

Unterstützung für ukrainische Flüchtlinge in Polenbeendet
Projekt im Detail
Der Konflikt in der Ukraine dauert nun schon über hundert Tage und führt zu immer mehr Opfern unter der Zivilbevölkerung sowie zu massiven Zerstörungen. Aufgrund der enorm angespannten Sicherheitslage und der anhaltenden Ostoffensive Russlands wird das tägliche Überleben für grosse Teile der Bevölkerung immer schwieriger. Viele Menschen aus dem Osten der Ukraine verlassen deshalb ihr Zuhause und begeben sich auf die Flucht. Sie suchen innerhalb der Ukraine Schutz oder versuchen sich über die Grenze zu retten.
Das Nachbarland Polen ist von dieser Fluchtbewegung in besonderem Mass betroffen. Bis Ende Juli 2022 haben über fünf Millionen Menschen in Polen Schutz gesucht und noch immer kommen täglich 20'000-25'000 Neuankömmlinge hinzu. Es handelt sich in erster Linie um Frauen, Kinder und ältere Menschen, denn die Männer zwischen 18 und 60 Jahren dürfen die Ukraine wegen der obligatorischen Einberufung zum Militärdienst nicht verlassen. Die Flüchtlinge haben körperlichen, emotionalen und psychologischen Schaden erlitten und kommen meist ohne viel Geld an, da sie entweder keine Ersparnisse haben oder diese zurzeit nicht verfügbar sind. Deshalb unterstützt Caritas Schweiz diese Menschen gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Caritas Polen. n, denn die Männer zwischen 18 und 60 Jahren dürfen die Ukraine wegen der obligatorischen Einberufung zum Militärdienst nicht verlassen. Sie kommen meist ohne viel Geld an, da sie entweder keine Ersparnisse haben oder diese zurzeit nicht verfügbar sind.
Ziel des Projekts ist es, die Grundbedürfnisse von besonders schutzbedürftigen Personen zu decken, die aus der Ukraine nach Polen geflüchtet sind, und sie bei der wirtschaftlichen und sozialen Integration zu unterstützen. Das Projekt leistet überdies materielle Hilfe für intern Vertriebene in der Ukraine.
Im Rahmen dieses Projektes koordiniert Caritas Polen die Arbeit von 29 Diözesen in ganz Polen. Diese registrieren 69’000 Flüchtlinge in ihren jeweiligen Zentren und stellen in Zusammenarbeit mit der Regierung und anderen Nichtregierungsstellen sicher, dass diese Menschen mit sicheren Schlafplätzen, Essen und sauberem Trinkwasser, Hygieneartikeln und Medikamenten versorgt sind. Für 2'000 Menschen stellen die Caritas-Zentren selbst temporäre Schlafplätze zur Verfügung. Überdies unterstützt das Projekt 13’800 ältere Menschen, Menschen mit Behinderung und Frauen mit kleinen Kindern mit Bargeldzahlungen, da diese Personengruppen nur schwer Arbeit finden und somit die spärlichen Beiträge des polnischen Staates an ukrainische Flüchtlinge nicht durch ein eigenes Einkommen ergänzen können. Alle bei Caritas registrierten Flüchtlinge erhalten überdies psychosoziale Unterstützung und wahlweise auch Sprachkurse sowie Hilfe bei der Arbeitssuche. Weitere 77'500 anderswo registrierte Flüchtlinge unterstützt das Projekt indirekt, indem es sie gezielt an andere Dienstleister überweist.
Das Projekt leistet zudem Hilfe für 103'500 Kriegsvertriebenen, die in der Ukraine geblieben sind. Aus Sachspenden der polnischen Bevölkerung und Mitteln des Projekts werden für diese Begünstigten 34'500 Pakete mit Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs zusammengestellt und in die Ukraine transportiert. Dort werden sie von den lokalen Caritas-Organisationen verteilt.
Der Beitrag von Caritas Schweiz an das Gesamtbudget des Projekts wird durch Zuwendungen anderer Organisationen aus dem internationalen Caritas-Netzwerk ergänzt.
Das Projekt leistet Nothilfe für verletzliche Personen, die in ein Nachbarland der Ukraine geflüchtet sind und unterstützt sie bei der Integration in die Gastgesellschaft.
Fakten und Zahlen
Humanitäre Hilfe
Gesamtbudget: CHF 15 Millionen
Budget Caritas Schweiz: CHF 288’000
29 Diözesen mit hohen Flüchtlingszahlen in ganz Polen, Flüchtlingszentrum in Warschau, Lagerhaus in Lublin
172’000 Kriegsbetroffene aus der Ukraine, vorwiegend Kinder, Frauen und ältere Menschen
Caritas Schweiz


