Verbesserung der Ernährungssicherheit für die konfliktbetroffene Bevölkerung in Tigray

beendet

Nothilfeprojekt in Äthiopien
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Überblick

Thema

Humanitäre Hilfe

Budget

1'437'918 Schweizer Franken

Dauer

26.04.2023-30.04.2023

Projektgebiet

Äthiopien, Tigray Region, Eastern Zone, Erob und Gulo Mekeda Woreda

Zielgruppen

1'320 Haushalte (darunter 320 IDP Haushalte und 1'000 Kleinbauerfamilien), insgesamt knapp 7'260 Personen

Projektnummer

P230035

Projekt im Detail

Nach zwei Jahren Bürgerkrieg in der Region Tigray, im Norden Äthiopiens, wurde am 2. November 2022 das Friedensabkommen unterzeichnet. Der zweijährige verheerende Krieg könnte nach Schätzungen von Vertretern der Afrikanischen Union bis zu 600'000 Zivilisten getötet haben. Der Krieg verschlechterte die ohnehin schon herausfordernde humanitäre Lage des Landes erheblich: 13,6 Millionen Menschen in den Regionen Tigray, Afar und Amhara sind infolge des Konflikts auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen, 5,4 Millionen Menschen allein in Tigray. Seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens stabilisiert und verbessert sich die Lage langsam. Der öffentliche Verkehr innerhalb und zwischen den Städten in der Region wurde wieder aufgenommen und Kommunikationsdienste, Telefonleitungen und unterbrochene Internetverbindungen, sowie die Stromversorgung werden schrittweise wieder hergestellt. Das Bankensystem ist noch nicht voll funktionsfähig, allerdings konnten einige Banken in den wichtigsten Städten ihre Dienste eingeschränkt wieder aufnehmen, der Devisenzufluss in die Region ist jedoch noch immer nicht ausreichend. Die Intervention von Caritas Schweiz richtet sich an ländliche Gemeinden in den Woredas Gulo Mekeda und Erob die aufgrund ihrer Nähe zur eritreischen Grenze sehr stark vom Konflikt betroffen sind und bisher keine oder nur unzureichende humanitäre Hilfe erhalten haben.

Dieses Nothilfeprojekt hat zum Ziel die Ernährungssicherheit der konfliktbetroffenen Gemeinden im östlichen Tigray zu verbessern.

Das Projekt kommt sowohl Intern vertriebenen Familien als auch solchen Familien zugute, welche wieder in ihre Heimat zurückkehren konnten und eine neue Existenzgrundlage aufbauen wollen. Es beinhaltet drei Aktivitätenstränge:

1. 1'320 Haushalte werden mit drei Bargeldtransfers unterstützt, damit sie die für ihre grundlegenden Bedarfe mit Nahrungsmittel, Wasser und lebenswichtigen Gütern für 3 Monate decken können.

2. Bereitstellung von Saatgut und landwirtschaftlichem Equipment für 1'000 Kleinbauern und -bäuerinnen, damit diese ihre landwirtschaftliche Produktion wieder aufnehmen können. Zusätzlich werden 8 Veterinärpraxen mit den nötigsten medizinischen Mitteln ausgestattet, um die wichtigsten Dienstleistungen wieder erbringen zu können.

3. Unterstützung des Zugangs der Bevölkerung zu sauberem Wasser durch die Instandsetzung von 20 Wassersystemen,
ergänzt durch Hygienetrainings.

Das vorliegende Projekt läuft unter dem Thema der Humanitären Hilfe. Das übergeordnete Ziel beinhaltet, dass Gemeinschaften in humanitären Krisensituationen ihre Grundbedürfnisse decken können. Die vorgesehenen Interventionen tragen ausserdem dazu bei, dass Menschen auch in Notlagen einen gesicherten und partizipativen Zugang zu Dienstleistungen haben. Basierend auf dem HD-Nexus wird dem Zusammenspiel zwischen kurzzeitigen Interventionen und auf Langfristigkeit angelegten Projektaktivitäten eine zentrale Rolle zugeschrieben. Diese Dualität ist fester Bestandteil dieses Projekts; zum einen erhalten die Begünstigten direkte Nothilfe – in Form von Bargeldunterstützung – zum anderen werden Kleinbauern mit Saatgut und Landwirtschaftsequipment unterstützt, um ihre Lebensgrundlage wieder aufzubauen.

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