

Stärkung der Widerstandsfähigkeit und des sozialen Zusammenhalts
Überblick
Humanitäre Hilfe, Einkommen
1'377'296 Schweizer Franken
01.12.2023 - 30.11.2026
Mali, Region Mopti, Kreis Bandiagara
Direkt Begünstigte: 1'120 landwirtschaftliche Produzentinnen und Produzenten und 2'800 Mitglieder von 56 Kooperativen
Indirekt Begünstigte: Die Bevölkerung der 56 Interventionsdörfer (41'269 Personen)
Nothilfe: 419 gefährdete Haushalte
P230024
Projekt im Detail
Die malische Gesellschaft ist zahlreichen Risiken ausgesetzt, die sich auf ihr tägliches Leben auswirken. Dazu gehören klimatische Faktoren, Konflikte, politische und sicherheitspolitische Instabilität und eine schwache Wirtschaft. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in ländlichen Gebieten und fast die Hälfte lebt in extremer Armut.
Das Dogon-Plateau im Cercle de Bandiagara, Region Mopti, befindet sich im zentralen Teil Malis. Als Folge der politischen Krise, die Mali seit 2012 erlebt, ist der Cercle de Bandiagara durch die Präsenz radikaler bewaffneter Gruppen bedroht. Der Klimawandel, unzureichendes Ackerland und Wassermangel führen zu zyklischen Strukturkrisen, die durch die Sicherheitskrise und den gewalttätigen Konflikt noch verschärft werden.
Der Grossteil der Bevölkerung von Bandiagara lebt von der Subsistenzlandwirtschaft, obwohl nur 10% des Landes bebaubar sind. Dank des Einfallsreichtums der Gemüsebauern konnten die Anbauflächen in den letzten Jahren vergrössert werden. Die Anpassung an den Klimawandel und das Marktsystem müssen jedoch noch weiterentwickelt und die Kapazitäten zur Reaktion auf Konflikte müssen noch gestärkt werden.
Dieses Projekt baut auf zwei vorangegangenen Phasen (2017 - 2019 bzw. 2020 - 2022) auf.
Das Projekt arbeitet an der Schnittstelle zwischen Entwicklungszusammenarbeit, humanitärer Hilfe und Friedensförderung. Im Zentrum steht der soziale Zusammenhalt mit dem Ziel, die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung von 56 Dörfern in Bandiagara gegenüber klimatischen, wirtschaftlichen, sozialen und sicherheitsrelevanten Schocks zu erhöhen.
Die Entwicklungszusammenarbeit umfasst die institutionelle Stärkung der lokalen Akteure. Sie besteht im Wesentlichen aus Interventionen, die auf die Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion unter Anwendung agrarökologischer Prinzipien, die Erhöhung der Einkommen durch einen verbesserten Marktzugang für Kleinproduzenten und damit die Stärkung der Ernährungssicherheit abzielen. Konkret soll die Produktion von 56 Kooperativen in 56 Dörfern durch die Stärkung ihrer Produktionskapazitäten gesteigert werden. Das Einkommen von 80% der 2'800 Mitglieder dieser Kooperativen wird durch die Diversifizierung der Einkommensquellen und die Verbesserung des Marktzugangs erhöht.
Die humanitäre Hilfe besteht darin, die Kapazitäten des lokalen Umsetzungspartners Caritas Mopti durch sein Programm «Actions de Promotion Humaine» zu stärken, um den Rahmen für die Abstimmung zwischen Nichtregierungsorganisationen und Entwicklungsverbänden (CCPA-NGOs) im Bezirk Bandiagara zu verwalten.
Die am stärksten gefährdeten Haushalte werden während der Dürreperiode unterstützt.
Der Frieden und der soziale Zusammenhalt in den 56 Dörfern werden durch eine Stärkung der Komitees zur Konfliktprävention und -bewältigung sowie eine verbesserte Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen - eine häufige Konfliktquelle auf Gemeindeebene - gestärkt.
Die Situation im Cercle de Bandiagara erfordert eine systematische Integration von Entwicklungszusammenarbeit, humanitärer Hilfe und Friedensförderung. Das Projekt verfolgt daher einen Nexus-Ansatz.
Die technischen und finanziellen Partner des Projekts (Misereor und Caritas Schweiz) arbeiten bereits seit mehreren Jahren partnerschaftlich mit Caritas Mopti zusammen, um zur Verbesserung der Ernährungssicherheit und des Marktzugangs der betroffenen Bevölkerung beizutragen.
Alle Interventionen der Caritas Schweiz in Mali folgen einem Multi-Akteurs- und partizipativen Ansatz. Zielgruppen, Organisationen der Zivilgesellschaft, private und wissenschaftliche Akteure, dezentralisierte technische Dienste des malischen Staates und lokale Behörden sind in alle Projektphasen eingebunden.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Das Projekt wird finanziert durch:
- DEZA
- Misereor


