret hilft (Details beim Klick aufs Fähnchen): 

 
 

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Leisten Sie dringend benötigte Hilfe

Mit 40 Franken finanzieren Sie z. B. Hygieneartikel und Schutzmasken für zwei Familien.

Mit 80 Franken sichern Sie z. B. die Grundbedürfnisse einer Familie für einen Monat.

Mit 125 Franken ermöglichen Sie z. B. Schutzkleidung für fünf nepalesische Pflegepersonen.

 

Solidarität über Grenzen hinweg 

Die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise werfen die weltweite Armuts- und Hungerbekämpfung um Jahre zurück. Erstmals seit den 1990er Jahren steigt die Zahl der «extrem Armen», die mit weniger als 2 Franken am Tag leben, heute wieder an. Laut der Weltbank werden bis Ende dieses Jahres bis zu 150 Millionen Menschen mehr um die nackte Existenz kämpfen. Gleichzeitig hat sich der globale Hunger seit Anfang der Krise beinahe verdoppelt. Gemäss dem Welternährungsprogramm (WFP) befinden sich 270 Millionen Menschen am Rande des Verhungerns.

«Zur Überwindung dieser Krise braucht es eine gesamtgesellschaftliche und weltumspannende Zusammenarbeit. Solidarität darf nicht an den Ländergrenzen enden. Über ein Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie ist es Zeit, dass die Schweiz ihr Engagement erneuert: Sie muss ihre humanitäre und Entwicklungshilfe ausbauen und sich für einen besseren Zugang zu Impfungen für die ärmsten Bevölkerungsteile einsetzen», unterstreicht Patrik Berlinger von der Fachstelle Entwicklungspolitik der Caritas Schweiz.

 

Projektarbeit der Caritas Schweiz betroffen 

Für die Projektarbeit der Caritas Schweiz in rund 20 Ländern ist die Corona-Pandemie auch eine grosse organisatorische Herausforderung. Wir sind von nationalen und internationalen Reiseeinschränkung betroffen. Wir haben aber langjährige Mitarbeitende und Partnerorganisationen vor Ort, die dringende Nothilfe für die Betroffenen leisten. «Wo immer es geht, führen wir unsere Projektarbeit für die betroffene Bevölkerung weiter und versuchen rasch, auf die neuen Bedürfnisse der Menschen zu reagieren und Nothilfe zu leisten», sagt Franziska Koller, Leiterin des Bereichs Internationale Zusammenarbeit der Caritas Schweiz.

Um diese Projekte durchzuführen, ist Caritas Schweiz auf Spenden angewiesen. 

 

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