

Sofortige Unterstützung und verbesserter Wasserzugang für die von Konflikt und Dürre betroffene Bevölkerungbeendet
Überblick
Humanitäre Hilfe
99'998 Schweizer Franken
08.07.2024 - 07.11.2024
Äthiopien, Oromia Region, East Borena Zone
Ca. 10'120 Personen von der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen
P240041
Projekt im Detail
Die anhaltende Dürre und die politischen Unruhen in Süd-Oromia, Äthiopien, haben zu erheblichen Verlusten von Eigentum, Viehbestand und Lebensgrundlagen geführt. Der aktuelle Lagebericht bestätigt, dass in allen Woredas von Guji und East Borana in Süd-Oromia weit verbreitete Unterernährung herrscht, die durch Nahrungsmittelknappheit und fehlende Nahrungsmittellieferungen weiter verschärft wird. Zudem haben die Dürre und die Konflikte die Möglichkeiten der Bevölkerung in der kommenden Meher-Regensaison Landwirtschaft zu betreiben, stark eingeschränkt, da sie nur begrenzten Zugang zu landwirtschaftlichen Betriebsmitteln haben. Insbesondere binnenvertriebene Menschen sind mit zahlreichen Risiken konfrontiert, darunter akute Unterernährung, Infektionskrankheiten und geschlechtsspezifische Gewalt (GBV). Der Ausbruch von Cholera im Projektgebiet, welcher auf den unzureichenden Zugang zu sauberem Wasser und ordnungsgemässer Sanitärversorgung zurückzuführen ist, erschwert die Situation zusätzlich und trifft die binnenvertriebenen Menschen besonders stark. Die lokalen Behörden verfügen nur über begrenzte Kapazitäten und sehen sich bei der Bewältigung dieser Probleme mit Sicherheitsproblemen konfrontiert.
Dieses Nothilfeprojekt zielt darauf ab, Zugang zu sauberem Wasser und Einkommensmöglichkeiten in den Woredas Meda Welabu und Goro Dola zu schaffen und damit die Gesundheits- und Sicherheitslage sowie die Lebensgrundlage der betroffenen Bevölkerung zu verbessern.
Das Projekt sieht Aktivitäten in den folgenden Bereichen vor:
1. Wasserzugang: Die betroffene Bevölkerung hat sicheren Zugang zu Wasser. Die Sanierung von 10 Wassersystemen und der Aufbau von Kompetenzen und Kenntnissen der für die Wartung der Wassersysteme zuständigen Ausschüsse sollen eine langfristige Nutzung ermöglichen. Ergänzt wer-den diese Massnahmen durch Hygienekampagnen zur Sen-sibilisierung der Bevölkerung für bessere Hygiene- und Sa-nitärpraktiken.
2. Sofortige Unterstützung und Schaffung von Einkom-mensmöglichkeiten: 90 Haushalte erhalten einen einmali-gen Bargeldtransfer, damit sie auf dem lokalen Markt die wichtigsten Artikel für ihren unmittelbaren Bedarf kaufen können. Die Familien, insbesondere die Frauen, werden dann bei der Entwicklung von Geschäftsplänen zur Schaf-fung von Einkommensmöglichkeiten unterstützt und erhal-ten gezielte Schulungen, um letztlich ihre wirtschaftliche Selbstbestimmung zu stärken.
Die aktive Beteiligung von Regierungsvertretern, Gemeindevorstehern und Vertretern der Gemeinden selbst garantiert, dass das Projekt lokale Systeme und Strukturen unterstützt, nicht ersetzt.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Titelbild: © Ayaana Publishing


