

Nothilfe für Gaza 2.0beendet
Überblick
Humanitäre Hilfe
456'450 Schweizer Franken
01.12.2025 - 30.06.2026
Gazastreifen, besetzte palästinensische Gebiete
820 intern vertriebene Haushalte (ca. 4’920 Personen)
P250048
Caritas Schweiz; Glückskette; DEZA
Projekt im Detail
Seit Oktober 2023 erlebt Gaza eine der schwersten humanitären Krisen seiner Geschichte. Nach zwei Jahren intensiver Gewalt sind ganze Städte zerstört worden und fast die gesamte Bevölkerung wurde mehrfach zur Flucht gezwungen. Bis Mitte Oktober 2025 wurden mehr als 67’900 Tote und über 170’000 Verletzte gemeldet, während mehr als 1,9 Millionen Menschen weiterhin vertrieben sind. Wohnhäuser, Strassen, Wasserversorgung, Märkte und öffentliche Dienstleistungen wurden zerstört oder schwer beschädigt. Ein geregelter Alltag ist für die Bevölkerung derzeit unmöglich.
Lebensnotwendige Güter wie Lebensmittel, sauberes Wasser, Kochgas, Transportmöglichkeiten und Haushaltsartikel werden dringend benötigt – insbesondere von Familien, die nun nach Monaten auf der Flucht in stark zerstörte Viertel zurückkehren, ohne Hab und Gut und ohne Einkommen. In dieser schwierigen Situation plant Caritas Schweiz (CACH) gemeinsam mit Catholic Relief Services (CRS) und der Life and Hope Association (LHA) eine rasche Nothilfeintervention. Der Schwerpunkt liegt auf unmittelbarer Unterstützung durch flexible finanzielle Hilfe, damit die dringendsten Bedürfnisse abgedeckt werden können. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Bedürfnissen von Frauen, älteren Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie Familien, die chronisch kranke Angehörige betreuen.
Caritas Schweiz möchte in Partnerschaft mit Catholic Relief Services (CRS) und der Life and Hope Association (LHA) 820 besonders vulnerable, rückkehrende Haushalte stärken, damit diese nach ihrer Rückkehr in zerstörte Gebiete ihre unmittelbarsten Grundbedürfnisse decken können.
Das Projekt stellt eine Runde ungebundener Mehrzweck-Bargeldhilfe bereit, ausgerichtet an den Standards der Gaza Cash Working Group, um Flexibilität zu gewährleisten. Familien können damit dringende Bedürfnisse wie Lebensmittel, Wasser, Gesundheitskosten, Transport, Miete, essentielle Haushaltsgüter oder auch Schuldenrückzahlungen abdecken. Trotz der komplexen Marktsituation in Gaza hat sich Mehrzweck-Bargeldhilfe als die effektivste und wertvollste Unterstützungsform erwiesen.
Das Projekt ermöglicht es den Betroffenen, grundlegende Ausgaben zu decken und sich an die schwierigen Lebensbedingungen infolge zerstörter Unterkünfte, Märkte und Infrastruktur anzupassen. Mehrzweck-Bargeldhilfe hat sich als besonders relevant und bevorzugt erwiesen – 96 % der bisherigen Empfängerinnen und Empfänger bestätigten ihren Nutzen.
Die Bargeldtransfers werden über Mobile-Money- oder E-Wallet-Systeme ausgezahlt. Bei der Auswahl werden Haushalte mit weiblicher Haushaltsführung sowie Haushalte mit Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder älteren Mitgliedern prioritär berücksichtigt, damit die Unterstützung jene erreicht, die mit den grössten Hürden konfrontiert sind.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Titelbild: © CRS


