Hilfe für Flüchtlinge in Syrien

Hilfe für Flüchtlinge in Syrien

Mehr als 11 Millionen Menschen aus Syrien sind auf der Flucht, etwa die Hälfte davon sind Kinder. Caritas Schweiz leistet seit 2012 Nothilfe und langfristige Unterstützung in einem Umfang von 18 Millionen Franken in Jordanien, Syrien, im Libanon und im Nordirak.

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Positionspapiere

Das Recht auf Menschenwürde in der Arbeitsmigration

Weltweit lebt heute nahezu eine Viertelmilliarde Menschen ausserhalb des jeweiligen Herkunftslandes. Knapp hundert Millionen sind innerhalb und zwischen Entwicklungsregionen migriert, in der Hoffnung, der Armut und Perspektivenlosigkeit oder der Gewalt zu entfliehen. Allein in den Golfstaaten leben rund 25 Millionen Arbeitskräfte aus Entwicklungsländern, insbesondere aus Süd- und Südostasien. Oft werden sie Opfer unterschiedlichster Formen von Ausbeutung und Diskriminierung - bei der Rekrutierung, unterwegs oder am neuen Arbeitsort. Sie geraten in die Fänge skrupelloser Vermittlungsagenturen, werden als Hausangestellte ausgebeutet, sind Opfer von Menschenhandel und Prostitution oder haben aufgrund eines irregulären Status keinerlei rechtlichen Schutz. Dies betrifft auch Millionen Kinder und Jugendliche. Diesen Menschen kann Migration dann eine Perspektive bieten, wenn sie am neuen Ort unter menschenwürdigen Bedingungen leben und arbeiten können. Deshalb ist die Forderung nach "Decent Work" ein entscheidender Baustein für faire Migration und gehört auch zur Zielsetzung der "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung". Download


 

Das Völkerrecht schützt unsere Grundrechte

Die Eidgenössische Volksinitiative "Schweizer Recht statt fremde Richter" verlangt, dass die Schweizer Bundesverfassung dem Völkerrecht vorgehen soll. Sie zielt insbesondere auf die Europäische Menschenrechtskonvention und nimmt sogar deren Kündigung in Kauf. Caritas Schweiz lehnt diese Initiative entschieden ab. Anstatt Selbstisolierung zu proklamieren, soll die Schweiz weiterhin ihren Beitrag an die internationale Staatengemeinschaft leisten und an einer gemeinsamen Weiterentwicklung des Rechts mitarbeiten. Download


 

Die Agenda 2030 fordert die Schweiz

Die Schweiz bekennt sich zur nachhaltigen Entwicklung. Sie hat ihre Zustimmung zur «Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung» gegeben, die im September 2015 von der UNO-Generalversammlung verabschiedet wurde. Damit verpflichtet sie sich, die zugehörigen «Ziele für nachhaltige Entwicklung» im Inland umzusetzen und zur Zielerreichung in Entwicklungsländern beizutragen. Dieses Positionspapier konzentriert sich auf die innenpolitische Bedeutung der Agenda 2030 und zeigt auf, was die Umsetzung dieser Ziele konkret bedeutet. Download


 

Wohin steuert die Schweiz in der Armutspolitik?

Die Caritas nimmt die Halbzeit der Dekade «Armut halbieren» zum Anlass, die erreichten Fortschritte in der Schweizer Armutspolitik auszuweisen und weiteren Handlungsbedarf zu benennen. Dabei richtet sich der Blick in einem ersten Teil auf die allgemeinen Entwicklungen der nationalen und kantonalen Armutspolitik, wobei auch aktuelle Trends aufgearbeitet werden. Der zweite Teil widmet sich spezifisch der Familienarmut und dabei insbesondere der Frage, ob die Kantone Strategien entwickelt haben, um Familienarmut wirksam zu bekämpfen. Download


 

Die Schweiz - ein Teil der Welt

Im kommenden Jahr wird der Bundesrat dem Parlament seine Botschaft zur Internationalen Zusammenarbeit 2017–2020 vorlegen, in welcher er die künftige strategische Ausrichtung für die Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe sowie für die Menschenrechtsarbeit und Friedensförderung festlegen wird. Mit dem vorliegenden 10-Punkte-Programm für eine wirkungsvolle Entwicklungsagenda will Caritas aufzeigen, in welche Richtung die neue Botschaft aus ihrer Sicht entwickelt werden sollte. Download


