A woman, a boy and a girl look into the camera. The woman and the boy are standing, while the girl is sitting at the table with a drawing in front of her.
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Bargeldhilfe für lokale Gemeinschaften in Charkiw

beendet

Projekt in der Ukraine
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Überblick

Thema

Unterstützung der Aktivitäten lokaler Organisationen sowie lokaler Gemeinschaften in Frontregionen durch die Bereitstellung von Bargeldhilfe. Damit sollen die Kontinuität humanitärer und sozialer Dienstleistungen sowie lokale Notfallplanung, Reaktionsfähigkeit und Vorsorgemassnahmen sichergestellt werden.

Budget

50'044 Schweizer Franken

Dauer

26.01.2026 - 13.03.2026

Projektgebiet

Ukraine: Oblast Charkiw

Zielgruppen

Gefährdete Menschen an vorderster Front, die von Evakuierungen betroffen sind.

Projektnummer

P250052

Finanzierung

Caritas Schweiz, DEZA

Projekt im Detail

Gemeinschaften in den Frontregionen der Ukraine erleiden auch im Jahr 2025 weiterhin erhebliche Verluste durch anhaltenden Beschuss, Vertreibungen und die Zerstörung von Infrastruktur. Gleichzeitig sind es lokale Akteur:innen – Gemeinschaften, Pfarreien, Freiwilligeninitiativen und lokale Caritas-Organisationen –, die den betroffenen Menschen am nächsten sind und weiterhin essenzielle Unterstützung leisten, etwa bei Evakuierungen, durch Heiz- und Schutzräume, psychosoziale Hilfe sowie die Verteilung humanitärer Güter.

Diese lokalen Strukturen verfügen jedoch häufig nicht über ausreichende eigene finanzielle Mittel, um kritische Dienstleistungen aufrechtzuerhalten oder operative Kosten zu decken. Herkömmliche Fördermechanismen sind oft zu komplex und zeitaufwendig, insbesondere in den Phasen der Bedarfsanalyse und der Projektentwicklung. Bargeldhilfe für lokale Gemeinschaften wird daher als flexible Finanzierungsform vorgeschlagen, um lokale Strukturen zu stärken und eine schnelle Reaktion sowie die Kontinuität humanitärer Dienstleistungen in Front- und Hochrisikogebieten zu ermöglichen.

In diesem Rahmen dient diese Unterstützung als Mechanismus zur Umsetzung der Prioritäten des Humanitarian Needs and Response Plan (HNRP) – insbesondere zur Unterstützung der am stärksten gefährdeten Menschen in Frontnähe, zur Ermöglichung von Evakuierungen und Reaktionen nach Angriffen sowie zur Aufrechterhaltung sicherer Räume und gemeinschaftlicher Unterkünfte. Diese Finanzierungsform ermöglicht es Pfarreien und lokalen Caritas-Büros, Notfall- und Reaktionspläne unmittelbar zu aktivieren und damit die Kontinuität grundlegender Gemeinschaftsdienste sicherzustellen.

Ziel des Projekts ist es, die Notfallvorsorge und Reaktionsfähigkeit lokaler Gemeinschaften zu stärken. Dies geschieht durch einen flexiblen Mikrofördermechanismus, bei dem Mittel an Gruppen statt an Einzelpersonen vergeben werden. Dadurch können lokale Strukturen schnell Unterstützung für besonders vulnerable Gruppen leisten und die Kontinuität zentraler humanitärer Dienstleistungen in Frontregionen sicherstellen.

Bargeldhilfe für lokale Gemeinschaften
Der Ansatz zielt darauf ab, Entscheidungsbefugnisse und Handlungsspielräume an betroffene lokale Gemeinschaften – in der Regel geografisch abgegrenzte Gemeinschaften – zu übertragen. Dadurch sollen sie besser in die Lage versetzt werden, auf ihre eigenen Bedürfnisse und Prioritäten zu reagieren.

Die primäre Transferform besteht aus Geldtransfers an ausgewählte Gruppen, die damit Projekte umsetzen, die einem Teil der betroffenen Bevölkerung oder den Mitgliedern der unterstützten Gruppen und ihren Familien zugutekommen – abhängig vom jeweiligen Umsetzungskontext.

Die Unterstützung lokaler Gemeinschaften wird verschiedene Bereiche abdecken, die von den Gemeinschaften entsprechend ihrer Bedürfnisse festgelegt werden. Dazu können gehören:

  • Mehrzweck-Bargeldhilfe (Multi-Purpose Cash Assistance, MPC): Unterstützung konfliktbetroffener und besonders vulnerabler Haushalte
  • Unterstützung bei Evakuierungen: Hilfe bei der Evakuierung von Zivilpersonen in Transitzentren oder sichere Orte
  • Unterkünfte und Sachgüter (Non-Food Items): Unterstützung für evakuierte Personen, etwa durch die Bereitstellung von Heizmöglichkeiten oder Decken in Übergangsunterkünften sowie durch die Deckung weiterer Unterkunftsbedarfe

Da der Mechanismus der Bargeldhilfe auf lokalen Notfall- und Reaktionsplänen basiert, wird dieses Pilotprojekt zudem zur Standardisierung von Instrumenten der Notfallplanung und Vorsorgemassnahmen beitragen. Dadurch wird eine Abstimmung mit den Leitlinien der Cluster, den subnationalen Koordinationsmechanismen sowie mit den Standards der zuständigen lokalen Behörden sichergestellt.

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Titelbild: Eine junge Familie findet Schutz in einer temporären Unterkunft. © Alyona Kovtunovych und Lada Maznytska