Soforthilfe für binnenvertriebene Menschen in Tigray

beendet

Projekt in Äthiopien
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Überblick

Thema

Humanitäre Hilfe

Budget

300'539 Schweizer Franken

Dauer

01.12.2025 - 15.08.2026

Projektgebiet

Äthiopien: Tigray Region, Eastern Zone, Adigrat town

Zielgruppen

850 Haushalte (ca. 4'250 Menschen)

Projektnummer

P250049

Finanzierung

Ethiopia Humanitarian Fund (OCHA)

Projekt im Detail

Seit vielen Jahren prägen Konflikte und wiederholte Vertreibungen das Leben vieler Menschen in Adigrat im Osten von Tigray in Äthiopien. In vier Standorten für Binnenvertriebene haben sich dadurch sehr grosse humanitäre Bedürfnisse entwickelt. Rund 89’000 Menschen leben dort in formellen und informellen Siedlungen, deren Lebensbedingungen sich zunehmend verschlechtern. Ursache dafür sind beschädigte Infrastruktur und ein stark eingeschränkter Zugang zu grundlegenden Diensten. An drei der vier Standorte gibt es seit über vier Monaten keine funktionierenden Gesundheitsangebote. Die Versorgung mit Wasser erfolgt nur zweimal im Monat, sodass Familien gezwungen sind, unsicheres Wasser zu konsumieren. Diese Situation ist besonders für Frauen, Kinder und Menschen mit besonderen Bedürfnissen schwierig. Überfüllte Unterkünfte, in denen Frauen und Männer gemeinsam leben müssen, erhöhen die Risiken von Gewalt gegen Frauen und Mädchen erheblich. Auch die Einrichtungen für Wasser, Sanitär und Hygiene entsprechen nicht den internationalen Standards: Es fehlen geschlechtergetrennte Latrinen sowie Möglichkeiten für eine angemessene Menstruationshygiene.

Ziel ist es, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern, akute Notlagen zu lindern, Schutz und Würde zu sichern und langfristige Selbstständigkeit zu fördern.

Caritas ergänzt mit diesem Projekt die Aktivitäten einer lokalen Partnerorganisation mit Bargeldhilfe: In drei aufeinanderfolgenden Monaten erhalten 850 Haushalte Bargeldunterstützung. Dies ermöglicht den Familien, ihre dringendsten Bedürfnisse zu decken. Damit wird die Selbstbestimmung und die Würde gestärkt. Besonderer Fokus liegt dabei auf Menschen, die sehr stark gefährdet sind. Diese Unterstützung ist Teil eines Projekts, das weitere umfassende Massnahmen in den folgenden fünf Bereichen vorsieht:

  • Gesundheit: Sicherstellung der Grundversorgung, Aufbau von Überweisungssystemen und schnelle Reaktion auf Krankheitsausbrüche – mit besonderem Schutz für Mütter, Neugeborene und Kinder.
  • Ernährung: Untersuchung von Kindern sowie schwangeren und stillenden Frauen auf Mangelernährung, Bereitstellung von Zusatznahrung und Mikronährstoffen sowie Schulungen für Fachkräfte und Freiwillige.
  • Wasser/Sanitär/Hygiene: Ausbau und Reparatur von Wassersystemen, Bau von Wasserverteilpunkten und Latrinen, gesicherte Wasserqualität, Hygienekampagnen sowie sichere Räume für Frauen und Mädchen.
  • Schutz vor Gewalt: Förderung von Sicherheit und Würde für gefährdete Frauen und Mädchen durch Risiko-Screenings, Aufklärung, Schutzräume, Bargeldhilfe und Schutznetzwerke.
  • Unterkunft & Hilfsgüter: Bereitstellung von Notunterkünften, Decken, Matten und Küchenutensilien.
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Titelbild: © Ayaana Publishing