 

Gegen die Armut Alleinerziehender

Armut in der Schweiz kennt viele Gesichter. Überdurchschnittlich von Armut betroffen sind Alleinerziehende: Hier trifft es jede sechste Familie. Mütter oder Väter, die ihre Kinder alleine versorgen und erziehen, die also den Hauptteil der Familienarbeit und der Kinderbetreuung leisten, sind oft nicht in der Lage, ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen. Die Politik darf der prekären Situation armutsbetroffener Alleinerziehender nicht tatenlos zusehen. Caritas benennt im vorliegenden Positionspapier den dringlichsten Handlungsbedarf. Download


 

Besserer Schutz durch mehr Rechte

Menschen, die in der Schweiz mit dem Status «Vorläufige Aufnahme» leben, haben eingeschränkte Rechte. Als Folge geraten sie in höchst prekäre Lebenslagen: Kaum Zugang zu Arbeit, weniger Sozialhilfe als üblich, eingeschränkte Mobilität und drei Jahre lang kein Recht, die Familie nachzuziehen. Kurz: eine verunmöglichte gesellschaftliche Integration. Diese wiederum ist jedoch Voraussetzung, um eine Aufenthaltsbewilligung und Perspektiven zu erhalten. Dieser Teufelskreis muss unterbrochen werden. Caritas fordert, dass die Vorläufige Aufnahme durch einen Schutzstatus ersetzt wird, der dieselben Rechte gewährt wie für anerkannte Flüchtlinge. Download


 

Wohnen und Armut

Caritas hat ihre jährlichen Beobachtungen zur Armutspolitik vorgelegt. Sie sind dieses Jahr dem Zusammenhang von Wohnen und Armut gewidmet. Basis des Berichts ist eine Umfrage bei allen Kantonen.

Fazit: Nur eine Minderheit der Kantone betreibt eine aktive Wohnpolitik, die darauf abzielt entweder Armut zu verhindern oder Armut zu bekämpfen. Download


 

In den Zwängen fragiler Staatlichkeit

Laut OECD gelten über 50 Staaten als fragil. Sie sind nicht in der Lage, ihre Kernaufgaben wie den Schutz der Bevölkerung oder soziale Dienstleistungen wahrzunehmen und weisen grosse rechtsstaatliche Defizite auf. Sie sind vielfach Schauplatz von gewaltsamen Konflikten, die Sicherheitslage ist äusserst prekär. Gleichzeitig gehört eine Mehrheit der fragilen Staaten zu den ärmsten Entwicklungsländern, den Zielländern der Entwicklungszusammenarbeit. Von den grossen Herausforderungen, die sich dabei „in den Zwängen fragiler Staatlichkeit“ stellen, handelt das neue Caritas-Positionspapier. Download


 

Zur Asylrechtspolitik der Schweiz

Nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative finden hitzige Diskussionen zur Einführung von Kontingenten und Höchstzahlen statt. Dabei geht vergessen, dass die Asylrechtspolitik nach schrittweisen Verschärfungen bereits an einem Punkt angelangt ist, wo sie Asylsuchenden fundamentale Rechte vorenthält und das Prinzip der «Gleichheit vor dem Gesetz» verletzt. So entsprechen Asylverfahren nicht den üblichen Verwaltungsverfahren, die Asylsuchenden erhalten weniger Sozialhilfe und sie dürfen anfangs keiner Erwerbstätigkeit nachgehen. Caritas zeigt im Positionspapier die Ungleichheiten auf und formuliert Forderungen. Download


 

Zwischen High-Tech, Favelas und Ochsenkarren

Schwellenländer sind nach wie vor Zielländer der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Staatliche wie private Entwicklungsakteure sind gefordert zu klären, ob sie diese Zusammenarbeit weiterführen sollen, und falls ja, in welcher Form und mit welchen Kriterien. Caritas Schweiz erläutert im vorliegenden Positionspapier, warum sie das Engagement zugunsten der armen und benachteiligten Bevölkerungsgruppen aufrecht erhält und nach welchen Prinzipien sie dabei arbeitet. Von der Schweiz fordert sie gleichzeitig Politikkohärenz gegenüber Schwellenländern im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung und der Einhaltung der Menschenrechte. Download


 

