

Wiederherstellung der Lebensgrundlage der von Konflikt und Trockenheit betroffenen Kleinbauern in Tigraybeendet
Dieses Nothilfeprojekt hat zum Ziel die Ernährungssicherheit der konflikt- und trockenheitsbetroffenen Gemeinden im östlichen Tigray zu verbessern
Überblick
Humanitäre Hilfe
491'307 Schweizer Franken
15.02.2024 - 31.10.2024
Äthiopien, Tigray Region, Eastern Zone, Erob und Gulo Mekeda Woreda
1'338 Haushalte (davon 852 HH die bereits im vorherigen Projekt teilnahmen und 606 zusätzliche HH), insgesamt knapp 7'290 Personen
P240025
Projekt im Detail
Nach zwei Jahren Bürgerkrieg in der Region Tigray, im Norden Äthiopiens, wurde im November 2022 ein Friedensabkommen unterzeichnet. Seitdem haben sich der Zugang zu Infrastruktur und Dienstleistungen für die Bevölkerung verbessert, und auch der humanitäre Zugang zu der Region ermöglicht, sodass Massnahmen ergriffen werden konnten, um auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen. Auch Caritas Schweiz startete Anfang 2023 Hilfsmassnahmen für die von Konflikt und Vertreibung betroffenen Haushalte in der Region. Nach anfänglichen Verbesserungen verschlechterte sich die Situation der Bevölkerung in Tigray im Jahresverlauf 2023 jedoch auf Grund unregelmässigen Niederschlags wieder und die erhofften Ernten bleiben auch nach dem Konflikt aus. Entsprechend wird vom «Famine Early Warning System Network» für die erste Jahreshälfte 2024 wieder ein Notstand für die Region vorhergesagt.
Die weiterführende Intervention von Caritas Schweiz richtet sich an ländliche Gemeinden in den Woredas Gulo Mekeda und Erob, die aufgrund ihrer Nähe zur eritreischen Grenze sehr stark vom Konflikt betroffen sind und bisher keine oder nur unzureichende humanitäre Hilfe erhalten haben. Neben direkten Massnahmen zur Besserung der Lebenssituation zielt das Projekt auch darauf ab, durch Zugang zu Bewässerung und Diversifizierung die landwirtschaftliche Produktion langfristig zu verbessern.
Das Projekt kommt sowohl Familien, die bereits im vorherigen Projekt begünstigt wurden, als auch zusätzlichen Familien zugute. Die Familien sind alle besonders von Lebensmittelknappheit betroffen und wurden von der lokalen Regierung ausgewählt. Das Projekt beinhaltet drei Aktivitätenstränge:
- 600 Haushalte nehmen an «Cash for Work» Aktivitäten teil. Für ihre Mitarbeit an der Rehabilitierung eines Wassereinzugsgebiets (Wiederaufbau zweier Dämme, Hügelterrassierung sowie Bepflanzungen zum biologischen Wasser- und Bodenschutz) erhalten die mitarbeitenden Haushaltsmitglieder Geld.
- 350 Haushalte, die von Frauen geführt werden, erhalten je 15 Legehennen und lokales Hühnerfutter bis die Hühnerhalterinnen vom Erlös der Eier selber Futter kaufen können. Der Erhalt von Hennen ist an die Teilnahme in Schulungen zu Legehennenhaltung sowie den Bau eines geeigneten Stalls geknüpft.
- 508 Kleinbauern werden von Zugang zu wiederaufgebauten Bewässerungssystemen profitieren und erhalten Saatgut und Schulungen, sodass ihre langfristige Produktion gestärkt wird.
Die breit abgestützte, aktive Beteiligung von Regierungsvertretern, Gemeindevorstehern und Vertretern der Gemeinden selbst garantiert, dass das Projekt lokale Systeme und Strukturen unterstützt, nicht ersetzt.
Das vorliegende Projekt läuft unter dem Thema der Humanitären Hilfe. Das übergeordnete Ziel beinhaltet, dass Gemeinschaften in humanitären Krisensituationen ihre Grundbedürfnisse decken können, gleichzeitig werden auch längerfristige Massnahmen zur Förderung der Ernährungssicherheit ergriffen. Dieses Zusammenspiel beziehungsweise diese Dualität aus direkter Nothilfe in Form von Bargeldtransfers für Arbeit sowie Entwicklungshilfe durch die Bereitstellung von landwirtschaftlichen Produktionsmitteln (Hühner und Bewässerung) entspricht dem Prinzip des HD-Nexus und ist fester Bestandteil dieses Projekts und dem Ziel, Ernährungssicherheit und Lebensgrundlagen langfristig wieder aufzubauen.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Das Projekt wird finanziert durch:
- Glückskette


