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Betreuung und Unterbringung von Asylsuchenden im Kanton Schwyz

Das Haus der Jugend in Immensee

Im August nahm das Haus der Jugend Bethlehem in Immensee seinen Betrieb auf. Inzwischen wohnen 22 Jugendliche hier, die ohne Begleitung ihrer Familien oder von Verwandten in die Schweiz geflüchtet sind und hier Asyl beantragt haben.

 

Sie stammen aus Eritrea, Afghanistan, Syrien, Somalia, Mali und haben eines gemeinsam: Ihre Flucht führte sie in die Schweiz, und als so genannt «Unbegleitete minderjährige Asylsuchende», kurz UMA, haben sie gemäss Kinderrechtskonvention Anspruch auf eine besondere Fürsorge, die ihrem Alter Rechenschaft trägt.

Annamarie Würms ist langjährige Mitarbeiterin von Caritas Schweiz mit Erfahrungen im In- und Ausland. Sie
betont, dass sie sich nicht als Leiterin eines «Asylzentrums» sieht: «Das hier ist das Haus der Jugend. Es ist ein Zuhause, und ihre Bewohnerinnen und Bewohner sind nicht in erster Linie Asylsuchende, sondern Jugendliche.» Caritas Schweiz führt das Haus der Jugend in einem Leistungsauftrag des Kantons Schwyz, der damit erstmals eine separate Unterkunft für diese spezielle Zielgruppe eingerichtet hat. Dass dies notwendig wurde, ist eine Folge der jüngsten Entwicklung: Kamen im Jahr 2013 noch 350 unbegleitete minderjährige Asylsuchende in die Schweiz, waren es 2015 bereits mehr als 2700, also fast achtmal so viele. Für den Kanton Schwyz bedeutet dies, dass aus Einzelfällen eine Gruppe geworden ist, die besondere Beachtung benötigt. Das Haus verfügt über 45 Plätze.

Auch von den Räumlichkeiten unterscheidet sich das Haus der Jugend stark von den bekannten Zentren 
für Asylsuchende. Die Hausherren sind die Mitglieder der Missionsgesellschaft Immensee (SMB). Sie haben ein Leben lang mit ihren Projekten und Einsätzen vor Ort Unterstützung für Benachteiligte in den Ländern des Südens geleistet. Heute sind sie mehrheitlich in fortgeschrittenem Alter und verbringen ihren Lebensabend im Missionshaus. Die SMB machte sich schon länger Gedanken über eine soziale Nutzung frei gewordener Kapazitäten des Gebäudes. Als Papst Franziskus die Pfarreien und Klöster aktiv dazu aufrief, freie Räumlichkeiten für Flüchtlinge zu öffnen, zögerte die SMB nicht und meldete sich beim Kanton.

Das Haus wird in einem familiären Rahmen geführt. Zwei bis drei Jugendliche bewohnen gemeinsam ein Zimmer. Die Hälfte der Jugendlichen besucht die öffentliche Schule, die andere wird hausintern unterrichtet. Es gibt keinen Bewohner ohne klare Tagesstruktur. «Wenn wir eine gute Hausatmosphäre schaffen, dann haben wir auch eine gute Lernatmosphäre», sagt Annamarie Würms. Zwei Jungen aus Somalia unterstreichen bei einer Begegnung auf dem Rundgang durchs Haus, dass sie diese Grundhaltung schon verinnerlicht haben: «Wir machen keinen Unterschied nach Herkunftsländern. Hier gehören alle zusammen.»

Caritas Schweiz führt in Schwyz neben dem Haus der Jugend im Auftrag des Kantons die Zentren für Asylsuchende Degenbalm in Morschach mit 90 Plätzen, das Zentrum für Asylsuchende Grünenwald in Ried/Muotathal mit 50 Plätzen und das Zentrum Biberhof in Bennau mit 40 Plätzen.

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