Unterstützung von Intern Vertriebenen mit Nothilfegütern und Zugang zu sanitären Anlagen

beendet

Äthiopien: Projekt P230032
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Projekt im Detail

Mit mehr als 120 Millionen Menschen ist Äthiopien das zweitbevölkerungsreichste Land Afrikas. Trotz eines starken Wirtschaftswachstums in den letzten Jahren leben mehr als ein Drittel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze von zwei US-Dollar am Tag. Die aktuellen Herausforderungen des Landes sind vielschichtig und mannigfaltig. Aufgrund der geographischen Lage herrscht eine grosse Abhängigkeit von klimatischen Bedingungen.

Die Guji Zone im Süden Oromias gehört zu den stark von der anhaltenden Dürre und von Konflikten betroffenen Gebieten. Nach Angaben des Zonal Disaster Risk Management Office suchten 210’487 intern vertriebene Menschen in der Guji-Zone Zuflucht, die aufgrund von Dürre und Konflikten einen enormen Bedarf an humanitärer Hilfe haben. Darüber hinaus haben nach Angaben der Regierung weniger als 50% der Gesamtbevölkerung Zugang zu einer sicheren Zugang zu sanitären Anlagen.

Diese Schwierigkeiten führen dazu, dass die Bevölkerung an verschiedenen übertragbaren Krankheiten leidet, die auf verschmutztes Wasser und schlechte sanitäre und hygienische Praktiken zurückzuführen sind. Erst im Herbst letzten Jahres ist Cholera in der Region ausgebrochen. Diese Probleme erfordern einen integrierten Ansatz und koordinierte Anstrengungen, damit die dringendsten Grundbedürfnisse der Menschen gedeckt werden können.

Mit der Bereitstellung von essenziellen Hygiene-Gütern sowie die Errichtung von Sanitären Anlagen in Flüchtlings-Camps werden die unmittelbaren Hygiene-Bedürfnisse der Bevölkerung gedeckt und so der Ausbruch von weiteren Infektionskrankheiten verhindert. Zudem wird das Bewusstsein für grundlegende Hygienestandards gestärkt.

Das Projekt wird in drei Camps als Teil eines grösseren Rahmenprojekts im Konsortium mit anderen NGOs umgesetzt, das darauf abzielt, alle Bedarfe der Intern Vertriebenen zu decken. Während Caritas Schweiz Zugang zu Latrinen und Hygieneartikel sicherstellt, kümmern sich unsere Partner COOPI und MIH um die Rehabilitierung der Wasserversorgung und Verteilung von Hilfsgütern wie Zelte und Kochutensilien, Mercy Corps um die medizinische Versorgung und Imagine1Day für die Errichtung von temporären Schulen.

Dank der Hilfe von Caritas Schweiz werden 26 Toiletten errichtet und 570 Haushalte erhalten Hygieneartikel (bspw. Seife, Waschmittel, Shampoo, Zahnbürsten etc.), sowie rund 500 Schulmädchen werden mit sogenannte «Dignity»-Kits ausgestattet, welche unter anderem Damenbinden, Unterhosen und Waschmittel enthalten. Daneben spielen auch auf Langfristigkeit ausgelegte Massnahmen im Bereich Wasser sanitäre Anlagen und Hygiene (Water, Sanitation & Hygiene, WASH) eine wichtige Rolle.

Bewusstseinsstärkende Massnahmen und Trainings zu verbesserten Hygienepraktiken und sicherem Händewaschen gehören hier ebenso dazu, wie die fachgerechte Entsorgung von Fäkalien oder der aktive Einbezug der Gemeinschaften in diesen Fragestellungen. Dadurch wird das Verständnis für Krankheiten, wie z.B. COVID-19 und Cholera, geschärft und deren Ausbreitung bekämpft. Insgesamt werden 28'500 Menschen davon profitieren.

Das vorliegende Projekt läuft unter dem Thema Humanitäre Hilfe. Das übergeordnete Ziel beinhaltet, dass Gemeinschaften in humanitären Krisensituationen ihre Grundbedürfnisse decken können. Die hier vorgesehenen Interventionen tragen des Weiteren dazu bei, dass Menschen in Notlagen einen gesicherten und partizipativen Zugang zu Dienstleistungen haben. In dem Projekt werden speziell Intern Vertriebene Menschen in ihrem Recht Zugang zu Wasser und sanitären Anlagen, wie auch Hygieneartikel zu erhalten und dadurch einer gesundheitsfördernden Umgebung.

Gleichzeitig zielt das Projekt aber auch darauf ab, durch adäquate Hygienestandards und Infrastruktur einer Verbreitung von Infektionskrankheiten in den betroffenen Camps vorzubeugen. Die Begünstigten des Projekts werden anhand eines strikt vorgegebene Auswahlverfahrens und eines eigens dafür ins Leben gerufenen Komitees ausgewählt und registriert. Die breit abgestützte, aktive Beteiligung Gemeindevorstehern und Vertretern der Gemeinden selbst garantiert einen fairen und transparenten Auswahlprozess.

Fakten und Zahlen

Thema

Humanitäre Hilfe

Budget

322'200 Franken

Projektgebiet

Äthiopien, Oromia Region, Guji Zone

Zielgruppen

Intern vertriebene Menschen und Aufnahmegemeinschaften in der Region Oromia, Guji Zone

Finanziert durch

Ethiopia Humanitarian Fund (EHF; durch United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs UNOCHA administriert)

Ihre Spende für das Projekt
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Titelbild: In de Guji Zone werden intern Vertriebene mit Nothilfegütern und dem Zugang zu sanitären Anlagen unterstützt. © Caritas Schweiz