Women farmers working in a potato field in Uganda’s Yumbe District, near the village of Kabucan.
Women farmers working in a potato field in Uganda’s Yumbe District, near the village of Kabucan.

Frieden, nachhaltige Lebensgrundlagen und wirtschaftliche Entwicklung (SPEED)

Projekt in Uganda und im Südsudan
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Überblick

Thema

Klima, Einkommen, Migration

Budget

Total 2'006'522 Schweizer Franken (1'036'726 Südsudan; 969'796 Uganda)

Dauer

01.11.2025 - 31.10.2027

Projektgebiet

Distrikte Koboko und Yumbe in der West-Nile-Region, Uganda;
Counties Lainya und Yei im Bundesstaat Central Equatoria, Südsudan

Zielgruppen

Besonders verletzliche Haushalte aus Flüchtlings-, Binnenvertriebenen-, Rückkehrer- und Aufnahmegemeinschaften – mit besonderem Fokus auf Frauen, lokale Behördenvertreterinnen und Vertreter, Mitglieder von zivilgesellschaftlichen Organisationen und traditionelle Führungspersonen.

Projektnummer

P250045/46

Finanzierung

Austrian Development Agency; Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA)

Projekt im Detail

Die Grenzregion zwischen Uganda und dem Südsudan ist von miteinander verknüpften Krisen betroffen, die die Stabilität der Gemeinschaften und die menschliche Sicherheit gefährden. Der Bürgerkrieg im Südsudan hat 4,5 Millionen Menschen vertrieben; über eine Million von ihnen leben heute als Flüchtlinge in Ugandas West-Nile-Region. Diese Gemeinschaften leiden unter massiver Ernährungsunsicherheit auf Krisenniveau, verschärft durch die Aussetzung von Hilfsleistungen und die Reduktion der Nahrungsmittelrationen des Welternährungsprogramms auf nur noch 40 % des früheren Umfangs.

Der Klimawandel und die fortschreitende Umweltzerstörung verschärfen die Lage zusätzlich. Rasches Bevölkerungswachstum und nicht nachhaltige Landnutzung setzen die natürlichen Ressourcen unter Druck. Der Wettbewerb um knapper werdende Ressourcen führt zunehmend zu Spannungen zwischen Aufnahmegemeinschaften und Vertriebenen. Schwache Verwaltungsstrukturen erschweren zudem die Beteiligung der Bevölkerung an einer nachhaltigen Ressourcennutzung. Frauen sind besonders gefährdet – sie sind einem erhöhten Risiko sexueller Gewalt und anderer geschlechtsspezifischer Bedrohungen ausgesetzt, was häufig zu negativen Bewältigungsstrategien wie Frühverheiratung oder Schulabbrüchen führt.

Im Sinne des Human-Development-Peace-(HDP)-Nexus verfolgt das Projekt das Ziel, Konflikte um natürliche Ressourcen sowie den Druck auf diese Ressourcen in Südsudans Bundesstaat Central Equatoria und in Ugandas West-Nile-Region zu verringern. Dies geschieht durch die Förderung von Existenzsicherung, den Aufbau nachhaltiger Lebensgrundlagen, ein verbessertes Management natürlicher Ressourcen und Konfliktprävention. Ein zentrales Anliegen des Projekts ist die Förderung der gleichberechtigten und aktiven Teilhabe von Frauen an Entscheidungsprozessen auf allen Ebenen der Gemeinschaft.

Unter der Leitung von Caritas Schweiz und in Partnerschaft mit lokalen Organisationen wie AFARD, OFAO und CDC richtet sich das Projekt an 5 000 besonders verletzliche Haushalte aus Flüchtlings-, Binnenvertriebenen-, Rückkehrer- und Aufnahmegemeinschaften.

Die Projektstrategie konzentriert sich auf drei Kernbereiche:

  1. Verbesserung der Ernährungssicherheit durch Bereitstellung landwirtschaftlicher Betriebsmittel und Schulungen.
  2. Förderung widerstandsfähiger Lebensgrundlagen durch nachhaltige Ressourcennutzung und klimaangepasste Praktiken.
  3. Stärkung der Konfliktprävention durch Dialoge und lokale Mechanismen zur Konfliktlösung.

Konkret umfasst die Umsetzung die Verteilung von Saatgut und Baumsetzlingen, Schulungen in Agroökologie und Ressourcenmanagement, Startbeiträge für umweltfreundliche Kleinunternehmen, den Aufbau von Spar- und Kreditgruppen (VSLA), die Einrichtung von Hörgruppen sowie Gemeindedialoge zu Konflikten um natürliche Ressourcen und geschlechtsspezifische Gewalt.

Das Projekt wird direkt 20 160 Personen zugutekommen und durch Sensibilisierungs- und Advocacy-Aktivitäten zusätzlich 55 000 Menschen erreichen. Rund 60 % der Begünstigten sind Frauen, 40 % Jugendliche. Durch diesen integrierten Ansatz legt das SPEED-Projekt die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben und eine nachhaltige Entwicklung, von der die Grenzregionen Ugandas und Südsudans auch langfristig profitieren werden.

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Titelbild: Bäuerinnen auf einem Kartoffelacker im Yumbe-Distrikt in Uganda, nahe des Dorfes Kabucan. © Fabian Biasio