Roma-Projekte in Mittelund Osteuropa

Caritas Schweiz konzentriert sich seit 2005 in ihren Roma-Projekten auf den Westbalkan bzw. auf Bosnien-Herzegowina und auf den Kosovo. Zuvor unterstützte sie gelegentlich Roma-Projekte von Partnerorganisationen in Rumänien und Bulgarien. Im Zusammenhang mit dem Erweiterungsbeitrag der Schweiz für Rumänien hat Caritas Schweiz dann mit ihrer Partnerorganisation Caritas Satu Mare ein Programm für drei Roma-Tageszentren in den Landkreisen Satu Mare und Maramures entwickelt, das ab 2014 umgesetzt wird. Das vorliegende Dokument ist ein erster Versuch, die von Caritas Schweiz bis anhin in Mittel- und Osteuropa realisierten Roma-Projekte auszuwerten und zu beurteilen. Gleichzeitig will es für die Komplexität des Themas Verständnis schaffen. Download


 

Kinder und Jugendliche in den Zwängen des Asylrechts

Mit der Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte des Kindes – kurz Kinderrechtskonvention – hat sich die Schweiz bereits im Jahr 1997 verpflichtet, das Kindeswohl bei allen staatlichen Massnahmen zu berücksichtigen. In der Asylpolitik löst sie diese Verpflichtung aber nicht ein. Grundlegende Kinderrechte, wie das Recht auf besonderen Schutz, auf Bildung oder auf einen angemessenen Lebensstandard und Partizipation sind nicht eingehalten. Damit die Kinderrechtskonvention eingehalten wird, sieht Caritas Schweiz in der Schweizer Asylpolitik dringenden Handlungsbedarf. Download


 

Mit Chancengleichheit gegen Armut

Armut wird in der Schweiz massgeblich vom Bildungsniveau beeinflusst. Grundsätzlich gilt: Je besser ausgebildet eine Person ist, desto geringer ist ihr Risiko, in die Armut abzurutschen. Gleichzeitig können ungleiche Startbedingungen beim Eintritt in den Kindergarten im Laufe der Schulkarriere nicht wettgemacht werden. Für eine Verbesserung der Chancengleichheit ist also die Frühe Förderung vor dem Eintritt in den Kindergarten entscheidend. Hierzulande liegt die Frühe Förderung in der Kompetenz der Kantone. Der vorliegende Monitoring- Bericht fragt nach kantonalen Strategien zur Frühen Förderung als Instrument der Armutsbekämpfung. Download


 

Armut verhindert Anpassung an den Klimawandel

Im Herbst 2013 erschien der Fünfte Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC. Er bestätigt die bisherigen Erkenntnisse des Klimawandels, macht aber deutlich, dass die Auswirkungen rascher spürbar sein werden als bisher angenommen. Die Bevölkerung in besonders sensiblen Regionen wie dem Sahel wird verstärkt extremen Wetterereignissen ausgesetzt sein. Doch die Sahelländer gehören zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder weltweit. Es ist diese Armut, welche einer erfolgreichen Anpassungsstrategie an die unweigerlichen Veränderungen im Wege steht. Download


 

Wenn Schulden die Existenz bedrohen

Mindestens 570 000 Personen in der Schweiz befanden sich im Jahr 2008 in einer kritischen finanziellen Situation. 41 Prozent der Haushalte der niedrigsten Einkommensklasse konnten 2011 keine unerwarteten Ausgaben in der Höhe von 2000 Franken tätigen. Aufgrund ungenügenden Einkommens oder ungeplanter Ereignisse können diese Menschen in eine Überschuldung und damit in ein Leben am Existenzminimum geraten. Die Caritas fordert deshalb den Ausbau der Schulden- und Armutsprävention. Um die negativen Folgen eingetretener Überschuldung zu beheben, verlangt Caritas die Stärkung der Sozial- und Schuldenberatung. Download


 

Bevölkerungspolitik auf Irrwegen

„Stopp der Überbevölkerung“ heisst das Ziel der Ecopop-Initiative. Die darin vorgeschlagenen Massnahmen sind aber untauglich, die demografische Entwicklung in der Schweiz und in den armen Ländern des Südens zu beeinflussen.

