Sicherer Zugang zu Wasser und verbesserte WASH-Kapazitäten für die geflüchtete und die aufnehmende Bevölkerung in Borena, Oromia Region

beendet

Projekt in Äthiopien
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Dieses Nothilfeprojekt hat zum Ziel die Wasserversorgung und die Hygienesituation in und um die Flüchtlingslager von Dillo Magala und Dire Megado zu verbessern und somit die Gesundheits- und Sicherheitssituation sowohl der geflüchteten als auch der aufnehmenden Bevölkerung zu verbessern

Überblick

Thema

Humanitäre Hilfe

Budget

672'012 Schweizer Franken

Dauer

11.01.2024 - 31.12.2024

Projektgebiet

Äthiopien, Oromia Region, Borena Zone

Zielgruppen

Ca. 5'300 Personen von der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen

Projektnummer

P240023

Projekt im Detail

Äthiopien ist das zweitbevölkerungsreichste Land Afrikas und sieht sich derzeit mit einer Vielzahl von komplexen humanitären Herausforderungen in verschiedenen Regionen konfrontiert. Die Oromia Region wird immer wieder von ethnischen Konflikten und Naturkatastrophen heimgesucht. Die Gewalt in Oromia hat Vertreibungen von Zivilisten geführt, doch auch aus dem benachbarten Kenia flüchten Menschen nach Borena, das ganz im Süden von Oromia liegt.

Zwei der aufnehmenden Flüchtlingslager in Dillo Magala und Dire Megado, beide in Borena gelegen, sind oft überfüllt und bieten nur begrenzten Zugang zu sauberem Wasser und ordnungsgemässer Sanitärversorgung (WASH). Dies erhöht das Risiko von durch Wasser übertragenen Krankheiten wie Durchfall, Cholera und Hepatitis. Verbesserte Sanitäranlagen wie Toiletten, Handwaschstationen und Wasseraufbereitung können erheblich dazu beitragen, die Verbreitung dieser Krankheiten zu reduzieren. Durch den Bau einer erweiterten Pipeline wird der derzeitig kritische Zugang zu Wasser adressiert. Der Zugang zu einer sicheren und ausreichenden Wasserversorgung sowie flankierende WASH-Massnahmen tragen zu einer Verbesserung der Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen sowohl für die geflüchtete als auch für die aufnehmende Bevölkerung bei.

Das vorliegende Projekt läuft unter dem Thema der Humanitären Hilfe. Das übergeordnete Ziel beinhaltet, dass Gemeinschaften in humanitären Krisensituationen ihre Grundbedürfnisse decken können. Die vorgesehenen Interventionen tragen ausserdem dazu bei, dass Menschen auch in Notlagen einen gesicherten und partizipativen Zugang zu Dienstleistungen haben. Basierend auf dem HD-Nexus wird dem Zusammenspiel zwischen kurzzeitigen Interventionen und auf Langfristigkeit angelegten Projektaktivitäten eine zentrale Rolle zugeschrieben. Diese Dualität ist fester Bestandteil dieses Projekts; zum einen erhalten die Begünstigten direkte Nothilfe – in Form von Bargeldunterstützung für Wasserankauf – zum anderen werden die Kapazitäten der Gemeinschafts- und Gemeindevertreter gestärkt und der Anschluss an fliessend Wasser erstellt, beides Massnahmen die auf langfristige Verbesserung der WASH-Situation abzielen. Die Verbesserung der WASH-Situation führt auch zu einer Verbesserung der Gesundheits- und Sicherheitssituation innerhalb und zwischen den geflüchteten und den aufnehmenden Gemeinschaften.

Das Projekt sieht Aktivitäten in den folgenden drei Hauptbereichen vor:

  1. Wasserzugang: Geflüchtete und andere Menschen in besorgniserregenden Situationen sowie die aufnehmende Bevölkerung haben sicheren Zugang zu Wasser in ausreichender Menge und Qualität, zunächst durch Nothilfemassnahmen, dann auch durch langfristige Infrastrukturmassnahmen in dem bestehende Wassersysteme saniert und modernisiert werden.
  2. Sanitär, Hygiene und Abfall: In Zusammenarbeit mit der lokalen Regierung werden Kampagnen zur Aufklärung über Hygiene und Sanitärthemen sowie Entsorgung von Siedlungsabfällen durchgeführt.
  3. Kapazitäten Stärkung: Durch Schulung von Gemeinschafts- und Gemeindevertretern werden die institutionellen und gemeinschaftsbasierten Strukturen hinsichtlich des Management von WASH Aspekten gestärkt.

Die aktive Beteiligung von Regierungsvertretern, Gemeindevorstehern und Vertretern der Gemeinden selbst garantiert, dass das Projekt lokale Systeme und Strukturen unterstützt, nicht ersetzt.

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Das Projekt wird finanziert durch:

  • UNHCR