

Bargeldhilfe in wiedererstarkenden Märkten (CARMA VI)
Überblick
Humanitäre Hilfe
2'771'300 Schweizer Franken
16.07.2026 - 15.07.2027
Aleppo, Homs, Hama, die ländliche Region um Damaskus, Dara’a, Sweida
16'435 gefährdete Syrierinnen und Syrier
P260039
European Union Civil Protection and Humanitarian Aid (ECHO)*, Caritas Österreich, DEZA
*Dies wird von der Europäischen Union finanziert/kofinanziert. Der Inhalt liegt in der alleinigen Verantwortung von Caritas Schweiz und spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung der Europäischen Union wider.
Projekt im Detail
Syrien ist weiterhin von einer der grössten und komplexesten humanitären Krisen weltweit betroffen. Schätzungsweise 16,7 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Gemäss dem «Syria Humanitarian Needs Overview 2025» haben jahrelange Konflikte, Vertreibung, wirtschaftlicher Niedergang und die Verschlechterung der grundlegenden Infrastruktur die Widerstandsfähigkeit der Haushalte stark geschwächt. Millionen von Menschen können ihre lebensnotwendigen Bedürfnisse nicht mehr decken.
Die wirtschaftliche Not ist nach wie vor ein zentraler Faktor für die Vulnerabilität der Bevölkerung. Steigende Lebenshaltungskosten, Inflation, begrenzte Erwerbsmöglichkeiten und die sinkende Kaufkraft setzen die Haushalte enorm unter Druck. Viele Familien sind gezwungen, ihre begrenzten Mittel vorrangig für Lebensmittel und andere unmittelbar lebensnotwendige Güter einzusetzen – zulasten der Gesundheitsversorgung, der Bildung, der Wohnkosten und der Rückzahlung von Schulden. Ernährungsunsicherheit ist weiterhin weit verbreitet. Gleichzeitig bleibt der Zugang zu sicheren Unterkünften, Wasser, Sanitär- und Gesundheitsversorgung sowie anderen grundlegenden Dienstleistungen in weiten Teilen des Landes eingeschränkt.
Millionen von Binnenvertriebenen, Rückkehrenden und anderen vulnerablen Haushalten stehen zudem vor erheblichen Hürden, wenn sie ihre nachhaltigen Lebensgrundlagen wiederaufbauen und sich von wiederholten Krisenfolgen erholen wollen. Verschärft wird ihre Situation durch anhaltende Schutzrisiken, von denen insbesondere Frauen, Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen betroffen sind. Hinzu kommt der zunehmende Rückgriff auf negative Bewältigungsstrategien aus wirtschaftlicher Not. All diese Faktoren beeinträchtigen weiterhin die Fähigkeit der Haushalte, ihre grundlegenden Bedürfnisse zu decken und einen minimalen Lebensstandard aufrechtzuerhalten.
Um auf den hohen humanitären Bedarf und die zunehmende Vulnerabilität der von der Krise betroffenen Bevölkerung in Syrien zu reagieren, will das Projekt die Widerstandsfähigkeit und den Schutz vulnerabler Haushalte stärken. Dazu kombiniert es Bargeldhilfe, Schutzleistungen und Unterstützung im Bereich Unterkunft.
Das Projekt leistet für 16’435 Menschen lebensrettende und existenzsichernde Hilfe in Form von Mehrzweck-Bargeldhilfe. Gleichzeitig bietet es spezialisierte Schutzleistungen sowie gezielte Unterstützung im Bereich Unterkunft für Haushalte, die besonders akut gefährdet sind.
Da der humanitäre Bedarf häufig über eine einzelne Hilfsmassnahme hinausgeht, vermittelt das Projekt vulnerable Familien über ein umfassendes Vermittlungssystem an ergänzende Dienstleistungen und Hilfsangebote.
Das Projekt verbessert die Möglichkeiten vulnerabler Binnenvertriebener, Rückkehrender und Flüchtlinge sowie vulnerabler Haushalte der Aufnahmegemeinschaften, ihre grundlegenden Bedürfnisse zu decken, ihr Wohlergehen zu schützen und ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken. Dazu erhalten sie ein integriertes Unterstützungspaket aus Bargeldhilfe, Schutzleistungen und Hilfe im Bereich Unterkunft.
Mit der Mehrzweck-Bargeldhilfe können vulnerable Familien lebensnotwendige Ausgaben entsprechend ihrer individuellen Situation priorisieren, etwa für Lebensmittel, Miete, Gesundheitsversorgung, Wasser und weitere Grundbedürfnisse.
Spezialisierte Schutzleistungen – darunter Fallmanagement, psychosoziale Unterstützung und Weitervermittlung – helfen Menschen, die Schutzrisiken ausgesetzt sind, Zugang zu individuell abgestimmter Unterstützung und spezialisierten Angeboten zu erhalten.
Im Gouvernement Aleppo erhalten vulnerable Haushalte, die in beschädigten oder unsicheren Unterkünften leben, Unterstützung bei der Instandsetzung ihres Zuhauses. Dadurch verbessern sich ihre Sicherheit, ihre Privatsphäre, ihre Würde und ihr Schutz. Gleichzeitig sind sie gesundheitlichen und umweltbedingten Risiken weniger stark ausgesetzt.
Über das ausgebaute Vermittlungssystem des Projekts erhalten die unterstützten Menschen zudem Zugang zu ergänzenden humanitären Hilfs- und Wiederaufbaumassnahmen. Dies trägt über die direkte Unterstützung des Projekts hinaus dazu bei, ihre Widerstandsfähigkeit langfristig zu stärken.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Titelbild: © Hasan Belal


