Nachhaltiger Übergang und Resilienz (START)

beendet

Projekt in Syrien
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Das Ziel von Caritas Schweiz ist es, die unmittelbaren und langfristigen Auswirkungen des Erdbebens auf die betroffene Bevölkerung in Syrien durch einen ganzheitlichen Ansatz zu reduzieren, der Einzelpersonen und Gemeinschaften stärkt. Nach einer einjährigen Nothilfemassnahme konzentriert sich das Projekt START mittel- bis längerfristig darauf, die Widerstandsfähigkeit und das Wohlbefinden der am stärksten gefährdeten Menschen zu stärken und ihre Abhängigkeit von humanitärer Hilfe zu verringern.

Überblick

Thema

Einkommen, Humanitäre Hilfe

Budget

3'388'371 Schweizer Franken

Dauer

01.03.2024 - 28.02.2026

Projektgebiet

Syrien: Aleppo, Lattakia

Zielgruppen

4'290 gefährdete Syrerinnen und Syrer

Projektnummer

P240003

Projekt im Detail

Nach fast 13 Jahren Konflikt in Syrien sind die Menschen mit einer der komplexesten Notsituationen der Welt konfrontiert. Die wirtschaftlichen Bedingungen stellen für gefährdete Gemeinschaften und Haushalte nach wie vor eine Herausforderung dar, wenn es um den Zugang zu sicheren und gerechten Dienstleistungen geht. Am 6. Februar 2023 wurde der Süden der Türkei und Syriens von einem Erdbeben erschüttert, wie es die Region seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat. Die Auswirkungen des Bebens der Stärke 7,8 und der mehr als 2'000 Nachbeben wurden durch die anhaltende humanitäre Krise noch verstärkt. Da schätzungsweise 8,8 Millionen Menschen in Syrien direkt von dem Erdbeben betroffen waren, stieg der Hilfsbedarf stark an. Nach der Naturkatastrophe stieg die monatliche Inflationsrate in Aleppo und Lattakia von durchschnittlich 6% im Januar 2023 auf 8% im Februar 20233 , was zu einem erheblichen Preisanstieg führte. Die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen - Wasser, Strom, Heizung und soziale Dienste -, die bereits vor dem Erdbeben unter Druck standen, ist stark belastet, und der Zugang der Bevölkerung zu medizinischer Notversorgung ist aufgrund der kritischen Infrastruktur stark eingeschränkt. Die vom Erdbeben betroffenen Familien befinden sich in einer sehr ernsten humanitären und wirtschaftlichen Lage und es besteht ein grosser Bedarf an einem langfristigen und nachhaltigen Ansatz zur Verbesserung der Einkommenssituation der Familien.

Um Einkommensmöglichkeiten für die betroffenen Haushalte in Aleppo und Latakia zu schaffen, wendet das Projekt START einen ganzheitlichen Ansatz an, der eine Vielzahl von Aktivitäten kombiniert. Erstens soll die Mehrzweck-Bargeldhilfe zusammen mit Schulungen zum Kapazitätsaufbau das Einkommen der Haushalte stabilisieren. Darüber hinaus werden Zuschüsse für die Wiederherstellung des Lebensunterhalts und Coaching zur Verbesserung des Einkommens der Haushalte beitragen. Insgesamt werden 752 Haushalte von der Bargeldhilfe und den Schulungen zum Kapazitätsaufbau profitieren, von denen 360 Haushalte Unternehmenszuschüsse erhalten werden. Damit werden insgesamt 3'760 Personen bei der Stabilisierung oder Verbesserung ihres monatlichen Einkommens unterstützt.

Das Projekt trägt auch dazu bei, den enormen Bedarf an psychologischer Betreuung nach der Mehrfachkrise zu decken. Die psychologische Unterstützung, die Sensibilisierungsveranstaltungen und die sozialen Initiativen werden zum psychischen Wohlbefinden von insgesamt 1'620 Begünstigten beitragen. Davon werden 1'090 Personen sowohl von einkommensschaffenden Massnahmen als auch von Massnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit profitieren, um einen ganzheitlichen Ansatz zur nachhaltigen Unterstützung der Haushalte zu gewährleisten. 530 Personen werden ausschliesslich von Massnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit profitieren. Somit profitieren insgesamt 4'290 Personen von dem Projekt START, einschliesslich aller Aktivitäten.

Das Projekt fällt in den Themenbereich Einkommen und humanitäre Hilfe. Durch die Kombination von Bargeldhilfe mit Massnahmen zur Sicherung des Lebensunterhalts, wie Kapazitätsaufbau, Coaching und Unternehmensförderung, zielt das Projekt auf eine langfristige Nachhaltigkeit für die betroffenen Menschen ab. Als Reaktion auf die zahlreichen Krisen werden die enormen psychologischen Bedürfnisse der gefährdeten Gemeinschaften durch massgeschneiderte psychologische Unterstützung, soziale Sensibilisierungsmassnahmen und soziale Initiativen angegangen. Die langjährige Erfahrung von CACH in den betroffenen Gebieten und Sektoren bietet die technische Expertise, um diesen ganzheitlichen Ansatz effektiv umzusetzen.

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Das Projekt wird finanziert durch:

  • Glückskette
  • Caritas Internationalis Member Organizations (Cordaid, Trocaire, Caritas Poland)