Une jeune femme regarde directement l'appareil photo depuis le toit d'une maison.
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Muso Djigui (Hoffnung für Frauen) – Schutz, Würde und Selbstbestimmung

Projekt in Mali
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Überblick

Thema

Humanitäre Hilfe, Schutz

Budget

342'396 Schweizer Franken

Dauer

01.01.2026 – 31.12.2026

Projektgebiet

Mali, Region San: Gemeinden San, Yangasso und Kimparana

Zielgruppen

3’609 Teilnehmende, darunter 300 Überlebende und Personen mit Risiko für geschlechtsspezifische Gewalt (GBV) sowie 109 Akteurinnen und Akteure aus den Gemeinden

Projektnummer

P260020

Finanzierung

Glückskette

Projekt im Detail

Die Region San im Herzen Malis ist zum Epizentrum einer zunehmend komplexen humanitären und sicherheitspolitischen Krise geworden, die durch das Zusammenspiel politischer Instabilität, klimatischer Schocks und eines enormen wirtschaftlichen Drucks geprägt ist. Diese Unsicherheit hat zu einem starken Anstieg von Vertreibungen geführt: In Mali leben mittlerweile über 402’000 Binnenvertriebene, davon sind 58 % Frauen und Mädchen. Frauen und Mädchen sind in dieser Situation besonders stark von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen.

Trotz eines Rückgangs der gemeldeten Fälle ist die Realität alarmierend: Schutzangebote brechen mangels Finanzierung zunehmend weg. Weniger als 25 % der Gesundheitseinrichtungen können Betroffene noch unterstützen. Der Zugang zu den verbleibenden Dienstleistungen wird zusätzlich durch Unsicherheit, hohe Transportkosten und eine so tief verankerte soziale Stigmatisierung erschwert, dass viele Betroffene schweigen. Dieses «Schutzvakuum» lässt Überlebende weitgehend ohne Unterstützung zurück.

Beitrag zur Sicherheit, Würde und zum Wohlbefinden von Frauen und Mädchen, die geschlechtsspezifische Gewalt erlebt haben oder einem entsprechenden Risiko ausgesetzt sind.

Das Projekt Muso Djigui begegnet dieser Krise mit einer dreiteiligen Strategie, die Frauen und Mädchen den Weg von der blossen Bewältigung des Alltags hin zu langfristiger Resilienz ermöglichen soll. Der erste Schwerpunkt liegt auf der Stärkung schützender Strukturen und dem Zugang zur Justiz. Dazu werden 90 lokale Akteurinnen und Akteure in der Prävention von Gewalt geschult, Sensibilisierungskampagnen durchgeführt, die rund 3’200 Menschen erreichen, sowie drei kommunale Schutzkomitees und sichere Gemeinschaftsräume eingerichtet.

Rechtsberatungs- und Justizmechanismen sollen zudem 30 Überlebende dabei unterstützen, ihr Recht einzufordern. Der zweite Schwerpunkt umfasst integrierte Gesundheitsdienste und psychosoziale Unterstützung, darunter Informationsveranstaltungen zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit, die Vermittlung medizinischer Versorgung sowie strukturierte psychosoziale Unterstützungsangebote. Lebensmittelgutscheine unterstützen 80 Mädchen in besonders vulnerablen Situationen, während Übergangsbetreuung und Massnahmen zur Familienzusammenführung 30 Mädchen zugutekommen.

Der dritte Schwerpunkt liegt auf wirtschaftlicher Selbstbestimmung. Dazu gehören berufliche Ausbildungsprogramme für 60 überlebende Frauen, Starthilfen, Schulungen im Finanzmanagement sowie eine eng begleitete Unterstützung beim Aufbau eigener Einkommensmöglichkeiten. Zusätzlich erhalten 80 besonders gefährdete Mädchen Bildungsunterstützung. Dadurch wird eine umfassende Unterstützung in den Bereichen Schutz, Gesundheit und Selbstbestimmung sichergestellt.

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Titelbild: Frauen und Mädchen müssen in der schwierigen, politischen Situation besonders geschützt werden. © John Kalapo