Ukraine, Polen, Moldawien, Rumänien und Slowakei

Hilfe für die vom Krieg in der Ukraine betroffenen Menschen

Caritas Schweiz setzt ein Nothilfeprogramm um und versorgt Menschen in der Ukraine mit dem Nötigsten. In den Nachbarländern Polen, Moldawien, Rumänien und der Slowakei unterstützt die Caritas die Nothilfe für die Aufnahme, Unterbringung und Versorgung der Flüchtenden.

 

Der Krieg in der Ukraine hat eine humanitäre Katastrophe ausgelöst. Die Menschen haben ihre Lebensgrundlage verloren, Familien wurden auseinandergerissen. Geflüchtete und Zurückgebliebene bangen um ihre Zukunft.

 

Die Caritas hilft Notleidenden in der Ukraine

Die humanitäre Lage in der Ukraine ist katastrophal. Es fehlt an notwendigen Gütern wie Nahrung, Wasser und Medikamenten. Das tägliche Leben ist schwierig. Wichtige Infrastruktur ist zerstört, die Stromversorgung nicht überall gewährleistet. Flüchtende und Zurückgebliebene sind traumatisiert von den Schrecken des Krieges.

Überlebensnotwendige Güter

Die Caritas in der Ukraine versorgt in über 60 Zentren und mit mobilen Teams Menschen im ganzen Land mit Lebensnotwendigem: mit Schlafplätzen, Essen, sauberem Trinkwasser, Hygieneartikeln und Medikamenten. Vor allem Frauen und Kinder bekommen wichtige Unterstützung, zum Beispiel durch kinderfreundliche Räume, in denen Kinder an Freizeitaktivitäten teilnehmen können, um mit der psychischen Belastung besser umgehen zu können.

Seit Kriegsbeginn hat die Caritas in der gesamten Ukraine über 3,5 Millionen Menschen unterstützt. In unermüdlichem Einsatz leisten über Tausend Caritas-Mitarbeitende und unzählige Freiwillige diese Hilfe. Aufgrund der Kriegshandlungen muss die humanitäre Arbeit an manchen Orten zur Sicherheit der Mitarbeitenden und der begünstigten Personen unterbrochen oder angepasst werden.

 

Bargeldhilfe

War die Hoffnung auf ein schnelles Kriegsende zu Beginn gross, ist die Bevölkerung in der Ukraine heute gezwungen, längerfristige Lösungen zu finden. Die Ersparnisse vieler Familien neigen sich inzwischen dem Ende zu, Tausende haben ihren Job verloren. Im Südosten der Ukraine unterstützt Caritas Schweiz schutzbedürftige Familien auf der Weiterreise mit Bargeld-Soforthilfe. In und um die Stadt Odessa lassen sich vertriebene Familien auch längerfristig nieder. Sie und ihre Gastfamilien erhalten über sechs Monate finanzielle Unterstützung, um sich eine neue Lebensgrundlage aufbauen zu können.

«Die Bargeldhilfe ermöglicht den Familien, in Würde für sich selbst aufkommen zu können. Gleichzeitig wird die lokale Wirtschaft gestärkt», erklärt Lukas Voborsky, Direktor Ukraine Crisis Response bei Caritas Schweiz. Ergänzend dazu bietet die Caritas den Menschen psychosoziale Unterstützung an, um die Erfahrungen im Krieg und traumatische Erlebnisse besser verarbeiten zu können.

 

«Ich hatte grosse Angst um meine Tochter.»
Tatyana Arvat flüchtete mit ihrer Tochter aus der Stadt Mykolaiv am Schwarzen Meer nach Moldawien. Die 33-Jährige zögerte lange vor der Flucht, denn sie liess Ehemann und Mutter zurück. «Als die Häuser und Strassen im Stadtzentrum zerbombt wurden, mussten wir trotzdem über eine Flucht nachdenken. Es ist beängstigend. Du weisst nicht, was dich erwartet und hast dein Kind auf dem Arm. Ich hatte weniger Angst um mich selbst, aber um meine Tochter.» Nach einer beschwerlichen Reise fanden die beiden in einem Caritas-Zentrum in Moldawien Sicherheit und freundlichen Empfang. «Ich träume davon, dass der Krieg aufhört», sagt Tatyana und hofft darauf, irgendwann in ihre Heimatstadt zurückzukehren. 

 


Hilfe in den Nachbarländern

6,65 Millionen Menschen sind auf der Suche nach Schutz aus der Ukraine über die Grenze geflüchtet. Die Versorgung und Unterbringung der Flüchtenden stellen die Nachbarländer vor grosse Herausforderungen.

Caritas Schweiz leistet in Zusammenarbeit mit den lokalen Caritas-Organisationen in Polen, Rumänien, Moldawien und der Slowakei Nothilfe. Die Menschen auf der Flucht werden mit dem Nötigsten versorgt, wie Essenspaketen, Medikamenten oder Hygieneprodukten. Neben Empfangszentren, in denen Flüchtende für einige Tage einen Schlafplatz erhalten, wurden auch längerfristige Unterkünfte eingerichtet. Hier kommen beispielsweise evakuierte Kinder aus Waisenheimen in der Ukraine unter. Erste psychologische Unterstützung und rechtliche Beratungen sind weitere Pfeiler der Nothilfe.

 
 

(Klick aufs Fähnchen für mehr Infos pro Land)

 

Die Glückskette und die DEZA unterstützen die Bargeldhilfe in der Ukraine. Das Projekt in Polen wird ebenfalls von der Glückskette unterstützt.

Die Bedürfnisse werden auch in den nächsten Monaten enorm sein und noch jahrelang weiterbestehen. Caritas Schweiz plant daher ein langfristiges Engagement in der Ukraine und Nachbarländern und ist dafür dringend auf Unterstützung angewiesen.

 

Ihre Spende

 
 

Nothilfe an der ukrainisch-polnischen Grenze, März 2022

 

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