Afrika - für eine Partnerschaft auf Augenhöhe

Katastrophen und Armut neben Savannenidyll: Oft genug prägen heute stereotype Bilder unsere Haltung zu Afrika. Diese Bilder zu hinterfragen und einen neuen, partnerschaftlichen Weg mit den Menschen und den Ländern Afrikas einzuschlagen ‒ dafür plädiert die Caritas.

 

Wer kennt sie nicht, die Bilder von den Giraffen beim Sonnenuntergang in der Savanne? Und gleichzeitig diejenigen von Hunger und Krieg in Somalia, Nigeria oder dem Sudan? Zu keinem Gebiet der Welt ist unser Verhältnis so zwiespältig, mit so vielen Klischees beladen wie das zu  Afrika, Sehnsuchtsort und Katastrophenkontinent. 

Aber hätten Sie ein klares Bild der Innenstadt von Nairobi, Addis Abeba oder einer anderen afrikanischen Grossstadt vor dem Auge? Hätten Sie gewusst, dass sich 2018 sechs von zehn der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in Afrika befanden? Dass der grösste Teil afrikanischer Migration auf dem Kontinent selbst stattfindet?

Hinzu kommt: Wir tendieren dazu, gerade Afrika südlich der Sahara als Einheit zu sehen. Zwischen Äthiopien und Guinea, dem Tschad und Südafrika aber gibt es so viele verschiedene klimatische, demographische, politische, soziale und geologische Gegebenheiten, dass Ruedi Küng im Almanach Entwicklungspolitik 2020 von Caritas Schweiz schreibt: «Afrika gibt es und gibt es nicht».

Lassen Sie uns deshalb unsere Afrika-Bilder immer wieder hinterfragen und differenzieren. Lassen Sie uns mehr lernen über diesen vielseitigen und vielschichtigen Kontinent! Das ist die Grundvoraussetzung für ein wirklich faires, partnerschaftliches Verhältnis zu den afrikanischen Staaten und den Menschen, die dort leben. 

 

Von der Ausbeutung zur Partnerschaft

Auch der heutige Umgang der offiziellen Schweiz mit Subsahara-Afrika ist einseitig und weist gravierende Mängel auf.

  • Ist von Afrika die Rede, geht es meist darum, Migration zu verhindern. Denn sie wird bloss als Bedrohung, nicht aber als Chance gesehen.
  • Für die Schweiz als weltweit wichtigster Rohstoffhandelsplatz sind afrikanische Länder zentral. Dabei verzichtet sie auf Transparenz und klare Regeln für Konzerne. So trägt die Schweiz zu Korruption, Menschenrechtsverletzungen, Umweltschäden oder Steuerflucht bei ‒ und schädigt ihren Ruf.
  • Die Klimaerwärmung, die zu grossen Teilen von den Ländern des Nordes wie der Schweiz verursacht wird, ist für Afrika eine riesige Herausforderung. Die Schweiz steht in der Pflicht, die afrikanischen Länder umfassend zu unterstützen. Dafür muss sie deutlich mehr Geld einsetzen als heute. 

Afrika ist im Wandel, gleichzeitig möchte die Schweiz ihre Entwicklungszusammenarbeit in den kommenden Jahren stärker auf Afrika ausrichten. Daraus entstehen Chancen, die es zu nutzen gilt. Jetzt ist der Zeitpunkt für eine umfassende Afrika-Strategie, die eine richtige Partnerschaft mit den afrikanischen Ländern auf Augenhöhe ermöglicht. 

 

Das Engagement der Caritas in Afrika

Caritas Schweiz arbeitet im Sahel und in Ostafrika mit lokalen Partnern zusammen, die mit Bäuerinnen und Bauern landwirtschaftliche Produkte entwickeln und verarbeiten. Das Thema Einkommen ist aber nur ein Schwerpunkt. Wir unterstützten die Menschen auch dabei, sich an den Klimawandel anzupassen. Weiter schützen wir Migrantinnen und Migranten. Bei allen drei Themen arbeitet Caritas Schweiz vor allem mit den Armen zusammen. 

 
 

...zum Beispiel Lilian und Augustin aus Uganda

Lilian und Augustin Ariokot aus Uganda mussten wegen des Bürgerkriegs ihre Hoffnungen auf eine gute Ausbildung begraben. Arbeitslosigkeit und Armut grassierten. Die Caritas unterstützte sie dabei, ihre Hühnerbestände aufzubauen und die Hühner systematisch zu verkaufen. Und sie lernten nachhaltige Anbautechniken, klimaresistente Landwirtschaft und eine Diversifizierung des Anbaus. So können sie sich eine nachhaltige Einkommensquelle aufbauen.

 

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