Herausfordernde Lage in Äthiopien

 

Projekte umzusetzen in einem Land, das von klimatischen Katastrophen und Konflikten geprägt ist, ist herausfordernd. Schon seit November 2020 schwelt in Äthiopien ein grösserer Konflikt, der anfänglich auf die Region Tigray im Norden des Landes begrenzt war. Im Verlauf des Jahres hat sich der Konflikt jedoch stetig ausgebreitet und ist in den letzten Monaten schon fast in der Hauptstadt Addis Abeba angekommen. Diese unsichere Situation schränkt die Mobilität der Caritas-Mitarbeitenden zusehends ein.

Trotzdem ist das Team von Caritas Schweiz nicht untätig geblieben: Die neue äthiopische Projektmanagerin Netsanet Taye, ausgebildete Elektroingenieurin, hat nach einer kurzen Einführungszeit die Projektumsetzung übernommen. Unter ihrer Führung wurden die Projektdokumentation und die Planung finalisiert. Zudem hat sie die ersten Unterlagen, die es für die Bewilligung von der Regierung braucht, zusammengestellt. In Äthiopien ist die Regierung jeweils stark in die Projekte involviert. Diese enge Zusammenarbeit generiert zwar Aufwand, ist jedoch wichtig für eine nachhaltige Verankerung unserer Projekte bei den lokalen Behörden. Netsanet hat die Zeit auch genutzt und sich mit lokalen Partnern aus dem Energiesektor getroffen und die Beziehungen verstärkt.

Nach einer Ausschreibung wurde ein lokales Energie-Beratungsunternehmen ausgewählt, welches die Caritas in der initialen Phase des Projekts unterstützt. Gemeinsam legt die Caritas mit den Beraterinnen und Beratern das Projektgebiet fest und wählt die Kooperativen, kleinen Unternehmen und öffentlichen Institutionen aus, die vom Projekt profitieren werden. Zusammen schlagen sie konkrete Pilot-Applikationen vor und arbeiten sie aus.

Die rund zweiwöchige technische Feldstudie wird in den Zonen Bale, Borena und Guji im Süden der Region Oromia durchgeführt. Das Caritas-Team in Äthiopien ist zuversichtlich, dass es die Studie noch im Dezember beenden kann. Der Start der Aktivitäten im Projektgebiet ist für Anfang 2022 geplant.

 
 

Unser Klima-Projekt in Äthiopien