

Sofortige und lebensrettende Unterstützung für Frauen und Jugendliche, die besonders von der Dürre betroffenen sindbeendet
Projekt im Detail
Äthiopien gehört mit über 120 Mio. Einwohnern zu den bevölkerungsreichsten Staaten Afrikas. Obwohl in den letzten Jahren besonders in den städtischen Regionen ein starkes Wirtschaftswachstum vorgewiesen werden konnte, bleibt die Landwirtschaft vor allem in ländlichen Gebieten weiterhin die Haupteinnahmequelle der meisten Äthiopierinnen und Äthiopier.
Derzeit sieht sich Äthiopien – wie auch andere Länder am Horn von Afrika – bezüglich der Ernährungssicherheit mehrfachen Schocks ausgesetzt. Die schwerwiegenden Dürreverhältnisse betreffen ein Umfeld, in dem Konflikte, Unsicherheit, wirtschaftliche Herausforderungen - wie fehlende Getreideimporte aus der Ukraine - die Lebensgrundlagen der ländlichen Bevölkerung massiv gefährden und belasten. Rund 12 Millionen Menschen im ganzen Land sind von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen, über 23 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe. Aufgrund klimatischer Bedingungen ist besonders im südlichen Äthiopien die Ernährungssituation gravierend; die fünfte aufeinanderfolgende «schlechte» Regenzeit Deyr/Hageya von Oktober bis Dezember 2022 führte erneut zu kompletten Ernteausfällen und folglich zu schrecklichem Viehsterben und Hunger. Die Schwere der Bedürfnisse sind mittlerweile massiv angestiegen und die verbliebenen Resilienz Mechanismen sind fast vollständig ausgelöscht.
Dieses Nothilfeprojekt unterstützt die besonders von der Dürre betroffenen Frauen und Jugendliche mit ihrem Familien. Im Zentrum stehen Massnahmen, um die unmittelbaren Grundnahrungsbedürfnisse der Bevölkerung zu decken und somit eine weiteren Verschlechterung ihrer Ernährungssituation entgegenzuwirken.
Das Projekt unterstützt 2'100 Frauen und Jugendliche mit einem einmaligen Bargeldtransfer, so dass sie die für ihren unmittelbaren Nahrungsmittelbedarf wichtigsten Artikel am lokalen Markt kaufen können.
Die Begünstigten des Projekts werden anhand eines strikt vorgegebene Auswahlverfahrens und eines eigens dafür ins Leben gerufenen Komitees, bestehend aus lokalen Regierungsvertretern und Vertretern verschiedener Gruppen, ausgewählt und registriert.
Das vorliegende Projekt läuft unter dem Thema der Humanitären Hilfe. Das übergeordnete Ziel beinhaltet, dass Gemeinschaften in humanitären Krisensituationen ihre Grundbedürfnisse decken können. Die Interventionen tragen ausserdem dazu bei, dass Menschen auch in Notlagen einen gesicherten und partizipativen Zugang zu Dienstleistungen haben. Basierend auf dem HD-Nexus wird dem Zusammenspiel zwischen kurzzeitigen Interventionen und auf Langfristigkeit angelegten Projektaktivitäten eine zentrale Rolle zugeschrieben. Diese Dualität ist fester Bestandteil dieses Projekts; zum einen erhalten die Begünstigten direkte Nothilfe – in Form von Bargeldunterstützung – anschliessend werden sie im Rahmen eines mehrjährigen Folgeprojekts darin begleitet, der extremen Armut zu entfliehen und so ihre Resilienz gegenüber unvorhersehbaren Wetterereignissen wie anhaltenden Dürren zu stärken
Fakten und Zahlen
Humanitäre Hilfe
302'350 Franken
Äthiopien, Oromia Region, Borena Zone
2'100 von extremer Armut betroffene Frauen und Jugendliche in ländlichen Gebieten Südäthiopiens, wobei ihre ca. 12'600 Familienangehörigen ebenfalls vom Projekt begünstigt werden.
Weitere ProjekteEngagement für eine Welt ohne Armut
Das Projekt wird finanziert durch:
- Caritas Schweiz
Titelbild: Dürre und Hunger greifen in Äthiopien um sich. Der Lebensraum von Mensch und Tier ist bedroht. © Ayaana Publishing PLC