Aus migrations- und entwicklungspolitischer Sicht führen sie in eine völlig falsche Richtung, wie Caritas in ihrem neuen Positionspapier darlegt. Download


 

Care-Migration braucht faire Rahmenbedingungen

Um die älteren Angehörigen in den eigenen vier Wänden betreuen zu können, beschäftigen immer mehr Schweizer Haushalte Care- Migrantinnen aus Osteuropa – oft zu prekären Arbeitsbedingungen. Welche Bedingungen sind Voraussetzung, damit sich für die Migrantinnen der Einsatz im Ausland lohnt? Und ist der Einsatz von hin- und herpendelnden Migrantinnen ein Zukunftsmodell für die Versorgung der älteren Bevölkerung der Schweiz? Caritas fordert neue Rahmenbedingungen auf unterschiedlichen Ebenen. Download


 

Klimapolitik ist auch Entwicklungspolitik

Die internationale Klimapolitik steht vor entscheidenden Weichenstellungen. Es geht um einen verbindlichen Weltklimavertrag mit dem übergeordneten Ziel, die Klimaerwärmung auf maximal 2° Celsius gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Die Schweiz muss sich dafür einsetzen, dass die dringend nötigen Massnahmen zum Schutz des Klimas nicht auf Kosten einer nachhaltigen Entwicklung im Interesse der benachteiligten und armen Menschen gehen. Denn Klimapolitik ist auch Entwicklungspolitik. Caritas formuliert in diesem Positionspapier, wie die Schweizer Politik diesem Anspruch gerecht werden kann. Download


 

Für Realitätssinn, Augenmass und Fairness

Die Schweizer Asylpolitik ist während der letzten Monate in den Fokus hitziger Medien- und Parlamentsdebatten geraten. In jüngster Zeit spitzt sich die medial angeführte Asyldebatte gar auf das Thema Asylsuchende und Kriminalität zu und bereitet den Boden für immer kühnere und realitätsfremde politische Rezepte: Reduktion der Asylsuchenden zu gewährenden Unterstützung auf blosse Nothilfe, flächendeckende DNA-Analysen, Handy- und Rayonverbote und zahlreiche andere Vorschläge sollen dafür sorgen, dass im Zeichen der Asylabwehr die Asylsuchenden letztlich in aussichtslose Notlagen abgedrängt und ihnen grundlegende Rechte vorenthalten werden. Ausserdem wird mit Kriminalität Politik gemacht. Dies zeigen auch die Beschlüsse des Nationalrats in der Sommersession 2012 zur Verschärfung des Asylrechts. Download


 

In eine gemeinsame Zukunft investieren!

Im Bewusstsein um den eigenen Wohlstand zeigt die Schweiz sich solidarisch mit jenen Menschen, die in Armut leben, die zu Opfern von Gewaltkonflikten und Katastrophen werden, die an den Errungenschaften der Globalisierung nicht teilhaben. Fünf Promille des Bruttonationaleinkommens für internationale Zusammenarbeit einzusetzen, dies muss dabei eine Selbstverständlichkeit sein. Die Botschaft des Bundesrates, die dieses Jahr im Parlament zur Abstimmung kommt, zeigt auf, wie die internationale Zusammenarbeit 2013–2016 aussehen soll. Sie steht in langer Tradition humanitären und solidarischen Handelns und ist auf globale Herausforderungen wie Armutsbekämpfung oder Schutz der globalen öffentlichen Güter fokussiert, sie verfolgt die richtigen Schwerpunkte, setzt ihre Mittel effizient und effektiv ein, arbeitet partnerschaftlich und wirkungsorientiert.

Die Eidgenössischen Räte sollen der Botschaft ohne Abstriche zuzustimmen. Diese darf nicht zum Tummelfeld politischer und wirtschaftlicher Einzelinteressen werden. Caritas formuliert im vorliegenden Positionspapier verschiedene Erwartungen an Parlament und Verwaltung. Sie tut dies aus entwicklungspolitischer Sicht und auf der Grundlage ihrer Erfahrungen in der humanitären Hilfe und in der Entwicklungszusammenarbeit. Download


 

Für eine zukunftsfähige und soziale Schweiz

In ihrer Stellungnahme zu den Parlamentswahlen 2011 thematisiert die Caritas drei zentrale Herausforderungen, die der Bundesrat und die Eidgenössischen Räte in der kommenden Legislaturperiode angehen müssen.

