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Caritas Schweiz spricht 100‘000 Franken für Ecuador

Ecuador wurde am 16. April von einem schweren Erdbeben getroffen. Hunderte Menschen starben, Zehntausende sind verletzt und die Schäden an den Infrastrukturen sind massiv. Caritas Schweiz hat für die Nothilfe einen ersten Beitrag von 100‘000 Franken gesprochen und leistet die Hilfe in Kooperation mit der Glückskette.

 

In der Nacht vom 16. April wurde Ecuador von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,8 getroffen. Die Auswirkungen waren noch in der 170 Kilometer entfernten Hauptstadt Quito zu spüren, und gemäss dem ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa sei es das schwerste Erdbeben seit 1979.

Die Zahl der Todesopfer stieg stündlich; zehn Tage nach dem Beben wird sie auf über 600 beziffert. Rund 12.000 Menschen wurden verletzt und noch immer gelten Hundert Personen als vermisst. Auch die Schäden an den Infrastrukturen sind immens: Etwa 10.000 Gebäude wurden komplett zerstört oder beschädigt.

Am stärksten vom Beben betroffen sind die wirtschaftlich schwachen Provinzen Esmeraldas und Manabi, in denen auch das Epizentrum lag. Für Walter Heras, Präsident von Caritas Ecuador, gilt diesen entlegenen Regionen die grösste Sorge, denn durch die heftigen Regenfälle vor und nach dem Erdbeben sei der Zugang dorthin erschwert. Viele Verbindungsstrassen sind durch Erdrutsche und Schlamm unterbrochen. Die Niederschläge bergen laut Caritas Internationalis zudem ein erhöhtes Risiko für übertragbare Krankheiten. Deshalb müsse auf Hygiene und sanitäre Einrichtungen ein besonderes Augenmerk gelegt werden.

Hilfsmassnahmen der Caritas angelaufen

Caritas Ecuador wurde bereits kurz nach dem Beben aktiv und bat das internationale Caritas-Netz um Hilfe. Die Verteilung von Lebensmitteln und Trinkwasser sowie die Bereitstellung von Notunterkünften wurden als dringendste Maßnahmen eruiert.

Caritas Schweiz stellt für die Unterstützung der Erdbebenopfer einen ersten Nothilfebeitrag von 100.000 Franken zur Verfügung. Die Organisation steht in engem Kontakt mit Caritas Ecuador und weiteren Partnern des internationalen Caritas-Netzes, die in Ecuador unter anderem mit Projekten zur Katastrophenprävention präsent sind.

Präsident Heras dankte dem internationalen Caritas-Netzwerk für die schnelle Hilfe und sprach bereits den Wiederaufbau an: „Wenn der erste Schock überwunden ist, brauchen die Menschen Unterstützung, um wieder in ihren Alltag zurückkehren zu können. Sie haben alles verloren, ihr Heim und ihre Lebensgrundlage.“

Caritas dankt für Spenden mit dem Vermerk "Erdbeben Ecuador" auf das Konto 60-7000-4.

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