Youth Connection - Förderung sicherer Migration, Bildung und Berufsausbildung

beendet

Projekt in Kambodscha
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Das Pilotprojekt zielt darauf ab, die effektivsten Wege zu erforschen und zu identifizieren, um Jugendliche zu erreichen und in Sensibilisierungskampagnen über sichere Migration und Bildung, einschliesslich beruflicher Bildung, miteinzubeziehen.

Überblick

Thema

Migration

Budget

426'000 Schweizer Franken

Dauer

01.03.2024 - 28.02.2026

Projektgebiet

4 Provinzen: Oddar Meanchey, Banteay Meanchey, Siem Reap, Battambang

Zielgruppen

Gefährdete Jugendliche (Gymnasiastinnen und Gymnasiasten, Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher) zwischen 15 und 20 Jahren

Projektnummer

P240020

Finanzierung

Stiftungen

Projekt im Detail

In den letzten zwei Jahrzehnten sind Millionen von Menschen aus Kambodscha nach Thailand eingewandert, um dort saisonal oder kurzfristig zu arbeiten. Diese Art der Migration ist überwiegend irregulär, da undokumentierte Migrationsrouten kostengünstiger und unkomplizierter sind, die Migrierenden aber auch der Gefahr von Menschenhandel, Missbrauch und Ausbeutung ausgesetzt sind. Hauptgründe für temporäre Arbeitsmigration sind der Mangel an Erwerbsarbeit und alternativen Einkommensquellen sowie chronische Armut. Die meisten Migrierende sind jung und verfügen nur über eine geringe Bildung. Jährlich brechen 230'000 kambodschanische Jugendliche die Schule ab und verfügen nur über geringe Lese- und Mathematikkenntnisse. In den ländlichen Gebieten Kambodschas besuchen weniger als 34 Prozent der Jugendlichen eine weiterführende Schule, und etwa 6 Prozent entscheiden sich für eine technische oder berufliche Ausbildung. Die Abbrecherquoten erreichen in den Klassenstufen 7, 9 und 12, die entscheidende Bildungsübergänge markieren, ihren Höhepunkt und liegen bei etwa 20 Prozent. Viele Jugendliche werden von der Nachfrage nach un- und angelernten Arbeitskräften nach Thailand gelockt, wo deutlich höhere Tageslöhne gezahlt werden als in Kambodscha. Diese jungen Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten sind verschiedenen Missbräuchen wie Menschenhandel, häuslicher Gewalt, Vernachlässigung durch die Eltern, sexuellem Missbrauch und Arbeitsausbeutung ausgesetzt.

Obwohl die wichtige Rolle der Jugend in der Gesellschaft anerkannt wird, werden ihre Stimmen und Beiträge oft übersehen, da ihre Bildungschancen begrenzt sind und ihre Freizeitaktivitäten nicht wahrgenommen werden. Um der Jugend die Möglichkeit zu geben, einen positiven Wandel herbeizuführen, ist es wichtig, ihre Beteiligung und ihre Fähigkeiten zu erweitern. Initiativen wie Berufsbildungsprogramme können Möglichkeiten zur Verbesserung der Fähigkeiten bieten, insbesondere für Personen, die die Schule abgebrochen haben, arme und marginalisierte Gruppen.

Das Projekt will sein Ziel durch die folgenden Schlüsselstrategien (Outputs) erreichen:

  1. Identifizierung effektiver Outreach-Methoden: Durchführung von Bewertungen und Umfragen, einschliesslich Umfragen in den sozialen Medien und Fokusgruppendiskussionen, um zu verstehen, wie man Jugendliche am effektivsten erreicht.
  2. Einbindung von Schulabbrecherinnen und Schulabbrechern in Schulungen zur sicheren Migration: Förderung der Teilnahme an Schulungen und Workshops zur sicheren Migration.
  3. Ermutigung zur Teilnahme an Aktivitäten zur sicheren Migration und Berufsbildung: Motivierung von Schulabbrecherinnen und Schulabbrechern und Jugendlichen ausserhalb der Schule zur Teilnahme an Aktivitäten im Zusammenhang mit sicherer Migration und beruflicher Aus- und Weiterbildung (VET). Um die besten Ansätze zu ermitteln, werden die Erkenntnisse aus den Bewertungen und Erhebungen die Planung von interaktiven Veranstaltungen leiten. Dazu gehören die Erstellung massgeschneiderter Botschaften, die Nutzung von Social-Media-Plattformen und die Förderung des Austauschs unter Gleichaltrigen. Darüber hinaus werden persönliche Schulungen und die Bildung von Jugendgruppen integrale Bestandteile sein. Diese Aktivitäten zielen gemeinsam darauf ab, Jugendliche mit verschiedenen Kampagnenmethoden und -ansätzen effektiv zu erreichen und einzubeziehen. Das übergreifende Ziel ist die Förderung des Bewusstseins für sichere Migration und die Bereitstellung von Informationen über alternative Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten (Ergebnis).

Caritas Schweiz und die Partnerorganisation Child's Dream arbeiten gemeinsam an der Bewältigung der beschriebenen Herausforderungen, indem sie Inhalte zur Förderung der sicheren Migration, der Bildung und des sozialen Zusammenhalts unter Jugendlichen erstellen. Die beiden Organisationen werden ihre Stärken nutzen, wobei sich Caritas Schweiz auf sichere Migration, Kinderschutz und die Bekämpfung des Menschenhandels und Child's Dream auf Bildung und die Förderung des zivilen Raums für Jugendliche konzentriert. Um die Übereinstimmung mit den nationalen Strategien und die Nachhaltigkeit sicherzustellen, wird das Projekt eng mit dem Nationalen Komitee zur Bekämpfung des Menschenhandels (NCCT) und dem Departement für Bildung, Jugend und Sport zusammenarbeiten.

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