

Schutz für vom Konflikt im Sudan betroffene Kinder und Frauenbeendet
Überblick
Humanitäre Hilfe; Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Caritas Juba setzt das Projekt den Fokus auf den Schutz von Kindern sowie auf Unterstützungsangebote für Frauen und Mädchen, die geschlechtsspezifische Gewalt erlebt haben. Dazu gehören der Ausbau kinderfreundlicher Schutzräume sowie sicherer Orte für Frauen und Mädchen, wo psychosoziale Beratung und weitere Unterstützungsleistungen angeboten werden. Ergänzend stärkt das Projekt das Bewusstsein der Bevölkerung für Kinderschutz und geschlechtsspezifische Gewalt.
425'820 Schweizer Franken
01.01.2025 - 30.06.2026
Südsudan; Goron Camp, Juba
Mit dem Projekt sollen rund 600 Kinder sowie etwa 1’000 Frauen in Gorom und urbanen Gebieten Jubas erreicht werden. Zusätzlich werden rund 5’000 Erwachsene im Camp und in der Stadt Juba durch Sensibilisierungsaktivitäten angesprochen.
P250018
Projekt im Detail
Seit dem erneuten Aufflammen der Krise im Sudan im April 2023 sind bis Anfang August 2024 über 750’000 Menschen in den Südsudan geflohen. Dadurch geraten die ohnehin sehr eingeschränkten Versorgungsstrukturen an Grenzpunkten und in Aufnahmegebieten stark an ihre Limits. Die neu ankommenden Menschen siedeln in Regionen an, in denen grundlegende Dienstleistungen bereits unzureichend sind. Das fragile staatliche Versorgungssystem kann zentrale Bedürfnisse der geflüchteten Bevölkerung – darunter Ernährung, Trinkwasser, Hygiene, sanitäre Grundversorgung und medizinische Betreuung – nicht ausreichend gewährleisten.
Das Gorom-Flüchtlingslager am Stadtrand von Juba beherbergt schätzungsweise über 14’000 Geflüchtete und Rückkehrende aus dem Sudan. Da das UNHCR keine neuen Registrierungen mehr durchführt, leben viele Menschen ohne formalen Status entweder im Camp oder in prekären Wohnsituationen in der Stadt. Frauen und Mädchen verfügen kaum über Privatsphäre oder geschützte Räume, da teilweise alle gemeinsam in offenen Bereichen schlafen müssen. Ausbeutung und Missbrauch sind weit verbreitet; dazu zählen konfliktbezogene sexuelle Gewalt, geschlechtsspezifische Gewalt sowie erhebliche Risiken für Kinder. Die begrenzten lokalen Ressourcen verstärken die Vulnerabilität sowohl der Geflüchteten als auch der lokalen Bevölkerung. Menschen ausserhalb des Camps sind ähnlichen Risiken ausgesetzt, erhalten jedoch weniger Unterstützung durch Hilfsorganisationen.
Das Projekt verfolgt das Ziel, Schutz und Unterstützung für Kinder sowie für Frauen und Mädchen bereitzustellen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben und sich im Gorom-Camp oder im urbanen Umfeld Jubas befinden. Es setzt zwei zentrale Schwerpunkte:
- Verbesserung des psychosozialen Wohlbefindens und des Schutzes besonders vulnerabler Kinder
- Verbesserung des Schutzes und der Unterstützung für besonders vulnerable Frauen und Mädchen
Zur Reduktion von Risiken und zur Stärkung von Schutzmechanismen werden lokale Führungspersonen, religiöse und politische Akteurinnen und Akteure sowie Fachpersonal im Gesundheitsbereich im Camp und in der Stadt Juba einbezogen. Dies erfolgt durch Schulungen und Dialogformate. Fachpersonen aus psychosozialer Betreuung sowie aus juristischen und medizinischen Diensten werden im Umgang mit geschlechtsspezifischer Gewalt geschult.
Durch Aufklärungsarbeit wird zudem das Bewusstsein für Kinderschutz, Frauenrechte und geschlechtsspezifische Schutzfragen gestärkt. Das Projekt identifiziert besonders schutzbedürftige Kinder – darunter unbegleitete, getrennte oder verlassene Kinder – und vermittelt sie an weiterführende Unterstützungsangebote. Besonders vulnerable Kinder erhalten zudem Kleidung und Schuhe.
Weiter werden sichere Schutzräume für Kinder sowie für Frauen und Mädchen eingerichtet. Kinder können dort spielen, sich erholen und Schutz erleben, während Frauen und Mädchen psychosoziale Beratung und Unterstützung erhalten. Ergänzend wird ein gemeinschaftsbasiertes Netzwerk für Kinderschutz aufgebaut, das Risiken erkennt, Bewusstsein schafft und Fälle von Ausbeutung oder Gewalt an zuständige Stellen meldet.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Titelbild: Das Projekt fokussiert auf den Schutz von Kindern sowie die Unterstützung von Frauen und Mädchen, die geschlechtsspezifische Gewalt erlebt haben. Dazu werden sichere Schutzräume und psychosoziale Beratung angeboten sowie die Bevölkerung für Kinderschutz und geschlechtsspezifische Gewalt sensibilisiert. © Kenyi Moses


