

Stärkung der Ernährungssicherheit und Resilienz gefährdeter Bevölkerungsgruppenbeendet
Überblick
Humanitäre Hilfe und Einkommen
CHF 2'878'373 (REPAR 1) + 500’000 (Soforthilfe 2024)
20.03.2020 – 30.09.2024
Batha, Tschad
5'000 Haushalte
P240037
Projekt im Detail
Der Tschad, ein Binnenland in Zentralafrika mit etwa 18,5 Millionen Einwohnern, ist mit wachsender Armut konfrontiert, von der fast die Hälfte der Bevölkerung betroffen ist. Mehr als 15% leben in extremer Armut. Auf dem Hungerindex belegt das Land den 119. Platz von 125 und leidet unter den Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere in der Landwirtschaft, die die Mehrheit der Tschader*innen beschäftigt. Zudem führen regionale Instabilitäten in den Nachbarländern (Sudan, Kamerun, Niger, Zentralafrikanische Republik) zu einem Zustrom von Migranten und Migrantinnen, welche aufgrund der begrenzten tschadischen Regierungsfähigkeiten grosse Herausforderungen mit sich bringen.
Das Projekt REPAR befindet sich im Zentrum des Tschad, in der Provinz Batha, einer Region, die grundsätzlich über ein großes landwirtschaftliches Potenzial verfügt. In den letzten Jahren war die Region jedoch zunehmend von zyklischen und chronischen Ernährungs- und Ernährungskrisen betroffen, die durch den Mangel an Niederschlägen verschärft wurden. Weitere Herausforderungen wie interkommunale Konflikte, Buschbrände, Überschwemmungen und steigende Lebensmittelpreise haben ebenfalls erhebliche Auswirkungen. Dies schränkt den Zugang zu Einkommen und grundlegenden Dienstleistungen für die von der Landwirtschaft abhängige lokale Bevölkerung ein. Diese Kumulierung von strukturellen und konjunkturellen Krisen erfordert eine angemessene Reaktion, um die Lebensbedingungen der von Ernährungsunsicherheit bedrohten Bevölkerung zu verbessern.
Das zentrale Ziel des Projekts besteht darin, die Resilienz der von Ernährungsunsicherheit betroffenen Bevölkerungsgruppen in der Provinz Batha zu stärken. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit den lokalen Akteuren und den tschadischen Behörden. In Ergänzung zum langfristigen Projekt REPAR wird mit der zusätzlichen Nothilfekomponente die derzeit verheerende Versorgungslücke durch bedingungslose Bargeldtransfers bekämpft.
Das REPAR-Projekt inklusive den Nothilfe-Massnahmen im Batha kombiniert einen humanitären und einen entwicklungspolitischen Ansatz (Nexus-Ansatz), der die Bereiche Ernährungssicherheit, Klima und Gouvernance abdeckt. Für das Projekt ist die Zusammenarbeit mit lokalen Koordinationsmechanismen und lokalen Akteuren zentral, um die Ernährungssicherheit langfristig zu etablieren und sicherzustellen. Caritas Schweiz stellt die Beteiligung von lokalen, nationalen, staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren und Interessenvertretern sicher. Zweck ist es, alle Interessengruppen in die Entwicklung von lokalen Strategien und gezielten Aktivitäten zur Bekämpfung der Ernährungsunsicherheit einzubeziehen und ihre Kapazitäten, Partizipation und Verantwortung in diesem Prozess zu stärken.
Das REPAR-Projekt legt einen weiteren Schwerpunkt auf die Unterstützung der Stärkung von Frauen durch die Stärkung von den «Club des mères»-Strukturen zu Spar und Anlehens-Vereinigungen, die ihre wirtschaftliche Macht und Entscheidungsfähigkeit erhöhen, aber auch durch ihre Begleitung durch einkommensschaffende Maßnahmen in Verbindung mit spezifischen Schulungen, um die Selbstbestimmung und die Führungsrolle von Frauen zu stärken. Durch den Beitrag zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit, der Wirtschaftskraft und der Förderung von zukunftsträchtigen Arbeitsplätzen wird das Projekt dazu beitragen, die Ernährungssicherheit der gefährdeten Menschen in der Provinz zu verbessern
Ergänzende Nothilfemaßnahmen ermöglichen eine kurzfristige Reaktion auf Notsituationen während der Projektdurchführung, indem die am stärksten betroffenen Menschen durch bedingungslose Geldtransfers erreicht werden. Diese finanzielle Unterstützung bewahrt die am meisten gefährdeten Menschen davor, ihr Vieh verkaufen zu müssen, und ermöglicht es ihnen, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Das Projekt wird finanziert durch:
- DEZA
Titelbild: Getreidelager sind eine wichtige Massnahme, um die Ernährung für die Betroffenen über einen längeren Zeitraum zu gewährleisten. © Luca Zanetti


