

Bekämpfung von Klimawandel und Energiearmut durch Energieeffizienzbeendet
Überblick
Klimawandel, Einkommen und Migration
1'900'000 Schweizer Franken
01.07.2022 - 31.03.2025
Kantone Tuzla und Zenica-Doboj (Föderation BiH)
und Stadt Bijeljina (Republika Srpska)
Städtische und ländliche Bevölkerung, Gemeindeverwaltungen
P220056
Projekt im Detail
Die aktuelle globale Krise macht die Notwendigkeit zur Bekämpfung des Klimawandels und exponentiell steigender Energiekosten der Haushalte dringlicher denn je. Die Caritas Schweiz bietet lokalen institutionellen und zivilgesellschaftlichen Akteuren Lösungen zur praktischen Linderung der Energiearmut bei gleichzeitiger Anpassung an die Folgen des Klimawandels an. Das Projekt bietet innovative Alternativen zur Nutzung fossiler Brennstoffe für die Beheizung öffentlicher Gebäude wie etwa die Nutzung geothermischer Energie. Innovative Refinanzierungsansätze wie Verträge mit Energiedienstleistern bilden eine praktikable Grundlage zur Erreichung der Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen.
Aktuelle Krisen wie Krieg in Europa, Pandemie, und Fachkräftemangel in Westeuropa beschleunigen die Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte aus Bosnien und Herzegowina (BiH) exponentiell. Ohne die benötigten Fachkräfte wird die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende aber nicht möglich sein. Das vorliegende Projekt verstärkt deswegen auch die Anstrengungen für eine praxis- und bedarfsorientierte Berufsausbildung. Durch intensive Kooperation mit dem Privatsektor wird die Attraktivität der Arbeit im Energiesektor in Bosnien-Herzegowina gesteigert und dem auf der Bevölkerung lastenden Abwanderungsdruck entgegen gewirkt.
24 öffentliche Gebäude werden ihren Energieverbrauch, Kosten und Treibhausgasemissionen durch die Nutzung erneuerbarer Energiequellen erheblich senken. Darüber hinaus wird das Projekt mit ausgewählten Kommunalverwaltungen zusammenarbeiten, um den Zugang der lokalen Haushalte zu modernen und erschwinglichen Energiedienstleistungen und -quellen zu verbessern und ihre Energiearmut zu verringern. Bestehende und künftige Fachkräfte, die auf Energieeffizienz und Technologien für erneuerbare Energien spezialisiert sind, werden mehr praktisches Wissen erwerben und ihre lokale Beschäftigungsfähigkeit verbessern.
Das Projekt basiert auf einem systemischen Ansatz mit verstärktem Einbezug lokaler Behörden als Hauptverantwortliche für die Linderung der Energiearmut.
Ein für die Nachhaltigkeit ausschlaggebender Aspekt ist die enge Einbindung von und Zusammenarbeit mit Zielgemeinden und lokalen Schulbehörden sowie dem Ministerium für Raumplanung, das dieses Projekt maßgeblich mitfinanziert. Die starke und partizipative Einbindung dieser öffentlichen Behörden ist für die notwendige Eigenverantwortung, Wartung und Nachhaltigkeit der Maßnahmen essenziell.
Bei der Erwachsenenbildung im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien ist neben verschiedenen Berufsschulen eine enge Zusammenarbeit mit dem Privatsektor vereinbart: dadurch wird bestmögliche Nachhaltigkeit in Bezug auf angebotene Ausbildungen mit anschließend gesicherter Beschäftigung gewährleistet.
Bereits seit 2016 fokussiert die CACH IZA Strategie die Bekämpfung des Klimawandels unter starker Bezugnahme auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz. In BiH setzte die CACH bereits seit über 10 Jahren diverse Projekte im Bereich Energieeffizienz um und genießt diesbezüglich eine ausgezeichnete Reputation in Bosnien-Herzegowina.
Die Erfahrungen insbesondere in den Bereichen der Bekämpfung von Energiearmut und der Förderung von innovativen Refinanzierungsmodellen für Investitionen in die Themen erneuerbaren Energien und Energieeffizienz, wurden in einer ersten Projektphase ab 2016 etabliert und seit 2019 ausgebaut.
Diese Ansätze und Projektstränge wurden ergänzt durch Investition in kontinuierliche Bemühungen mit dem Privat- und Bildungssektor, um die Ausbildung von Fachkräften in diesen Bereichen generell zu verbessern und sie praxisnah und relevant für die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu machen.
In Fortsetzung des 2016 lancierten 3-phasigen Programmes wird besonderes Augenmerk auf eine stärkere Institutionalisierung und Verankerung in den Strategien und der Budgetierung lokaler Behörden, der Privatwirtschaft und der lokalen Zivilgesellschaft gelegt.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Das Projekt wird finanziert durch:
- DEZA
- verschiedene Gemeinde- und Kantonalverwaltungen sowie Ministerien auf föderaler Ebene


