Corona-Krise in der Schweiz

Aufruf: Direktzahlungen für die Schwächsten unserer Gesellschaft

Die Caritas rief Ende April die Politik zur gezielten Unterstützung von Armutsbetroffenen und des Mittelstands in der Corona-Krise auf. Fast 2000 Personen haben mit ihrer Unterschrift den Forderungen der Caritas mehr Gewicht gegeben. Und der Aufruf verhallte nicht ungehört.

 

Die Corona-Krise verursacht für Armutsbetroffene und für Menschen, die in unserem Land nur knapp über der Armutsgrenze leben, eine dramatische Verschlechterung der Lebenssituation. Wer vorher noch knapp auf eigenen Beinen stand, droht nun auch in die Armut abzurutschen. Die Marginalisierung am unteren Rand der Gesellschaft droht sich auszuweiten – bis in den Mittelstand hinein. Davon zeugen die vielen Gesuche um Hilfe, die in den letzten Wochen bei der Caritas eingegangen sind.

Das Unterstützungspaket des Bunderates angesichts der Corona-Krise ist zu begrüssen. Es weist aber gravierende Lücken auf. Es erreicht Menschen mit den tiefsten Einkommen und Armutsbetroffene in der Schweiz nur ungenügend. Anlässlich der Sondersession 2020 zur Corona-Krise rief die Caritas deshalb das Parlament dazu auf, diese Lücken zu schliessen und die notwenigen Massnahmen zu ergreifen, damit auch die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft in genügendem Masse Unterstützung erfahren.

Anlässlich der Sondersession 2020 zur Corona-Krise rief die Caritas deshalb das Parlament dazu auf, diese Lücken zu schliessen und die notwenigen Massnahmen zu ergreifen, damit auch die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft in genügendem Masse Unterstützung erfahren.

 

Konkrete Forderungen zeigen Wirkung

Caritas fordert Parlament und Bundesrat auf, die dramatische Situation der Menschen mit kleinen Einkommen wahrzunehmen und folgende Unterstützungsmassnahmen zu ergreifen:

  • Kostenlose Krippenplätze für Familien mit kleinem Einkommen
  • Verbilligung von Krankenkassenprämien während 2 Jahren um 50 Prozent erhöhen
  • Kurzarbeitsentschädigungen für tiefe Einkommen, die 100 Prozent des Monatslohnes decken
  • Einmalige Direktzahlungen in der Höhe von 1000 Franken für Menschen mit Kleineinkommen und Marginalisierte

Über eine Million Menschen sind armutsgefährdet oder leben bereits in Armut. Sie in der Corona-Krise zu unterstützen, ist eine notwendige Investition in die soziale Stabilität der Schweiz

Mehrere Politikerinnen und Politiker lancierten daraufhin Vorstösse, sowohl im Stände- als auch im Nationalrat. Das Thema ist damit in der Politik angekommen. Rund 2000 Personen haben unseren Aufruf unterzeichnet und damit den Forderungen zugunsten von Menschen in Not in der Corona-Krise mehr Gewicht gegeben. Herzlichen Dank.

 

Der Aufruf im Wortlaut

  • Direktzahlungen für die Schwächsten
    Dateiformat: pdf / 174 KB
    Aufruf der Caritas zur gezielten Unterstützung von Armutsbetroffenen und des Mittelstands in der Coronakrise. (April 2020) Download
 
 
 
 
 
 
Ersatzinhalt-Startseite-Standard-DE
 
 

Caritas Schweiz
Adligenswilerstrasse 15
Postfach
CH-6002 Luzern

 

PC 60-7000-4
IBAN CH69 0900 0000 6000 7000 4
Spenden können bei den Steuern in Abzug gebracht werden.

 

Spenden­beratung

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne persönlich. 

MEHR