Corona-Krise: Familien und Alleinstehende in akuten Notlagen brauchen unsere Hilfe

Die Folgen der Corona-Krise sind nicht nur gesundheits- und wirtschaftspolitisch schwerwiegend. Sie stürzen auch zahlreiche Menschen, die bereits vorher am Existenzminimum lebten, in eine akute Notsituation. Mit Ihrer Hilfe kann die Caritas diese Personen rasch und unbürokratisch unterstützen.

 

In Krisensituationen geraten die Schwächsten einer Gesellschaft am stärksten unter die Räder. Das ist auch in der aktuellen Corona-Krise der Fall, wie die zahlreichen bei uns eintreffenden Anfragen um Hilfe deutlich zeigen.

Bei der Caritas haben sich seit März zahlreiche Menschen in Notsituation gemeldet. Viele waren auf einmal in finanzielle Engpässe geraten, weil ihre Arbeit im Stundenlohn oder auf Abruf nicht mehr gefragt war, weil sie infolge Kurzarbeit 20 Prozent ihres Einkommens einbüssten oder weil sie als Selbständige keine Kundschaft mehr hatten. Es fehlte ihnen am Geld, um anstehende Rechnungen für die Miete, die Krankenkasse oder ärztliche Behandlungen zu bezahlen. Manche Eltern wussten nicht einmal mehr, wie sie die täglichen Einkäufe für sich und ihre Kinder berappen sollten. Die Anfragen um Unterstützung sind weiterhin hoch: Viele Betroffene haben sich zuerst selbst geholfen und ihre Ersparnisse aufgebraucht, nun aber brauchen auch sie Unterstützung.

Menschen in solchen Situationen sind in akuter Gefahr. Hugo Fasel, Direktor von Caritas Schweiz, konstatiert: «Familien und Alleinstehende mit Kleineinkommen und einem Zuverdienst sind innert kürzester Zeit in die Krise geraten. Für sie steht kein vom Finanzdepartement garantierter Kredit zur Verfügung. Die Ärmsten trifft es heftig.»

 

Direktzahlungen für über 9000 Personen

Die Caritas setzt sich deshalb auch, ja gerade in der Krise vehement für die Armutsbetroffenen und für Familien in prekären Lebenssituationen ein. Sie leistet gemeinsam mit allen 16 Regionalen Caritas-Organisationen und mit Unterstützung der Glückskette rasch und unbürokratisch einmalige Überbrückungshilfe, etwa für die Bezahlung einer dringend anstehenden Rechnung oder in Form eines Einkaufsgutscheins. Bis Ende Juli konnte Caritas in der ganzen Schweiz auf diese Weise 9400 Personen in der ganzen Schweiz unterstützen. Der gesamte bisher dafür eingesetzte Betrag beläuft sich auf 2,6 Millionen Franken. 
Die Hilfe erfolgt subsidiär. Die Sozialdienste der Regionalen Caritas-Organisationen unterstützen Betroffene mit Beratung, machen sie auf weitere Angebote aufmerksam und weisen sie an die richtige Stelle. 

Caritas-Markt: Gutscheine, Vergünstigungen und Gratismasken 

Die 21 Caritas-Märkte haben bisher 24 000 Gutscheine in der Höhe von 10 Franken abgegeben und gleichzeitig die Preise für Grundnahrungsmittel weiter reduziert. Seit Beginn der Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln geben sie Hygienemasken an Armutsbetroffene ab. Kundinnen und Kunden erhalten bei jedem Besuch im Laden jeweils gratis eine Maske. Bis Ende Jahr stehen 500 000 Masken zur Verteilung bereit.

Corona-Projekte in den Regionen

Die Regionalen Caritas-Organisationen haben zusätzlich zu der Beratung und Hilfe mit Direktzahlungen eine Vielzahl von Projekten lanciert, die auf die spezifischen Bedürfnisse von Armutsbetroffenen in der Corona-Krise antworten. Dazu zählt zum Beispiel:

  • Reparatur-Dienst für Velos im Kanton Jura
  • Unterstützung durch Freiwillige bei digitalen Formularen oder E-Banking im Kanton Aargau
  • ein Heimlieferservice für Güter des täglichen Gebrauchs und Medikament im Kanton St. Gallen 
  • Ausbau der Schuldenberatung im Kanton Tessin

Insgesamt haben die Regionalen Caritas-Organisationen mit Unterstützung der Glückskette 46 Corona-Projekte in einem Umfang von 1,5 Millionen Franken lanciert. Davon profitieren in den kommenden Monaten rund 70 000 Personen.

Bringen Sie mit Ihrer Spende Ihre Solidarität zum Ausdruck

Damit wir dieser Bevölkerungsgruppe, die schon vor dem Corona-Virus am Existenzminimum lebte, wirksam helfen können, sind wir dringend auch auf Ihre Unterstützung angewiesen. Mit Ihrer Spende bringen Sie Ihre Solidarität und Mitgefühl mit jenen Menschen zum Ausdruck, die wegen der Corona-Krise unverschuldet in eine Notlage geraten sind. Sie engagieren sich für den sozialen Zusammenhalt, und Sie setzen ein Zeichen der Hoffnung, das in solch schwierigen Zeiten dringend nötig ist.

 

Ihre Spende

 

Aufruf: Direktzahlungen für die Schwächsten

Die Caritas kann nur einen Teil der Not bekämpfen. Das Unterstützungspaket des Bundesrates zur Bewältigung der Coronakrise erreicht Menschen mit den tiefsten Einkommen nur ungenügend. Wir gelangten deshalb an den Bundesrat und ans Parlament. Armutsbetroffene und der Mittelstand brauchen in der Corona-Krise gezielte Unterstützung! Unser Aufruf verhallte nicht ungehört.

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Hinweis für Hilfesuchende

Wir sammeln für Menschen, welche bereits vor der Corona-Krise am Existenzminimum lebten. Und die jetzt aufgrund der aktuellen Situation zusätzlich in eine Notlage geraten.

Es sind die Caritas-Organisationen in den Regionen, die auf Ihre Anfrage hin abklären, ob wir Sie unterstützen können. Wir bitten Sie daher, sich an die Caritas in Ihrer Region zu wenden. Bitte legen Sie Ihrer Anfrage einen Nachweis (z.B. KulturLegi, Caritas-Markt-Karte, Sozialhilfebezug) bei. Je nach Situation werden wir Sie um die Zusendung weiterer Unterlagen bitten.

Lebten Sie vor der Corona-Krise noch nicht in einer prekären Situation? In diesem Fall bitten wir Sie, sich direkt an die zuständigen Behörden (zum Beispiel die Sozialdienste ihrer Wohngemeinde) zu wenden. Wenn Sie eine AHV-Rente beziehen, dann melden Sie sich bitte bei Pro Senectute.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Geduld. Wir wünschen Ihnen viel Kraft und Mut in dieser schwierigen Zeit.

Adressen der Regionalen Caritas-Organisationen

 

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