Die Caritas lässt sich in ihrer Stellungnahme vom Grundsatz der Bundesverfassung leiten, wonach sich die Stärke eines Volkes am Wohl der Schwachen misst. Vor diesem Hintergrund formuliert sie unter dem Stichwort «Armut halbieren» eine erste Herausforderung. Die Caritas erachtet die wirksame Bekämpfung und Vermeidung von Armut als dringende politische Aufgabe. Das muss durch umfassende bildungspolitische Massnahmen geschehen, durch die Bereitstellung von Angeboten der beruflichen und sozialen Integration für dauerhaft Erwerbslose sowie durch eine einheitliche, gesetzliche Regelung, die festlegt, wie die soziale Existenz zu sichern ist.

Im Bereich Migration, der zweiten zentralen Herausforderung, mahnt die Caritas den Verzicht auf ausländerfeindliche Stimmungsmache und Augenmass in Fragen der Integration an. Ausserdem warnt sie davor, das Recht auf Asyl weiter auszuhöhlen. Was die dritte Herausforderung – den Ausgleich des weltweiten Nord-Süd-Gefälles – angeht, fordert die Caritas den Bundesrat und das künftige Parlament unter anderem dazu auf, die 0,5 Prozent des Bruttonationaleinkommens für die Entwicklungshilfe beizubehalten. Diese sollen mittelfristig auf 0,7 Prozent aufgestockt werden. Download


 

Ein Bildungspaket gegen Armut

Die Caritas fordert, dass durch koordinierte Politik des Bundes und der Kantone die Zahl der armutsbetroffenen Menschen bis 2020 halbiert und das Risiko der sozialen Vererbung von Armut markant verringert wird. Das Bildungswesen ist neben der Familie die zentrale Sozialisationsinstanz und für die Verteilung von Lebenschancen in hohem Masse mitverantwortlich. Unsere Bildungsbiografie hat entscheidenden Einfluss darauf, welche Arbeitsstelle wir finden und welches Einkommen wir erzielen. Bildungspolitik ist daher ein äusserst wichtiger Pfeiler von Armutsprävention und muss schon in der frühen Kindheit ansetzen. Daher beschäftigt sich dieses Positionspapier der Caritas mit Bildungspolitik als Armutspolitik und fordert ein umfassendes Bildungspaket für die Schweiz. Download


 

Swissness muss für Solidarität stehen

«Swissness» ist in Mode, auch in der Entwicklungszusammenarbeit. Doch der Begriff ist unscharf, schwankt zwischen sichtbarem Label und helvetischen Eigeninteressen: Kernkompetenzen wie Wasserwirtschaft oder Versicherungswesen werden identifiziert und als komparative Vorteile dargestellt, deren Träger als (neue) Akteure der Entwicklungszusammenarbeit ausgemacht. Mit Swissness sollen Konzerne wie Nestlé oder Swiss Re ins Boot geholt und mit Aufträgen versehen werden.

«Swissness» dürfte in der Debatte um den Rahmenkredit 2013–2016 oft gehört werden. Deshalb muss klar sein, für was sie steht. Denn die Entwicklungszusammenarbeit ist zu wichtig, als dass sie zum Spielball politischer Profilierung und Tummelfeld wirtschaftlicher Interessen wird. «Swissness» muss für Solidarität stehen, sagt Caritas. Die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit hat eine lange Tradition humanitären und solidarischen Handelns. Ihre Qualität ist ausgewiesen, ihr partnerschaftliches Wirken wird allseits anerkannt, ihre Schwerpunkte wie Armutsbekämpfung oder Schutz der globalen öffentlichen Güter sind unbestritten. Auch privatwirtschaftliche Akteure haben sich diesem Verständnis unterzuordnen. Download


 

Migration: ein Plus für die Schweiz

Welchen Effekt hat die Migration auf den Schweizer Sozialstaat? Profitiert unser Land oder macht es Verluste? Diese Fragen werden in Politik und Öffentlichkeit heftig diskutiert. Caritas zeigt auf, dass die Schweiz sowohl bei den Sozialversicherungen als auch bei den anderen sozialstaatlichen Leistungen von der Migration profitiert.

Die hohe Sozialhilfequote und überproportionale Vertretung von Ausländerinnen und Ausländern in einigen Sozialversicherungen und der Sozialhilfe sind vor allem historisch bedingt. Zudem sind nicht die Nationalität, sondern soziale Faktoren wie Bildungsstand und Geschlecht relevant. Caritas setzt sich dafür ein, dass sich die sozialstaatlichen Leistungen an den Bedürfnissen aller Menschen in der Schweiz orientieren, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden. Auch fördert sie die Integration und Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt, im Bildungs- und Gesundheitswesen.

