Bargeldhilfe in regenerierenden Märkten (CARMA III)

beendet

Nothilfeprojekt in Syrien
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Überblick

Thema

Humanitäre Hilfe

Budget

4'355'009 Schweizer Franken

Projektgebiet

Aleppo, Homs, Hama, Umland von Damaskus, Damaskus, Deir-ez-Zor, Dara'a

Zielgruppen

30'677 vulnerable Syrerinnen und Syrer

Projektnummer

P230028

Projekt im Detail

Nach 12 Jahren Syrien-Krise und der Wirtschafts- und Covid-19-Krise hat der Krieg in der Ukraine die Lage in Syrien weiter verschärft und die schlechten Lebensbedingungen, die Ernährungsunsicherheit, den Schutzbedarf und die negativen Bewältigungsstrategien der Menschen noch verschlimmert.

Zwangsvertreibung und eine regionale Finanzkrise in Verbindung mit den sozioökonomischen Folgen der Covid-19-Pandemie haben zu einem dramatischen Rückgang der Beschäftigungsmöglichkeiten, einem Anstieg der Ernährungsunsicherheit und Schutzrisiken für die am meisten gefährdeten Menschen geführt.

Der Syria Humanitarian Needs Overview 2022 schätzt, dass 97% der Syrer unterhalb der Armutsgrenze leben. Haushalte, die von Frauen geführt werden, sind überproportional betroffen. Um ihre Grundbedürfnisse wie Nahrung und Unterkunft zu befriedigen, sind gefährdete Familien gezwungen, zunehmend negative Bewältigungsstrategien anzuwenden, wie etwa die Reduzierung der Anzahl der Mahlzeiten, die Kürzung der Ausgaben für Gesundheit und Bildung und den Verkauf der verbleibenden Gegenstände.

Dies verschärft die Schutzrisiken für die Schwächsten, wie Kinder und Menschen mit Behinderungen, da Kinderarbeit, Schulabbruch und frühe Heirat zunehmen. Gleichzeitig geben häusliche Spannungen und Gewalt zunehmend Anlass zur Sorge, da die Bewältigung dieser extrem schwierigen Situation die Familienbeziehungen stark belastet. Angesichts der anhaltenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und des seit zehn Jahren andauernden Konflikts stehen die bedürftigen Syrer unter enormem Druck, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen, und benötigen dringend Hilfe, um mit der Situation fertig zu werden und sich zu schützen.

Das Projekt zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit und den Schutz gefährdeter syrischer Familien zu verbessern, indem lebensrettende und lebenserhaltende Hilfe durch Bargeldtransfers und ganzheitliche Fallmanagementdienste für insgesamt 31'240 Syrer bereitgestellt wird, die über die 12-monatige Projektlaufzeit hinaus Wirkung zeigen.

Das Projekt wird dazu beitragen, dass gefährdete Haushalte von Binnenvertriebenen, Rückkehrern, Flüchtlingen und der aufnehmenden Gemeinschaft durch eine Kombination von Bargeld und Fallmanagementleistungen besser in der Lage sind, ihr Leben zu schützen und zu erhalten. Durch die Bereitstellung von Bargeldtransfers an die bedürftigsten Familien werden die Begünstigten in die Lage versetzt, ihre wichtigsten Grundbedürfnisse wie Nahrung, Unterkunft und Medikamente zu decken. In den Wintermonaten wird zusätzliche Bargeldunterstützung gewährt, um spezielle Winterbedürfnisse, wie z. B. Heizung, zu befriedigen.

Wenn ihre Grundbedürfnisse gedeckt sind, können die Haushalte verhindern, dass sie auf irreversible negative Bewältigungsmechanismen zurückgreifen, ihren Lebensmittelkonsum erhöhen und ihre negativen Bewältigungsstrategien reduzieren. Der Case-Management-Ansatz geht auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Familien ein, indem geschulte Mitarbeiter gezielte Schutzmassnahmen ergreifen, um beispielsweise den Zugang zur Schule zu erleichtern, Menschen mit Behinderungen zu betreuen und Überlebende geschlechtsspezifischer Gewalt zu unterstützen.

Die Einzelfallprüfung bildet die Grundlage für das Hilfspaket, das auf den spezifischen Bedürfnissen basiert und Sach- oder Geldleistungen umfasst, z. B. für den Zugang zu Rechtsberatung oder die Übernahme von Schulgebühren, interne und externe Überweisungen an weitere spezialisierte Dienste sowie Gruppenaufklärungssitzungen zu Schutzthemen wie Kinderrechte. Mit diesem kombinierten Ansatz erhalten bedürftige Syrer individuelle Unterstützung, die über die Laufzeit des Projekts hinausgeht.

Das Projekt ist im thematischen Bereich der humanitären Hilfe angesiedelt und baut auf den zuvor durchgeführten Projekten CARMA I und CARMA II auf, wobei wichtige Erfahrungen berücksichtigt und wichtige Prozesse und Strukturen genutzt werden. CARMA III verwendet weiterhin Bargeld als Hauptmodalität und setzt Standards für Bargeldprogramme in Syrien, was zu einer stärkeren Harmonisierung zwischen den Akteuren im Bargeldsektor beiträgt. Das Projekt fördert auch den Aufbau von Kapazitäten bei den nationalen Durchführungspartnern im Einklang mit den Lokalisierungsverpflichtungen von Caritas Schweiz.

Bargeldhilfe für die Menschen in Ost-Ghouta

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Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut

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Das Projekt wird finanziert durch:

  • Generaldirektion Europäischer Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (GD ECHO)*
  • DEZA
  • Caritas Österreich

*Dies wird von der Europäischen Union finanziert/kofinanziert. Der Inhalt liegt in der alleinigen Verantwortung von Caritas Schweiz und spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung der Europäischen Union wider.