Kleinstunternehmen - Von der Idee zur eigenen Existenz

Projekt in Äthiopien
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Überblick

Thema

Migration und Einkommen

Budget

932'404 Schweizer Franken

Dauer

29.12.2025 - 31.08.2027

Projektgebiet

Äthiopien: Oromia Region, Borena Zone, Dillo Magala und Dire Megado

Zielgruppen

1’800 Menschen, mit Fokus auf Frauen, in und um die Flüchtlingssiedlungen Dillo Magala und Dire Megado

Projektnummer

P250055

Finanzierung

The BOMA Project und Spenden an Caritas Schweiz

Projekt im Detail

Äthiopien gehört zu den bevölkerungsreichsten, zugleich aber ärmsten Ländern der Welt. Besonders in den südlichen Tieflandregionen leben viele Menschen – vor allem Frauen – in extremer Armut. Ihr Alltag ist geprägt von wiederkehrenden Dürren, mangelnder Infrastruktur und eingeschränktem Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und wirtschaftlichen Perspektiven. In den Flüchtlingssiedlungen Dillo und Megado in Borena leben seit 2005/2006 über 4’000 geflüchtete Menschen. Sie stehen vor gravierenden Herausforderungen beim Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen. Sowohl die Siedlungen als auch die umliegenden Gastgemeinden leiden unter massivem Mangel an Wasser, sanitären Einrichtungen und Einkommensmöglichkeiten. Ursachen sind die abgelegene Lage, unzureichende Infrastruktur, Klimaschwankungen und knappe Ressourcen. Caritas ist seit Anfang 2024 in Dillo und Megado aktiv und konzentriert sich auf die Verbesserung der Wasserversorgung. Diese Massnahmen lindern die Not, reichen jedoch nicht aus: Es fehlt weiterhin an stabilen Einkommensquellen und damit an Sicherheit und Perspektiven. Für die Resilienz gegenüber zukünftigen Krisen sowie für Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen der Menschen sind diese Grundlagen dringend erforderlich.

Das Projekt hat zum Ziel, die Ernährungssicherheit zu verbessern, nachhaltige Einkommensquellen zu schaffen und die Resilienz der Teilnehmenden gegenüber zukünftigen Herausforderungen zu stärken. Zudem fördert es das Selbstvertrauen, damit Menschen ihre Lebensumstände aktiv und eigenständig gestalten können.

Die Teilnehmerinnen gründen in kleinen Gruppen eigene Kleinstunternehmen und erhalten ein Startkapital sowie Schulungen in ganz unterschiedlichen Themen wie zum Beispiel Unternehmensführung, Gruppendynamik, Konfliktlösung und der Bedeutung von Bildung. Mentorinnen und Mentoren begleiten die Neu-Unternehmerinnen während der gesamten Projektlaufzeit und stehen ihnen bei Herausforderungen unterstützend zur Seite. So wird sichergestellt, dass die neu geschaffenen Einkommensmöglichkeiten nachhaltig wirken und langfristig bestehen können. Zusätzlich werden Spargruppen etabliert, die Zugang zu Vorschüssen oder Kleinkrediten bieten – zur Geschäftserweiterung oder als Absicherung in Notlagen. Das Projekt bezieht auch die Männer in Projekt- und Sensibilisierungsaktivitäten ein, um soziale Normen zu hinterfragen und die Akzeptanz der wirtschaftlichen Aktivitäten von Frauen zu fördern. Erfahrungen aus ähnlichen Projekten in Borena zeigen: Der Ansatz reduziert Armut wirksam und stärkt langfristige Selbstständigkeit – so stieg der Anteil der Haushalte, in denen Kinder regelmässig eine Abendmahlzeit erhalten, von 29 % auf 97 %.

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Titelbild: © Ayaana Publishing