Three children in a temporary shelter look shyly into the camera.
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Bessere Lebensbedingungen für Geflüchtete vor Gewalt – EUROPANA VII

Projekt in Südamerika
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Überblick

Thema

Migration; Humanitäre Hilfe

Budget

898'251 Schweizer Franken

Dauer

01.06.2026 - 31.05.2027

Projektgebiet

Venezuela, Kolumbien, Peru, Ecuador

Zielgruppen

25'310 Menschen, insbesondere Frauen, Kinder, Indigene, Menschen mit Behinderung, ältere Personen und intern Vertriebene sowie Bedürftige aus Aufnahmegemeinden

Projektnummer

P260036

Finanzierung

DEZA, EU*

*Dies wird von der Europäischen Union finanziert/kofinanziert. Der Inhalt liegt in der alleinigen Verantwortung von Caritas Schweiz und spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung der Europäischen Union wider.

Projekt im Detail

Südamerika befindet sich seit der Venezuela-Krise in einer anhaltenden Migrationskrise. Bis zu 8 Millionen Venezolanerinnen und Venezolaner haben ihr Heimatland verlassen. Das Land bleibt trotz der rezenten Ereignisse immer noch in einer tiefen wirtschaftlichen und sozial-politischen Krise. Über Venezuela hinaus, ist die humanitäre Lage in Kolumbien, Ecuador und Peru Teil einer hochgradig verflochtenen regionalen Vertreibungs- und Migrationskrise, die sowohl durch langanhaltende bewaffnete Konflikte (Kolumbien) als auch durch neue Gewalt- (Ecuador) und Mobilitätsdynamiken (Peru) geprägt ist.

Das Ausmass der Binnenflüchtlinge und intern Vertriebenen (in Kolumbien allein sind dies über 7 Millionen Menschen) überlastet die nationalen Institutionen. Die drastischen Kürzungen an Humanitärer Gelder, -40% auf regionaler Ebene, lokal oder national bis zu 100%, lassen Millionen von Menschen ohne Ernährungssicherheit, ohne Gesundheitsversorgung und ohne Schutz vor Gewalt. Die Vertriebenen und Flüchtlinge leben unter prekären Bedingungen, oft ohne Unterkunft und Einkommen.

Erschwerend dazu sind die weltweiten Auswirkungen der Kriege in der Ukraine, im Iran und im Nahen Osten, welche die Preise noch mehr in die Höhe treiben und/oder die Verfügbarkeit wichtiger Importe, z.B. Düngermittel nicht gewährleisten.

Das regionale Projekt trägt dazu bei, die Lebensbedingungen von bedürftigen Menschen in Kolumbien, Ecuador, Peru und Venezuela zu verbessern.

Es werden kritische, humanitäre Versorgungslücken geschlossen und die Deckung der Grundbedürfnisse verbessert, insbesondere im Bereich der Ernährungssicherheit und beim Zugang zu Wasser. Die Integration gefährdeter Flüchtlinge in den Aufnahmeländern wird unterstützt und über den Zugang zu ihren Rechten informiert. Der Schutz der migrierenden Bevölkerung wird erhöht mit Hilfe von Kampagnen zur Aufklärung über die Bedingungen der Migration als auch zu den Risiken einer Flucht.

Intern Vertriebene, insbesondere Frauen, Kinder und Jugendliche, indigene Bevölkerungsgruppen, Menschen mit Behinderung und ältere Personen sind Zielgruppen der Projektaktivitäten.

Wir verbessern die Lebenssituation der begünstigten nationalen und internationalen Migrantinnen und Migranten damit sie ihren lebensnotwendigen Grundbedarf an Nahrung, Schutz und Gesundheit decken können.

Dazu sind die Verteilung von Bargeld(karten) (der Notleidende wählt, was er am dringendsten braucht), von Lebensmittelpaketen oder -Gutscheinen sowie zubereiteten Mahlzeiten vorgesehen. Die Kombination aus finanzieller Unterstützung und direkter Lebensmittelhilfe ermöglicht es den Einzelpersonen und Familien sich sozioökonomisch zu stabilisieren. Für Flüchtlinge im Transit bedeutet die Direkthilfe Schutz vor Menschenhandel, Gewalt oder Überfällen.

Des Weiteren dienen Unterkünfte entlang der Flüchtlingsrouten mit gezielten Beratungen zu den Rechten der Migranten sich besser zu schützen und zu integrieren.

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Titelbild: Kinder gehören zu den besonders gefährdeten Gruppe. © Reto Albertalli