Women, children, elderly people and persons with disabilities are among those most affected by the consequences of the war in eastern Ukraine. They rely on protection, support and safe living conditions.
Women, children, elderly people and persons with disabilities are among those most affected by the consequences of the war in eastern Ukraine. They rely on protection, support and safe living conditions.

Bargeld und Resilienz für die Menschen in der Ukraine - Phase 4

Projekt CARE4U4
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Überblick

Thema

Stärkung der Resilienz und des Wohlbefindens von konfliktbetroffenen Menschen in den Regionen Charkiw und Dnipropetrowsk. Das Projekt trägt dazu bei, sichere und würdige Lebensbedingungen für betroffene Haushalte wiederherzustellen und den Wiederaufbau der Gemeinschaften zu fördern – durch einen inklusiven Zugang zu Rechten und grundlegenden Dienstleistungen.

Budget

2'897'901 Schweizer Franken

Dauer

01.11.2025 - 30.04.2027

Projektgebiet

Oblaste Charkiw und Dnipropetrowsk

Zielgruppen

6’245 besonders vulnerablen Personen, darunter Binnenvertriebene, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, kinderreiche Familien, ethnische Minderheiten, Familien vermisster Personen, Veteranen und ihre Angehörigen sowie ehemalige Kriegsgefangene

Projektnummer

P250044

Finanzierung

Glückskette Schweiz, DEZA

Projekt im Detail

Vier Jahre nach Beginn der grossflächigen Invasion ist die Zivilbevölkerung in der Ostukraine schwer gezeichnet. Besonders stark betroffen sind die Regionen Charkiw und Dnipropetrowsk. Allein in der Oblast Charkiw sind 1,54 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Sie leben unter extremen, vielfachen Belastungen, die alle Lebensbereiche betreffen. Anhaltende Gewalt, systematische Angriffe auf Infrastruktur sowie wiederholte Angriffe auf Industrie- und Energieanlagen haben in Gebieten nahe der Frontlinie katastrophale Bedingungen geschaffen.

Auch die Massenvertreibung hält an: Viele Menschen fliehen aus zerstörten Häusern und Gemeinden, während die staatlichen Sozialsysteme ihre Kapazitätsgrenzen längst überschritten haben. Der Krieg hat den gesellschaftlichen Zusammenhalt stark untergraben und Spannungen zwischen Vertriebenen und ohnehin überlasteten Aufnahmegemeinschaften verschärft. Die Gesundheitsversorgung bleibt aufgrund zerstörter Einrichtungen und massiver Personalknappheit stark eingeschränkt. Psychische Erkrankungen wie posttraumatische Belastungsstörungen, Depressionen und stressbedingte Leiden nehmen dramatisch zu – Ausdruck einer weit verbreiteten Hoffnungslosigkeit.

Aufbauend auf den vorherigen Projektphasen begegnet CARE4U Phase 4 diesen komplexen Herausforderungen mit einem integrierten Ansatz, der Schutzleistungen, Rechtsberatung, psychosoziale Unterstützung und die Sanierung von Unterkünften kombiniert.

Das Projekt CARE4U4 stärkt die Resilienz und das Wohlbefinden der konfliktbetroffenen Bevölkerung in der Ostukraine. Phase 4 setzt die Wiederherstellung sicherer und würdevoller Lebensbedingungen fort und unterstützt den gemeinschaftlichen Wiederaufbau durch den inklusiven Zugang zu Rechten und Dienstleistungen.

CARE4U4 verfolgt einen komplementären und ganzheitlichen Ansatz, der Schutz, Unterkunft, psychosoziale Unterstützung und Bargeldhilfe miteinander verbindet. Ziel ist es, die Begünstigten zu befähigen, ihre Bedürfnisse eigenständig zu decken. Das Projekt geht über unmittelbare Nothilfe hinaus und schafft nachhaltige Veränderungen durch den Aufbau funktionierender Schutzsysteme, den verbesserten Zugang zu Basisdienstleistungen sowie die Wiederherstellung sicherer Lebensräume, in denen Familien ihr Leben in Würde neu aufbauen können.

  • Schutz: Neben der angespannten Sicherheitslage sind staatliche Dienstleistungen und humanitärer Zugang in den betroffenen Regionen stark eingeschränkt. Probleme im Bereich geschlechtsspezifischer Gewalt, Wohn-, Land- und Eigentumsrechte sowie Kinderschutz verschärfen die Lage zusätzlich. CARE4U4 begegnet diesen Bedürfnissen mit einem umfassenden Fallmanagement, das insbesondere Minderheiten und von Diskriminierung betroffene Personen unterstützt, ihre Rechte wahrzunehmen und Zugang zu Dienstleistungen zu erhalten. Ergänzend werden Rechtsberatung und individuelle Schutzunterstützung angeboten. Dieser Schutzrahmen stellt sicher, dass besonders verletzliche Bevölkerungsgruppen Zugang zu grundlegenden Leistungen und Ansprüchen erhalten und gleichzeitig vor weiterer Gefährdung geschützt werden.
  • Psychosoziale Unterstützung (PSS): Die vielfältigen Belastungen haben die psychische Gesundheit vieler Ukrainerinnen und Ukrainer an ihre Grenzen gebracht. Die Nachfrage nach psychosozialer Unterstützung ist hoch. CARE4U4 begegnet diesen Bedürfnissen mit einem ganzheitlichen Ansatz, der individuelle psychologische Beratung und Gruppenangebote zur Stressbewältigung kombiniert.
  • Unterkunft: In den betroffenen Regionen sind viele Wohnungen und Gebäude durch den Krieg beschädigt. CARE4U4 unterstützt Haushalte mit humanitären Reparaturen – entweder durch Bargeldleistungen oder durch die Beauftragung lokaler Bauunternehmen. Dabei werden auch gemeinschaftlich genutzte Flächen in Mehrparteienhäusern instand gesetzt. So werden sichere und würdige Wohnbedingungen wiederhergestellt: In den bisherigen Phasen erreichten 97 Prozent der unterstützten Haushalte einen angemessenen Wohnstandard.

Die Integration von Schulungen zu Inklusion und zur Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt stellt sicher, dass ukrainische Partnerorganisationen diese wichtigen Dienstleistungen langfristig fortführen und ausbauen können – für nachhaltige Wirkung und mehr gesellschaftliche Resilienz.

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Titelbild: Frauen, Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen leiden besonders unter den Folgen des Krieges in der Ostukraine. Sie sind auf Schutz, Unterstützung und sichere Lebensbedingungen angewiesen. © Valentyn Kliushnyk