Unterstützung für Kriegsbetroffene in der Region Odessa

beendet

Ukraine: Projekt P220070
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Projekt im Detail

Der Konflikt in der Ukraine dauert nun schon über hundert Tage und führt zu immer mehr Opfern unter der Zivilbevölkerung sowie zu massiven Zerstörungen. Nach Einschätzung humanitärer Organisationen sind bisher 11 Millionen Menschen vor den Kriegshandlungen geflüchtet. Davon haben 6,3 Millionen innerhalb der Ukraine Zuflucht gefunden.

Nachdem sich Russland aus der Gegend um die Hauptstadt Kiew zurückgezogen hat, konzentrieren sich die Kampfhandlungen vor allem auf den Osten des Landes. Ein zweiter Frontabschnitt verläuft derzeit nahe der Stadt Mykolajiw im Süden der Ukraine, was zu einer anhaltenden Fluchtbewegung in die weiter im Westen gelegene Verwaltungseinheit Odessa (Odeska Oblast) führt. In der Folge ist hier die Zahl der neu ankommenden Kriegsvertriebenen derzeit besonders hoch. Weil die örtlichen Behörden und Gastfamilien diese Last nicht alleine tragen können, unterstützt Caritas Schweiz die Flüchtenden gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Caritas Spes, dem Hilfswerk der römisch-katholischen Kirche in der Ukraine.

Ziel des Projekts ist es, besonders schutzbedürftige Personen, die vor dem Krieg in die Verwaltungseinheit Odessa fliehen, mit einer einmaligen Geldzahlung zu unterstützen, so dass sie ihre Grundbedürfnisse für die nächsten drei Monate decken können.

Das Projekt unterstützt 950 besonders bedürftige, vom Krieg betroffene Menschen mit je 180 Schweizer Franken. Mit diesem Geld können sich diese intern Vertriebenen die Dinge des täglichen Bedarfs kaufen, die sie nach eigenem Ermessen für sich und ihre Familie am dringendsten benötigen.

Insgesamt werden 368 Haushalte eine Einmalzahlung erhalten. Der Partner Caritas Spes erfasst die Bedürftigen an einem der sogenannten Evakuierungs-Checkpoints oder im Caritas-Zentrum in Odessa. Haushalte, die die Auswahlkriterien erfüllen, werden anschliessend per SMS informiert und erhalten die finanzielle Unterstützung direkt auf ihr Bankkonto überwiesen.

Caritas Schweiz ist Mitglied der Arbeitsgruppe für Bargeldzahlungen, mit der die in der Ukraine tätigen Hilfswerke die Wirksamkeit und die Effizienz dieser speziellen Form der Unterstützung für Bedürftige sicherstellen. Die Arbeitsgruppe erlässt unter anderem Richtlinien für die Höhe der Zahlungen, die Auszahlungsmodalitäten und die Sicherung der Resultate. Entsprechend dieser Richtlinien wird das Projektteam einige Wochen nach der Auszahlung der Gelder eine Umfrage bei einer Stichprobe von Empfängern durchführen. So wird nachverfolgt, wofür die Begünstigten das Geld verwendet haben.

Dieses Projekt ist ein Testlauf für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Caritas Schweiz und Caritas Spes in weiteren Regionen des Landes. Eine zusätzliche Aktivität dieses Projekts besteht deshalb darin, die Mitarbeitenden von Caritas Spes gezielt für diese weiterführende Kooperation aus- und weiterzubilden. Diese Ausbildungszusammenarbeit ist längerfristiger Natur, weshalb die Projektdauer weit über die Bargeldaktion hinausgeht und insgesamt 18 Monate beträgt.

Das Projekt leistet Nothilfe für die kriegsbetroffene Bevölkerung innerhalb der Ukraine.

Fakten und Zahlen

Thema

Humanitäre Hilfe

Budget

CHF 654'556

Projektgebiet

Odeska Oblast

Zielgruppen

950 besonders bedürftige intern Vertriebene

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Dieses Projekt wird finanziert durch:

  • Caritas Schweiz