

Naher Osten: Unterstützung für lebensrettende Nothilfe und gezielte Unterstützung (ALERT)beendet
Überblick
Humanitäre Hilfe
300'000 Schweizer Franken
01.03.2026 - 31.08.2026
Betroffene Gebiete im Südlibanon sowie Gebiete im ganzen Land
10'375 besonders verletzliche libanesische Haushalte, Migrantinnen/Migranten und syrische Flüchtlinge, die vom Konflikt betroffen sind
P260029
Private Spenden an Caritas Schweiz, DEZA
Projekt im Detail
Bis im März 2026 hat sich die humanitäre Lage im Libanon und im weiteren Nahen Osten dramatisch verschärft. Nach US-amerikanischen und israelischen Militärschlägen auf den Iran und der anschliessenden Eskalation der Gewalt in der gesamten Region hat die Situation einen kritischen Punkt erreicht. Die Zunahme der Bombardierungen im Libanon hat eine massive Binnenvertreibung ausgelöst: Mehr als 700’000 Menschen sind bereits auf der Flucht, und Prognosen gehen davon aus, dass in den kommenden Tagen bis zu eine Million Menschen den Süden des Libanon, das Bekaa-Tal und die südlichen Vororte von Beirut verlassen könnten.
Diese neue Vertreibungswelle verschärft eine bereits langanhaltende und schwere Krise. Der Libanon beherbergt weiterhin weltweit die höchste Zahl an Vertriebenen pro Kopf und ist zugleich mit den langfristigen Folgen des wirtschaftlichen Zusammenbruchs von 2019, der Explosion im Hafen von Beirut sowie der anhaltenden Abwertung des libanesischen Pfunds konfrontiert, die in den letzten Jahren zu einer beispiellosen Inflation geführt hat.
Die Grundversorgung ist überlastet, Notunterkünfte sind überfüllt, und immer mehr Familien finden nur noch in provisorischen oder unzureichenden Unterkünften Schutz. Vor dem Hintergrund bewaffneter Gewalt, wirtschaftlicher Instabilität und wachsender humanitärer Bedürfnisse in libanesischen, syrischen und migrantischen Gemeinschaften ist sofortige Hilfe unerlässlich, um die Zivilbevölkerung zu schützen sowie das Überleben und das Wohlergehen der Betroffenen zu sichern.
Caritas Schweiz mobilisiert rasch Nothilfe, um den dringendsten Bedarf im ganzen Libanon zu decken. Ziel ist es, besonders verletzlichen Bevölkerungsgruppen lebenswichtige Güter und unmittelbare humanitäre Unterstützung bereitzustellen.
Caritas Schweiz stellt in enger Zusammenarbeit mit der AMEL Association und Caritas Libanon lebenswichtige Güter und grundlegende humanitäre Hilfe für von dem anhaltenden Konflikt betroffene Gemeinschaften im Nahen Osten bereit. Die Unterstützung richtet sich an Binnenvertriebene sowie an betroffene Anwohnende – sowohl in temporären Unterkünften, vorwiegend öffentlichen Schulen, als auch ausserhalb dieser Unterkünfte.
Die Hilfe erfolgt durch eine Kombination von Sachleistungen, darunter Hygienesets, Lebensmittelpakete, verzehrfertige Mahlzeiten, Matratzen, Decken und Kissen. Darüber hinaus ermöglicht das Projekt den Zugang zu medizinischer Grundversorgung und psychosozialer Unterstützung, die in Gesundheitszentren sowie über mobile Kliniken erbracht wird. Zu den angebotenen Leistungen gehören medizinische Konsultationen, diagnostische Untersuchungen, Medikamente, Schwangerschaftsvorsorge, Screening auf Mangelernährung, gesundheitsfördernde Massnahmen sowie Überweisungen an spezialisierte Gesundheits- und Sozialdienste.
Insgesamt sollen 12’725 Einzelpersonen mit unmittelbarer, gezielter und lebensrettender Unterstützung erreicht werden.
Dieser Ansatz gewährleistet eine schnelle Bereitstellung lebensrettender Hilfe, während fortlaufende Bedarfsanalysen sicherstellen, dass die Massnahmen flexibel an sich verändernde Bedürfnisse angepasst werden können. Caritas Schweiz und ihre Partner richten die Unterstützung gezielt an den jeweiligen Kontext der betroffenen Gemeinschaften aus und prüfen fortlaufend, ob das ALERT-Programm auf weitere Länder der Region ausgeweitet werden kann.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Titelbild: Mitarbeitende im Gespräch mit Menschen, die aus dem Südsudan fliehen mussten. © AMEL Association


