Access to water is a particular challenge in the refugee camps.
Access to water is a particular challenge in the refugee camps.

Sicherer Zugang zu Wasser und sanitären Anlagen für Flüchtlinge

beendet

Projekt in Äthiopien
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Überblick

Thema

Humanitäre Hilfe

Budget

497'652 Schweizer Franken

Dauer

13.02.2025 - 31.01.2026

Projektgebiet

Äthiopien, Oromia Region, Borena Zone

Zielgruppen

13’584 Personen (gesamte Bevölkerung in und rund um die Flüchtlingslager Dire Megado und Dillo Magala)

Projektnummer

P250026

Finanzierung

UNHCR United Nations High Commissioner for Refugee und Spenden an Caritas Schweiz

Projekt im Detail

Äthiopien ist das zweitbevölkerungsreichste Land Afrikas und sieht sich derzeit mit einer Vielzahl von komplexen humanitären Herausforderungen in verschiedenen Regionen konfrontiert. Die Oromia Region, insbesondere Borena das ganz im Süden von Äthiopien liegt, wird immer wieder von ethnischen Konflikten und Naturkatastrophen wie Dürre, Überschwemmungen und Ernteausfällen heimgesucht. Diese anhaltenden Konflikte und extremen Wetterbedingungen haben nicht nur die Lebensgrundlagen der Bevölkerung zerstört, sondern auch zu massiven Vertreibungen innerhalb der Region geführt, da Zivilisten gezwungen sind, ihre Heimatorte zu verlassen.

Der Zugang zu Wasser ist in beide Flüchtlingslagern, in Dillo Magala und Dire Megado, stark eingeschränkt, da die Wasserressourcen oft erschöpft sind und viele Wassereinrichtungen entweder nicht funktionsfähig oder sanierungsbedürftig sind. Auch sanitäre Einrichtungen sind nicht im ausreichenden Masse vorhanden. Laut einer aktuellen Studie haben nur 17% im Dire Megado Camp und 30% in Dillo Magala Camp Zugang zu einer funktionierenden Latrine. Die überfüllten Lebensbedingungen von lokalen Gemeinschaften und Geflüchteten mit geteilten und unterdurchschnittlichen WASH-Einrichtungen (Wasser, Sanitär und Hygiene) erhöhen das Risiko wasserbedingter Krankheiten wie Durchfall und Cholera.

Dieses Nothilfeprojekt hat zum Ziel die Wasserversorgung und die Hygienesituation für Flüchtlinge in den Camps Dillo Magala und Dire Megado und der angrenzenden Bevölkerung zu verbessern und somit der Verbreitung von Krankheiten wie Cholera vorzubeugen.

Das Projekt umfasst Aktivitäten in zwei zentralen Bereichen:

Wartung von Wassersystemen: Es wird eine umfassende Bestandsaufnahme der aktuellen Wasserversorgung durchgeführt, mit dem Ziel, die Funktionalität langfristig sicherzustellen.

Folgende Massnahmen werden durchgeführt:

  • Ersetzten von brüchigen Röhren
  • Installation einer Solaranlage in Dillo zur Betreibung ei- ner elektrischen Wasserpumpe
  • Einsetzen von Wassernutzungsvereinigungen, die in Instandhaltung der Wassersystemen geschult werden
  • Einführung eines Tarifsystems, um die Finanzierung der Instandhaltung langfristig sicherzustellen
  • Regelmässige Kontrolle der Wasserqualität, um sicherzustellen, dass das Trinkwasser nicht verschmutzt ist

Sensibilisierung für Hygienepraktiken: Um die Hygienesituation zu verbessern, werden sanitäre Anlagen für 600 Personen in Dillo und Dire Megado errichtet. Ergänzend dazu werden 20 Gemeinschaftsmitglieder und sieben Regierungsvertreter als Hygiene-Experten geschult, welche Hygiene-Kampagnen für insgesamt 13'584 Personen organisiert.

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Titelbild: Der Zugang zu Wasser ist in den Flüchtlingslagern eine besondere Herausforderung. © Ayaana Publishing