Verbesserte und zuverlässige Wasser-, Sanitär- und Hygieneeinrichtungen (WASH) für Schulen

Klima-Projekt in Äthiopien
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Überblick

Thema

Klima

Budget

2'141'124 Schweizer Franken

Dauer

31.08.2023-31.07.2027

Projektgebiet

Äthiopien, Oromia Region, Bale Zone

Zielgruppen

Ca. 15'500 Schulkinder in 16 Schulen. Indirekt ca. 77'500 Familienangehörige und Menschen aus den Gemeinschaften in der Nähe der Schulen.

Projektnummer

P230047

Projekt im Detail

Äthiopien gehört mit über 120 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern zu den bevölkerungsreichsten Staaten Afrikas. Obwohl in den letzten Jahren eine kontinuierlich hohe wirtschaftliche Entwicklung zu verzeichnen war und sich die Armutsbekämpfung verbessert hat, sind die Fortschritte noch bescheiden. Die Auswirkungen mehrerer Krisen wie Konflikte und schwere Dürren haben den humanitären Bedarf im ganzen Land erhöht. Auch die Umweltverschmutzung ist auf Grund der hohen Bevölkerungsdichte und der oft nicht nachhaltigen Landbewirtschaftungspraktiken ein ernstes Problem, das schwerwiegende Auswirkungen auf die Ernährungssysteme und die Verfügbarkeit von Wasserressourcen hat. Die Wasser-, Sanitär- und Hygienesituation (WASH) in Schulen ist sehr oft unzureichend. Im Jahr 2021 hatten mehr als drei Viertel der Schulen keinen Zugang zu Trinkwasser, und mehr als 50% der Schulen verfügten über keine oder nur begrenzte Sanitäranlagen und Hygieneeinrichtungen. Hinzu kommt, dass die Behörden nicht über ausreichende Ressourcen verfügen, um die vorhandene Infrastruktur instand zu halten oder sie gar zu erweitern und zu verbessern. In der Projektregion kommt es deshalb immer wieder zu Ausbrüchen von Krankheiten wie Cholera oder Bindehautentzündung, die auf verunreinigtes Wasser zurückzuführen sind. Wasser ist daher ein entscheidender Entwicklungsfaktor im Land und wird als prioritäres Feld in den Entwicklungsplänen des Landes betrachtet.

Ziel dieses Projekts ist es, den Zugang zu Wasser und sanitären Anlagen sowie Hygienepraxis in Schulen zu verbessern und Regierung und Gemeinschaften dazu zu befähigen, in die nächste Generation zu investieren und eine positive Entwicklung zu fördern.

Das Projekt setzt auf vier wichtige strategische Massnahmen:

  1. Förderung von «Blue Schools»: Wichtige Themen wie Wasser, Sanitär- und Hygienepraktiken sowie Gesundheit und Umweltthemen werden für Schülerinnen und Schüler im Unterricht greifbarer und praktisch erfahrbar gemacht. An den Schulen, die noch nicht über angemessene sanitäre Einrichtungen verfügen, werden Toiletten und Wassersysteme saniert oder neu gebaut.
  2. Entwicklung von Strategien zur Verhaltensänderung: Mit der Förderung von «Modell-Schulen» und «Veränderungsbotschafterinnen- und Botschaftern» erhalten wichtige Akteure im System eine Stimme und erhalten so die Chance Veränderungen herbeizuführen und ihre Interessen auf höheren zonalen und regionalen Ebenen zu vertreten.
  3. Kompetenzstärkung der beteiligten Akteure: Das Projekt legt einen grossen Fokus darauf, dass Wassersysteme angemessen gewartet und auf Dauer erhalten bleiben. Ein wichtiges Werkzeug dafür ist die "Water Integrity Management (IM) Toolbox", die speziell für Wassersysteme entwickelt wurde. Diese Toolbox hilft dabei, Probleme in Bezug auf Wasserqualität, Zugang und Nutzung zu analysieren und Lösungen zu finden.
  4. Stärkung des Systems mit einem klaren Fokus auf verbesserte WASH-Dienstleistungen: Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren soll verbessert werden, um die Instandhaltung der Wassersysteme effizienter zu gestalten. Dazu gehören zum Beispiel WASHCOs (Wasser-, Sanitär- und Hygienekomitees), staatliche Stellen, lokale Instandhaltungs- und Reparaturdienstleister sowie Lieferanten von Ersatzteilen.

Das vorliegende Projekt läuft unter dem Thema Klima. Das «Blue School» Konzept bildet den Kern dieses Projekts und die Grundsätze, die den «Blue Schools» zugrunde liegen, bestimmen die Gesamtstrategie des Projekts: Mit Eigenverantwortung übernehmen die Interessenvertreter der Schulen eine führende Rolle. Die Aufgabe des Projektteams besteht also nicht darin Aktivitäten vorzuschreiben, sondern vielmehr darin, Kapazitäten aufzubauen; Eine «Blue School» zu werden ist ein Prozess: Der Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und gutem Hygieneverhalten bildet dabei die Basis und hat Priorität; Learning by doing: Die Lehrerinnen und Lehrer sollen dazu inspiriert werden, den Unterricht zu Gesundheits- und Umweltthemen praktischer und nahbarer zu gestalten. Um konkrete Interventionsstrategien für Verhaltensänderungen festzulegen, ist es wichtig, gemeinsam Probleme zu erkennen, sie zu priorisieren und die Hindernisse zu identifizieren, die Veränderungen verhindern. In diesem Projekt wird deshalb auch der RANAS-Ansatz (Risks, Attitudes, Norms & Abilities and Self-regulation) angewendet. Dieser Ansatz soll Fachleuten helfen, ihre Problemanalyse zu verbessern und Interventionen besser auf den jeweiligen Kontext anzupassen.

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Das Projekt wird finanziert durch:

  • DEZA