

Erdbebenhilfe und Stärkung der Widerstandskraft der lokalen Bevölkerung
Überblick
Humanitäre Hilfe; Einkommen, Ernährung, Bildung
608'600 Schweizer Franken
01.09.2025 - 31.10.2026
Regionen Sagaing, Mandalay und Inle-See, Myanmar
Vom Erdbeben betroffene Haushalte, insbesondere von Frauen geführte Haushalte, Kinder, Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen sowie intern Vertriebene und von Konflikten betroffene Personen
P250040
Caritas Schweiz
Projekt im Detail
Am 28. März 2025 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,7 die Sagaing-Verwerfung und verwüstete zahlreiche Gemeinden in den Regionen Sagaing, Mandalay und rund um den Inle-See im Süden des Shan-Staates in Myanmar. Mehr als 5'400 Menschen kamen ums Leben, 11'400 wurden verletzt und fast 49'000 Häuser zerstört. Wichtige Infrastrukturen wie Schulen, Spitäler, Staudämme und Wassersysteme erlitten schwere Schäden, sodass rund 2,4 Millionen Menschen dringend auf Unterstützung angewiesen sind.
Die Katastrophe trifft auf eine ohnehin angespannte humanitäre Lage, geprägt von bewaffneten Konflikten, wirtschaftlichem Zusammenbruch und massiver Vertreibung. Der Zugang zu vielen betroffenen Gebieten bleibt aufgrund von Unsicherheiten, zerstörten Verkehrswegen und administrativen Hürden stark eingeschränkt. Besonders verletzliche Gruppen – darunter von Frauen geführte Haushalte, Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und intern Vertriebene – sind erhöhten Schutzrisiken ausgesetzt, verlieren ihre Lebensgrundlagen und haben nur eingeschränkten Zugang zu lebenswichtigen Diensten.
Wir leisten lebensrettende humanitäre Hilfe und stärken gleichzeitig die Widerstandskraft der lokalen Bevölkerung – durch Mehrzweck-Bargeldhilfe, Wiederherstellung von Wasser-, Sanitär- und Hygienediensten, Schutzmassnahmen (einschliesslich Kinderschutz und Prävention bzw. Reaktion auf geschlechtsspezifische Gewalt), Wiederaufbau von Lebensgrundlagen sowie Planung zur Reduzierung von Katastrophenrisiken.
- 3'063 Haushalte (rund 7'463 Personen) werden mit Mehrzweck-Bargeldhilfen, Hygienesets, Wasser-, Sanitär- und Hygienediensten sowie Massnahmen zur Wiederherstellung ihrer Lebensgrundlagen unterstützt.
- Kinder und Betreuungspersonen erhalten Zugang zu sicheren Räumen, psychosozialer Betreuung und professionellem Fallmanagement im Bereich Kinderschutz.
- Lebensgrundlagen werden durch Cash-for-Work-Programme, Berufsbildung und Kleinstzuschüsse gestärkt.
- In den Gemeinden werden Katastrophenvorsorgepläne entwickelt, Frühwarnsysteme eingerichtet und Notfallübungen durchgeführt.
- Inklusive Schutzsysteme werden aufgebaut, mit funktionierenden Überweisungsmechanismen und klaren Strukturen zur Rechenschaft gegenüber den betroffenen Bevölkerungsgruppen.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Titelbild: Familien mit Kindern gehören zu den besonders vulnerablen Gruppen. © CRS


