

Widerstandskraft stärken durch Chancen und Wohlbefinden (GROW)beendet
Überblick
Einkommen, humanitäre Hilfe
567'491 Schweizer Franken
01.07.2025 - 30.06.2026
Aleppo
1445 vulnerable Syrierinnen und Syrier
P250034
Glückskette, DEZA
Projekt im Detail
Fast 14 Jahre Konflikt in Syrien haben die syrische Bevölkerung mit einer der komplexesten humanitären Krisen der Welt konfrontiert. Die wirtschaftliche Lage bleibt für vulnerable Gemeinschaften und Haushalte eine grosse Herausforderung, insbesondere beim Zugang zu sicheren und gerechten Dienstleistungen. Als Krise in der Krise erschütterte am 6. Februar 2023 ein Erdbeben von nie dagewesenem Ausmass in der Region die südlichen Teile der Türkei und Syriens. Das Beben der Stärke 7.8 sowie über 2’000 Nachbeben führten dazu, dass sich der ohnehin hohe humanitäre Bedarf drastisch erhöhte – rund 8.8 Millionen Menschen in Syrien waren direkt betroffen.
Doch die Lage in Syrien hat sich seit dem Erdbeben weiter verschlechtert. Die wirtschaftliche Blockade infolge von Regimevorgaben und internationalen Sanktionen hat die Armut deutlich verschärft. Im Jahr 2024 hat zudem der Krieg im Süden Libanons und in Gaza die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft stark von Syrien abgelenkt, was zu einem Rückgang der Hilfeleistungen führte.
Für viele Syrerinnen und Syrer ist das tägliche Leben in den letzten Monaten noch schwieriger geworden – vor allem, weil wirtschaftliche Erholungsmassnahmen ausbleiben, die neue Regierung noch im Lernprozess ist, wie die Verwaltung eines pluralistischen Staates funktioniert, und die Sicherheit für die Bevölkerung nicht gewährleisten kann. Mehrere bewaffnete Gruppen verfolgen weiterhin eigene Strategien.
Ziel von Caritas Schweiz ist es, die unmittelbaren wie auch langfristigen Auswirkungen des Erdbebens auf die betroffenen Bevölkerungsgruppen in Syrien zu verringern – durch einen ganzheitlichen Ansatz, der Individuen und Gemeinschaften stärkt. Nach einem einjährigen Nothilfe-Einsatz im Rahmen des Projekts CARES (p230034) und dem Übergang zu einem stärker mittel- und langfristig ausgerichteten Fokus im Projekt START (p240003) verfolgt das Projekt GROW das Ziel, die Selbstresilienz und das Wohlbefinden der vulnerabelsten Gruppen weiter zu stärken – und gleichzeitig die Abhängigkeit von humanitärer Hilfe zu reduzieren.
Um einkommensschaffende Möglichkeiten für betroffene Haushalte in Aleppo zu schaffen, verfolgt das Projekt GROW einen ganzheitlichen Ansatz mit einer Kombination verschiedener Massnahmen. Zunächst sollen Mehrzweck-Barhilfen zusammen mit Capacity-Building-Schulungen zur Stabilisierung des Haushaltseinkommens beitragen. Anschliessend sind Existenzgründungszuschüsse sowie Coaching zur Wiederherstellung von Lebensgrundlagen vorgesehen, um die Einkommenssituation weiter zu verbessern.
Insgesamt werden 230 Haushalte von der Bargeldhilfen und den Schulungen profitieren – davon erhalten 70 Haushalte zusätzlich einen Geschäftsgründungszuschuss. So werden insgesamt 1’150 Personen unterstützt, ihre wirtschaftliche Lage zu stabilisieren oder zu verbessern.
Gleichzeitig leistet das Projekt einen Beitrag zur Bewältigung des grossen Bedarfs im Bereich psychische Gesundheit infolge der mehrfachen Krisen. Psychosoziale Unterstützung, Sensibilisierungssitzungen und soziale Initiativen fördern das psychische Wohlbefinden von insgesamt 525 Begünstigten – durch Gruppenangebote und/oder individuelle Interventionen.
Insgesamt wird im Rahmen des Projekts GROW bei rund 1’445 Personen mit einer Verbesserung ihrer wirtschaftlichen und psychischen Lebenssituation gerechnet – und damit auch mit einer besseren Zukunftsperspektive für ihre Familien.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Titelbild: © Caritas Schweiz