Caritas ist es ein zentrales Anliegen, die positiven Effekte der Migration in die Öffentlichkeit zu tragen. Damit kann das durch das Aufbauschen von einzelnen Missbrauchsfällen entstandene negative Bild revidiert werden. Gleichzeitig weist Caritas darauf hin, dass sie sich nicht allein am ökonomischen Nutzen von Personen – Zugewanderten oder Einheimischen – orientiert: Hinter den Fakten und Zahlen stehen Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Download


 

Armut in der Schweiz verhindern

Jede zehnte Person in der Schweiz lebt in Armut. Mangelnde Zukunftsperspektiven und soziale Ausgrenzung prägen den Alltag dieser Menschen. Trotzdem gab es bis anhin in der Schweiz keine Strategie zur Armutsbekämpfung. Im Frühjahr 2010 hat der Bundesrat nun die lange angekündigte «Gesamtschweizerische Strategie zur Armutsbekämpfung» veröffentlicht. Am 9. November wird dieser Bericht in der «Nationalen Konferenz zur gemeinsamen Bekämpfung der Armut» diskutiert. Dass Armut in der Schweiz auf nationaler Ebene und unter der Ägide des Bundes thematisiert wird, ist bemerkenswert. Dadurch wird von höchster Stelle anerkannt, dass es in der Schweiz vermehrt Anstrengungen zur Verhinderung und Reduktion von Armut braucht.

Caritas begrüsst diese Entwicklung und lädt den Bundesrat ein bis im Frühsommer 2011 einen Umsetzungsplan zu entwickeln. Zielsetzung, Monitoring, Verantwortung und Koordination sowie Finanzierung der Strategie sollen vereinbart werden. Es muss nun sichergestellt werden, dass der Bericht seine volle Wirkung erzielen kann und auf Worte Taten folgen. Download


 

Integration statt Verbote

Das Ja zur Minarett-Initiative wirft Fragen auf, wie die Schweizer Gesellschaft mit der Integration der Ausländerinnen und Ausländer umgeht. Ablehnung gegen den Islam und fremdenfeindliche Töne drohen die Debatte zu dominieren. Immer öfter werden von den Zugewanderten einseitig Anpassungsleistungen gefordert.

Die angespannte Wirtschaftslage beeinflusst die Debatte stark. Die Armut zu bekämpfen ist daher auch das erste Gebot hinsichtlich einer besseren Eingliederung von Ausländerinnen und Ausländern. Caritas wendet sich gegen die Spirale der Verschärfung und Ausgrenzung in der Gesetzgebung. Sie fordert zudem, auf die langfristig erfolgversprechende Integration zu setzen, wie dies das Ausländergesetz und die Integrationsverordnung vorgibt, anstatt kurzfristig Lösungen in Verboten zu suchen. Der transkulturelle Dialog ist aus Sicht der Caritas der richtige Weg, um Diskriminierungen und Kulturalisierungen, also feste Zuschreibungen spezifischer Eigenarten aufgrund der kulturellen Zugehörigkeit, zu vermeiden. Download


 

Das Recht auf Nahrung muss gestärkt werden

Der Süden hungert. Innerhalb der letzten drei Jahre haben sich die Preise für Reis, Mais oder Weizen mehr als verdoppelt. Für unzählige Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika ist das Essen unerschwinglich geworden. Die Gründe sind vielfältig: Gesteigerte Nachfrage, der Agrotreibstoff- Boom, verfehlte Entwicklungsstrategien und Spekulationen an der Börse. Aus Sicht der Caritas Schweiz ist es dringend nötig, die Agrarwirtschaft weltweit nachhaltig auszugestalten und das Recht auf Nahrung zu stärken. Download


 

Droht ein Ansturm nach Europa?

Als Folge der klimatischen Veränderungen werden in den kommenden Jahrzehnten viele Menschen vor allem in Entwicklungsländern zur Flucht gezwungen sein. Häufig werden Klimaflüchtlinge populistisch als Bedrohung für den Norden dargestellt. Dabei tragen die Länder des Südens die Hauptlast und sind auf Unterstützung angewiesen. Download