

Schutz und nachhaltige Bewirtschaftung wertvoller Trockengebiete im Unterlauf des Amu-Darjabeendet
Überblick
Klima
248'114 Schweizer Franken
01.06.2025 - 30.11.2025
Westliche Provinz Chatlon, Tadschikistan
Ländliche Bevölkerung, Bezirksregierungen
P250004
Global Environment Facility (GEF); Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP)
Projekt im Detail
Der grösste Teil der Landesfläche Tadschikistans liegt innerhalb des Biodiversitäts-Hotspots „Berge Zentralasiens“, einschliesslich der Vorgebirge der Landschaft des unteren Amu-Darja in der Provinz Chatlon. Diese Landschaft erbringt zahlreiche Ökosystemleistungen.
Die Provinz Chatlon ist ein bedeutendes Zentrum der landwirtschaftlichen Produktion Tadschikistans – darunter Ackerbau, Weinbau und Viehzucht. Der Fluss Amu-Darja sowie zahlreiche Nebenflüsse liefern lebenswichtiges Wasser für die Bewässerung. Zudem erzeugen Wasserkraftwerke entlang des Flusses grosse Mengen an Energie für den Inlandsverbrauch und den Export.
Die Hauptbedrohungen für die wertvollen Trockengebiete im unteren Amu-Darja-Gebiet Tadschikistans sind:
- Überweidung (die zu Bodendegradation und zum Verlust der biologischen Vielfalt führt)
- nicht nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken (die ebenfalls Erosion und andere Formen der Bodenschädigung verursachen)
- illegale Abholzung (häufig zur Brennholzgewinnung) sowie
- illegale und nicht nachhaltige Aneignung natürlicher Ressourcen (z. B. Wilderei in verschiedenen Formen).
Die Hauptursache für diese Bedrohungen ist die grosse Armut in den ländlichen Regionen Tadschikistans. Entwicklungsinitiativen in diesem Gebiet müssen daher sowohl kurzfristige Unterstützung für die ländliche Bevölkerung leisten als auch langfristige, institutionelle Veränderungen zur nachhaltigen Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen anstossen.
Mit dem Ziel einer langfristigen nachhaltigen Entwicklung und dem Schutz der besonders wertvollen Trockengebiete verfolgt das Projekt mehrere zentrale Punkte. Dazu gehören der wirksame Schutz der Biodiversität sowie der Erhalt wichtiger Ökosystemleistungen – insbesondere der landwirtschaftlichen Produktivität der Böden.
Diese ökologischen Ziele müssen im Einklang mit der Unterstützung und Sicherung nachhaltiger und widerstandsfähiger Lebensgrundlagen für die lokale Bevölkerung erreicht werden, deren tägliches Überleben in hohem Masse von der Integrität und Produktivität dieser Ökosysteme abhängt.
Eine langfristige Lösung besteht darin, dass staatliche Ressourcenverwaltungen und lokale Gemeinschaften gemeinsam biodiversitätsfreundliche und integrierte Formen der natürlichen Ressourcennutzung planen und umsetzen – solche, die gesunde Böden und Vegetation fördern und gleichzeitig sowohl kurzfristige als auch langfristige wirtschaftliche Vorteile für die beteiligten Bäuerinnen und Bauern gewährleisten.
Während das Projekt in erster Linie durch staatliche Stellen auf nationaler Ebene umgesetzt wird – insbesondere durch das Nationale Zentrum für Biodiversität und Biosicherheit (NBBC) unter der Koordination des UNDP in Tadschikistan – übernimmt CACH eine technische Unterstützungs- und Vermittlerrolle, um seine umfassende Erfahrung im Bereich nachhaltiger Landwirtschaft und Landnutzungsmanagement einzubringen.
Aufbauend auf den bewährten Ansätzen unterstützt CACH das Projekt bei der Umsetzung seiner Ziele in den Bereichen Landnutzungsplanung auf Bezirksebene sowie bei der Wiederherstellung trockener und degradierter Böden durch nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden – sowohl im Ackerbau als auch in der Weidenutzung.
Die frühere Präsenz von CACH (im Rahmen thematisch verwandter Projekte) in mehreren Bezirken der Zielregion sowie die gut etablierten Arbeitsbeziehungen zu lokalen Behörden und Verwaltungsstellen erweisen sich dabei als entscheidend für eine wirksame Umsetzung.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Titelbild: Gulrukhsor Nazimova (zweite von links), 57 Jahre alt, ist die Leiterin der Frauenproduktionsgruppe "Faiz", die vor Ort in der Landwirtschaft hilft. © Reto Albertalli


