

Soziale Inklusion gegen Armut und Ausgrenzung von Roma und anderen benachteiligten Gruppen (IASI)
Überblick
Einkommen
3'652'669 Schweizer Franken
01.10.2021 - 31.12.2026
Gemeinden Kakanj und Bijeljina in Bosnien und Herzegowina
Roma und andere benachteiligte Gruppen der Bevölkerung
P210053
Projekt im Detail
Frauen, Jugendliche (insbesondere im ländlichen Raum) sowie Minderheiten wie die Roma gehören zu den am meisten benachteiligten und armutsbetroffenen Gruppen in Bosnien und Herzegowina: Hohe Arbeitslosigkeit und stark ausgeprägte soziale und wirtschaftliche Ausgrenzung treffen diese Gruppen in besonderem Mass. Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Vergleich zur EU mehr als doppelt so hoch. Diese Gruppen nehmen folglich nur sehr begrenzt an der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes teil. Generationenübergreifende Armut und grosser Abwanderungsdruck sind die Folge.
Die Roma-Minderheit ist mit einer Beschäftigungsquote von rund 17 Prozent, Erwerbsquoten von 30 Prozent sowie Arbeitslosenquoten von über 45 Prozent unverhältnismässig stark betroffen und ausgegrenzt; für Roma-Jugendlichen zwischen 18 und 24 liegt die Arbeitslosenquote gar bei 80 Prozent.
Das Projekt integriert Einkommens- und Stellenschaffung, Bildung, verbesserte Verwaltungsführung seitens der Gemeinden und Stärkung der Gemeinschaftsentwicklung von Roma zu einem innovativen programmatischen Ansatz.
Die wirtschaftliche und soziale Inklusion dieser benachteiligten Gruppen fördert die Gemeinde- und Regionalentwicklung und mindert durch verbesserte Lebensperspektiven den Abwanderungsdruck bei der lokalen Bevölkerung.
Wirtschaftliche, soziale und politische Inklusion besonders benachteiligter und ausgegrenzter Gruppen reduzieren Armut, mildern den Abwanderungsdruck und verbessern so die Lebensperspektiven in zwei Pilotgemeinden.
Besonders benachteiligte Personen werden wirtschaftlich und sozial besser integriert und befähigt, ihre Rechte wahrzunehmen und durchzusetzen. Gleichzeitig werden die Gemeindebehörden unterstützt, ihre verfassungsmässigen Pflichten gegenüber allen Bevölkerungsgruppen effektiver und effizienter umzusetzen.
Die enge Zusammenarbeit mit Organisationen und opinion leaders der Zivilgesellschaft sichert Zugang zu den Zielgemeinden und fördert lokale Eigenverantwortung sowie ownership.
Der integrierte Ansatz besteht im Einbezug aller relevanten Faktoren, die für eine effektive Einbindung besonders benachteiligter Gruppen relevant sind:
- Soziale Inklusion auf allen Bildungsstufen und in der Berufsbildung.
- Enge Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand (Gemeindeverwaltungen) und Einbezug des Privatsektors ermöglichen und fördern nachhaltige und sozialversicherte Stellenschaffung.
- Der Ansatz des community building befähigt die Zielgruppen, als Gemeinschaft strukturierter zusammenzuarbeiten, ihre Bedürfnisse und Interessen gegenüber Verwaltung und Politik effektiver zu artikulieren und letztlich ihre verfassungsmässigen Grundrechte durchzusetzen.
Durch Bildungsförderung, Gemeindeentwicklung und Stärkung der Selbstbestimmung zielt das Projekt insbesondere auf nachhaltige Einkommensschaffung als wichtiger Baustein zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Inklusion besonders benachteiligter Bevölkerungsgruppen.
In der Umsetzung des themenübergreifenden und integrierten Ansatzes (IASI, Integrierter Ansatz zur Sozialen Inklusion) definiert die Caritas Schweiz ihre Rolle neu: weniger direkte Umsetzung, mehr Prozessführung, Koordination und Förderung der Partner.
Daraus resultiert in der Umsetzung eine signifikante Stärkung der Rolle, Eigenverantwortung und des lokalen ownerships der als Partner in der Hauptverantwortung stehenden Gemeindeverwaltungen von Kakanj und Bijeljina und der beiden Partnerorganisationen Romalen (Gemeinde Kakanj) und Otaharin (Gemeinde Bijeljina).
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Das Projekt wird finanziert durch:
- DEZA
- Regierung des Fürstentums Liechtenstein
- Nationales Ministerium für Menschenrechte und Flüchtlinge
- Gemeinde Bijeljina
- Gemeinde Kakanj


